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Die Passion Christi

(The Passion of Christ, 2004)

Dt.Start: 18. März 2004 Premiere: April 2004 (USA)
FSK: ab 16 Genre: Drama
Länge: 127 min Land: Italien, USA
Darsteller: James Caviezel (Jesus Christus), Monica Bellucci (Maria Magdalena), Maia Morgenstern (Maria), Mattia Sbragia (Hohepriester Kaiphas), Hristo Shopov (Pontius Pilatus), Claudia Gerini (Claudia Procles - Pilatus Frau), Luca Lionello (Judas Ischariot), Sergio Rubini (Dismas), Toni Bertorelli (Annas), Robert Bestazzoni (Malchus), Francesco Cabras (Gesmas), Giovanni Capalbo (Cassius), Rosalinda Celentano (Satan), Emilio De Marchi (Höhnischer Römer), Francesco DeVito (Petrus), Lello Giulivo (Brutaler Römer), Abel Jafry (Zweiter Tempel-Diener), Hristo Jivkov (Johannes), Jarreth Merz (Simon), Matt Patresi (Janus), Fabio Sartor (Abenader), Roberto Visconti (Höhnischer Römer), Giancinto Ferro (Joseph von Arimathea), Olek Mincer (Nikodemus), Adel Ben Ayed (Thomas), Chokri Ben Zagden (Jakobus), Luca De Dominicis (Herodes), Pedro Sarubbi (Barabbas)
Regie: Mel Gibson
Drehbuch: Benedict Fitzgerald, Mel Gibson


Inhalt

Basierend auf den Tagenbüchern von Anne Catherine Emmerich, dem Buch "The Mystical City of God" aus der Feder von Maria von Agreda und dem Neuen Testament, visualisiert der Film die letzten zwölf Stunden von Jesus Christus vor der Kreuzigung in Jerusalem.
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Kritik

Die Passion Christi hat eine Wertung von 50%
Mel Gibsons viel diskutierte Verfilmung der letzten zwölf Stunden von Jesus Christus stellt das Leid Jesu auf äußerst brutale Weise dar und versäumt es dabei dem Zuschauer ein umfassenderes Bild über das Leben Christi zu zeichnen. Auf Grund dessen fühlt man sich mit all der schockierenden Gewalt allein gelassen und kann das Gesehene nur schwer einordnen.

Bild aus Die Passion Christi Mit seiner dritten Regiearbeit hat Hollywood-Star Mel Gibson für viel Gesprächsstoff gesorgt. Seine schonungslose Darstellung der letzten zwölf Stunden von Jesus Christius wurde vor allem innerhalb der Kirche, aber auch in der Gesellschaft kontrovers diskutiert. Eine bessere und billigere Werbung hätte sich Mel Gibson wohl kaum wünschen können und so kam es, dass Die Passion Christi in den USA alle Einspielprognosen übertraf. Mit seinem cineastischen Beitrag zum Thema Bibel schlug Mel Gibson einen bisher unbeschrittenen Weg ein. Denn es hatte sich noch kein Film mit derartiger Intensität und Kompromisslosigkeit zu diesem Thema auseinandergesetzt. Gibsons Film beginnt im Garten Gezemane mit seiner Gefangennahme, schildert danach seine Leiden in der Gefangenschaft und endet schließlich mit der Kreuzigung. Rudimentäre Erklärungen zu einzelnen Personen oder Umständen werden nur in Form von kurzen Rückblenden präsentiert.

Um das unendliche Leid von Jesus Christus, das er in diesen seinen letzten Stunden erfahren musste, in Bewusstsein des Publikums zu rücken, setzt Regisseur Mel Gibson auf Brutalität und Blut. Jeder Peitschenhieb auf den Leib Christi wird bis ins letzte Detail dargestellt. Bei jedem Nagel, der durch seine Gebeine getrieben wird, hält die Kamera voll drauf. Als ihm, tot am Kreuz hängend, noch ein Speer in seine Bauchgegend gerammt wird, ergießt sich sekundenlang eine Blutfontäne über die Menschen. Gewalt pur also, die aber letztendlich ihre Wirkung verfehlt, da es der Film versäumt, das Publikum an die Hand zu nehmen und ihm die Gründe für die Tortur darzulegen. Zwar mögen die Hintergründe, die Vorgeschichte und alle beteiligten Personen für die Bibelfesten unter uns klar und selbstverständlich sein, doch was ist mit dem Teil des Publikums, dem eben dieses Vorwissen fehlt? Dieser Teil wird im Regen stehen gelassen und ihm werden zwei Stunden Gewalt vor die Füße geworfen, die er nicht ordentlich einzuordnen vermag. Anstatt des puren Gewaltexzesses wäre folglich ein bisschen mehr Vorgeschichte gut gewesen. Schon allein deshalb, weil die letzten zwölf Stunden dadurch dramaturgisch in einem ganz anderen Licht erschienen wären und intensiver auf den Zuschauer gewirkt hätten.

Bei der handwerklichen Umsetzung seines Films setzte Mel Gibson hauptsächlich auf Zeitlupen, die er zum Einen zur ausführlichen Dokumentation der Gewalt benutzt, aber auch um Stimmungen und Emotionen einzufangen. Allen voran natürlich die Mimik von Jesus Christus Darsteller James Caviezel. Um dem Film noch mehr Authentizität zu verleihen sind alle Dialoge in Aramäisch und Latein mit Untertiteln. Auch die hervorragende Arbeit der Maske soll hier nicht unerwähnt bleiben, die den von Wunden übersäten Körper von Jesus Tag für Tag in hervorragender Weise zurechtschminkten. Doch letztendlich sind es die Gewaltszenen von Die Passion Christi, die einem im Gedächtnis haften bleiben und den Gesamteindruck des Filmes prägen. Ob sie sinnlos sind oder nicht sei dahingestellt, sie hätten nur in ein umfassenderes Gesamtbild eingebettet werden müssen, um den Zuschauer auch zu ergreifen. So schocken sie einfach nur und verfehlen dadurch ihre Wirkung.

von Thomas Straßer


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