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Cuba Gooding jr. zeigt zum ersten Mal seit Jerry Maguire - Spiel des Lebens wieder, dass er was auf den Kasten hat und so ist es vor allem ihm und dem wie immer überzeugenden Ed Harris ist es zu verdanken, dass dieser Behinderten-/Sportfilm auf einen grünen Zweig kommt, denn Sie nennen ihn Radio trieft leider von überwiegendem Pathos und auch in Sachen Story bekommt der Zuschauer nicht mehr als Durchschnitt geliefert.
In den Vereigten Staaten gibt es Genres deren Erfolg im Grunde schon vorprogrammiert sind, denn Sport- oder Behindertenfilme kommen beim Publikum immer gut an. So kam die, auf wahre Ereignisse beruhende, Vorlage des behinderten Footballcoaches, den Produzenten wohl gerade recht, um die beiden Genres zu mixen und damit eine Erfolgsgarantie zu haben. Der erste Eindruck des Trailers war sogar sehr erfreulich und steckte die Erwartungen an Sie nennen ihn Radio sehr hoch.
Der an einer geistigen Behinderung leidende James Robert Kennedy hat außer seiner Mutter keine Bezugspersonen. Er wird von den Bewohnern einer Kleinstadt größtenteils ignoriert und auch oft gehänselt. Das ändert sich jedoch Schlag auf Schlag, als er die Bekanntschaft mit dem Helden der Kleinstadt, Football Coach, Harold Jones macht. Dieser findet Radio von Beginn an sehr sympathisch und als ihm Jones einen Job als Helfer im Footballteam gibt, beginnen auch die restlichen Städter Notiz von ihm zu nehmen.
Alles andere als neu ist diese Geschichte sicherlich, schließlich liefert die wahre Begebenheit von James Kennedy fast den perfekten Stoff für Filme dieser Art. Jedoch gelang es dem Regisseur nicht, den Pathosfaktor in Grenzen zu halten, was durch die im Grunde gelungene Musikuntermalung von James Horner leider noch verstärkt wurde. Zudem wird viel zu wenig auf die Nebencharaktere eingegangen, da man sich bei der Schilderung fast ausschließlich auf Szenen mit Kennedy und Jones beschränkt hat.
Das große Plus des Filmes sind ganz klar die Darsteller: Cuba Gooding Jr, der ja mitlerweile für sein grenzenloses Overacting schon bekannt ist, liefert hier meiner Meinung nach die wohl beste Leistung seiner Karriere ab. Die Mimik und auch die Sprache die er dem geistig behinderten James Radio Kennedy verleiht, zeigen eindeutig, dass er sein Talent seit Jerry Maguire - Spiel des Lebens nicht verloren hat. Ed Harris steht ihm jedoch wenig nach, da er seine Rolle in gewohnt souveräne Art zum Besten gibt.
Das große Manko dieses Films ist eindeutig der viel zu hohe Pathos- und Kitschfaktor, der manchmal nur sehr schwer zu ignorieren ist, jedoch entschädigen die groß aufspielenden Hauptdarsteller für die enttäuschende Inszenierung von Michael Tollin. |