They are back! Nach Joe Pytkas spaßigem Space Jam ist es nun Joe Dante, der die Looney Tunes in einem Real-/Trickfilmmix auf die Leinwand zaubert und sie immer noch genau so witzig wie sie vor 40 Jahren aussehen lässt.
Gut sieben Jahre ist es her, dass uns Joe Pytka die aberwitzigen Looney Tunes in der Basketballkomödie Space Jam auf die große Leinwand gebracht hat. Nun ist es Little Shop of Horrors Regisseur Joe Dante, der es erneut versucht durch die Kombination der Looney Tunes mit menschlichen Darstellern, die kleinen und großen Fans in die Kinos zu locken.
Unsere Lieblingsente Duffy Duck hat es satt immer nur die zweite Geige zu spielen, während Bugs Bunny der Star ist. Kurzerhand hängt er seinen Job als Schauspieler bei Warner Bros. an den Nagel und hängt sich an den kürzlich entlassenen Sicherheitsbeamten und Möchtegernstuntman DJ Drake heran. Dieser entdeckt zufällig, dass sein Vater, der berühmte Schauspieler Damian Drake in Wirklichkeit ein Spion ist und vom fiesen Acme-Boss Mr. Chairman festgehalten wird. Sofort machen sich Drake und Duffy auf den Weg den wohl größten Geheimagenten aller Zeiten zu befreien.
Die Geschichte um Toons, die in Wirklichkeit Schauspieler sind und für die jeweiligen Studios arbeiten ist nicht wirklich neu und auch die Agentenstory ist wohl nicht über Standard zu bewerten, dennoch gelingt es den vielen, kleinen und witzigen Einfällen immer wieder für positive Überraschungen zu sorgen, welche die durchschnittliche Handlung schnell in Vergessenheit geraten lassen.
Zudem ist es als sehr erfreulich zu betrachten, dass es Joe Dante gelungen ist den liebenswürdigen Tooncharakteren wieder den alten Charme einzuhauchen, den man bei Space Jam ein wenig vermisst hatte. So darf sich der bekennende Fan vor allem in der ersten halben Stunde auf zahlreiche Anspielungen auf die vielen kleinen Kurzcartoons der alten Bugs Bunny Show von 1960 freuen und ein Wiedersehen mit so ziemlich jeden Charakter der Serie erleben.
Aber auch die menschlichen Darsteller leisten einen großen Beitrag zum Gelingen des Filmes bei, vor allem Hauptdarsteller Brendan Fraser konnte überzeugen, da er mal wieder kräftig in die Klamaukkiste greifen darf und mit seiner Darbietung manchmal für richtige Lachattacken sorgt. Sehr schön ist dabei auch dass er sich selbst aufs Korn, was im Übrigen auch Timothy Dalton als Schauspieler, der eigentlich Spion ist auch macht. Dalton ist für mich auch mit eine der positiven Überraschungen des Films, der in seinen wenigen Szenen mehr Charme versprüht als in seinen 007-Filmen. Jenna Elfman hingegen ist austauschbar und zeigt nur wenig von ihrem Talent und auch mit Steve Martin hatte ich so meine Probleme. Zwar liefert er eine richtig gute körperliche Performance ab, die ihn mehr zu einer Zeichentrickfigur macht, als die Toons selbst, jedoch störten mich die Dialoge, die er zum Besten geben musste ein wenig, wobei dies jedoch auch an der unüblichen und ungewohnten neuen deutschen Synchronstimme für Martin liegen könnte.
Schade allerdings ist, dass die Special Effects Leute wohl überfordert waren, den Mix aus Real- und Toonszenen gekonnt in Szene zu setzen. So gibt es beispielsweise einige Szenen (z. B. die Vefolgungsjagd zwischen Fraser und Duffy) in denen es ziemlich billig aussieht wenn sich Mensch und Trickfilmfigur näher kommen.
Auch wenn der technische Aspekt nicht immer tadellos ist und auch die Story wenig Innovatives zu bieten hat: Looney Tunes: Back in Action ist ein größtenteils aberwitziges Comeback von Duffy Duck und Co., was vor allem an die herrlich überdrehten und frechen Toons, als auch an einem selbst parodierenden Brendan Fraser liegt. Da da da da da da da das wars Leute.