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Allein in den USA spielte der erste Teil von Tarantinos Kill Bill - Volume 1 knapp $70 Millionen ein. Entsprechend hoch war die Erwartungshaltung der Fans, die seit über fünf Monaten gespannt darauf warten, dass "The Bride" ihren Rachefeldzug endlich beendet. Diese Ausgangsbedingungen legen die Messlatte sehr hoch und diesmal scheint es fast so, als könnte man enttäuscht werden.
Natürlich waren wir alle gespannt, jeder geladene Gast, jeder Journalist, einfach alle! Als es dann endlich los ging spürte man förmlich, wie groß die Erwartungen an den Film eigentlich sind und ich persönlich befürchtete schon zu diesem Zeitpunkt, dass der Druck wohl einfach zu groß war. Schon die ersten Bilder zeigten, dass wir hier ein ganz anderes Kino als im ersten Teil präsentiert bekamen. Keine Samurai-Action, keine Blutfontänen und kein asiatischer Stil mehr. Alles war, wie in einem normalen amerikanischen Film.
Über die Geschichte muss man nicht viele Worte verlieren, denn letztendlich ist klar, worum es geht: "The Bride" (Uma Thurman) setzt ihren Rachefeldzug fort und versucht Stück für Stück die Mitglieder der DiVAS, die ihre Hochzeit unschön verlaufen ließen, zu töten. Mehr will und kann ich hier nicht verraten, denn letztlich ist die Story das einzige Mittel, das der zweite Teil hat, um solide und gut zu wirken.
Wie schon gesagt, bringt Kill Bill - Volume 2 nicht die erwartete Fortsetzung, sondern vielmehr einen komplett anderen Film, der in Kombination mit dem ersten Teil sicherlich genial und intelligent wirkt, aber nach der Zwangstrennung, die Tarantino von der Produktionsgesellschaft auferlegt wurde, eher blass bleibt. Im nachhinein betrachtet ist eines ganz klar: Als ein Film wäre Kill Bill - Volume 1 sicherlich ein wahres Meisterwerk geworden. Doch so muss der zweite Teil den Vergleich mit dem ersten antreten und diesem ist er einfach nicht gewachsen. Zu unterschiedlich sind die Filme und zu normal ist der Zweite im Vergleich zum abgedrehten Ersten.
Als Fazit lässt sich sicherlich sagen, dass man seine Erwartungen nicht zu hoch stecken sollte und vor allem nicht an eine Fortsetzung des ersten Teils glauben sollte. Kill Bill - Volume 2 ist ein Teil des ganzen Films und nichts eigenständiges, daran konnten auch die Schnitte der Nachbearbeitung nichts ändern. Wenn man sich dessen aber stets bewusst ist, dann kann man auch den neuen Film von Quentin Tarantino sicherlich genießen! |