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Elephant(Elephant, 2003)
| Dt.Start: |
08. April 2004 DVD: 16. November 2004
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Premiere: |
18. Mai 2003 (Cannes Film Festival, Frankreich) |
| FSK: |
ab 12
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Genre: |
Drama |
| Länge: |
81 min
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Land: |
USA |
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Darsteller:
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Alex Frost (Alex), Eric Deulen (Eric), John Robinson (John McFarland), Elias McConnell (Elias), Jordan Taylor (Jordan), Carrie Finklea (Carrie), Nicole George (Nicole), Larry Laverty, Brittany Mountain (Brittany), Alicia Miles (Acadia), Kristen Hicks (Michelle), Bennie Dixon (Benny), Nathan Tyson (Nathan), Timothy Bottoms (Mr. McFarland), Matt Malloy (Mr. Luce) |
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Regie:
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Gus Van Sant |
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Drehbuch:
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Gus Van Sant |
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 Inhalt
Eine Gruppe von Jugendlichen erlebt einen ganz normalen Tag voller Arbeit, Sport, Gerüchten und Gesprächen in einer High School in Portland. Durch ein grausames Ereignis wird diese Alltagsroutine durchbrochen und zerstört. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Kurzkritik
von Thomas Brendel
Gus Van Sants Herangehensweise an das Phänomen Amoklauf ist ohne Frage bemerkenswert. In völligem Bewusstsein darüber, dass es für solche spontanen Ausbrüche jugendlicher Gewalt keine einfachen Erklärungsansätze gibt, verzichtet sein Film ganz gezielt auf derartige Versuche, sowie auf die Erstellung eines klischeehaften Täterprofils. Stattdessen widmet sich der Regisseur hier der Aufgabe, eine möglichst authentische Welt jugendlicher Alltagsprobleme zu erschaffen, die dann von einer Minute zur nächsten plötzlich aus ihren Fugen gerissen wird. In minutenlangen Kameraeinstellungen folgt der Zuschauer einer Gruppe von Teenagern durch die Windungen der Schulgänge, immer darum bemüht, dicht am Geschehen zu sein. Wenn das Blutbad dann schließlich beginnt, ist es diese Nähe zu den Protagonisten, die den Zuschauer das Schreckliche so intensiv miterleben lässt. Explizite Bilder hat der Film an dieser Stelle nicht mehr nötig. Der Effekt wäre jedoch noch bedeutend größer gewesen, hätte die Kamera den meist doch sehr distanzierten Blickwinkel auf die Figuren öfter mal verlassen.
Kurzkritik
von Markus Müller
Gus Van Sant nimmt sich ein brisantes Thema vor und setzt es so schlecht wie möglich um. Es kann viel von einer innovativen Herangehensweise gesprochen werden, wenn minutenlang die Rücken von durch lange Gänge schreitenden Schülern gezeigt wird, doch kann man dabei auch einmal ehrlich sein und zugeben, dass das unfassbar langweilig ist. Elephant ist ein einziger Leerlauf bei dem zu keinem Zeitpunkt wirklich klar wird, was er überhaupt vermitteln will. Die Charakterzeichnungen sind abstrakt, klischeebetont und uninteressant. Sympathieträger fehlen ebenfalls. Somit erzeugt der Film eine absolute Gleichgültigkeit. Jeder Versuch, dies als stilistisch beabsichtigt zu werten, muss bei genauer Betrachtung fehlschlagen. Langweilig, überflüssig, stupide - es gibt viele Begriffe, die den Film wunderbar zusammenfassen!
Kritik
von Daniel Licha
Trotz einer weitestgehend ordentlich ersten Stunde kann die Interpretation eines High School Massakers in den USA (immerhin mit der goldenen Palme ausgezeichnet) von My Private Idaho-Regisseur Gus Van Sant nicht wirklich überzeugen, da das Massaker selbst alles andere als realistisch und auch die Charaktere während des letzten Teilstücks sehr aufgesetzt wirken.
Ein Jahr nach seinem letzten Film Gerry (welcher es leider nicht in die deutschen Kinos geschafft hat) wagt sich der Good Will Hunting-Regisseur erneut an ein Independentprojekt, das letztes Jahr sogar mit der goldenen Palme in Cannes ausgezeichnet wurde. Dieses ist mit Laiendarstellern inszeniert worden und handelt von einem der, in den Nachrichten immer wieder hochgepushten, High-School-Massaker.
Es scheint ein ganz gewöhnlicher Schultag an einer typischen amerikanischen High School zu werden: Mädels machen sich Gedanken ob Jungs sie beobachten, Streber werden von ihren Mitschülern mit Papierkugeln beworfen, Schüler werden zum Direktor abkommandiert etc. Doch, dass der Großteil dieser Leute den Tag nicht überleben werden, damit konnte keiner rechnen.
In einem halbdokumentarischen Stil zeigt Gus Van Sant seine vom Columbine-Massaker inspirierte Geschichte einer High School. So sieht man in der ersten Stunde im Grunde nur das alltägliche Schulleben und gerade dies ist die Stärke des Filmes, denn wenn in den letzten 20 Minuten das Massaker beginnt bricht Elephant leider total ein, was vor allem an den Verhaltensweisen der Charakteren liegt.
Diese Figuren werden zwar von den Laiendarstellern (echte High-School-Schüler) glaubhaft verkörpert, aber das Verhalten, welches Gus Van Sant den einzelnen Schülern auf dem Leib geschrieben hat, ist alles andere als überzeugend. Und auch der plötzliche Abbruch des Filmes während des Massakers ist mir persönlich unverständlich gewesen.
Zwar ist die erste Stunde von Elephant im Großen und Ganzen recht ordentlich geworden, dies wird jedoch durch die Inszenierung des Massakers selbst zunichte gemacht, da der Film einen einfach nicht mitreißen kann und sich die Charaktere meiner Meinung nach eben alles andere als realistisch verhalten.  Weitere interessante Filme
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