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Elephant

(Elephant, 2003)

Dt.Start: 08. April 2004 Premiere: 18. Mai 2003 (Cannes Film Festival, Frankreich)
FSK: ab 12 Genre: Drama
Länge: 81 min Land: USA
Darsteller: Alex Frost (Alex), Eric Deulen (Eric), John Robinson (John McFarland), Elias McConnell (Elias), Jordan Taylor (Jordan), Carrie Finklea (Carrie), Nicole George (Nicole), Larry Laverty, Brittany Mountain (Brittany), Alicia Miles (Acadia), Kristen Hicks (Michelle), Bennie Dixon (Benny), Nathan Tyson (Nathan), Timothy Bottoms (Mr. McFarland), Matt Malloy (Mr. Luce)
Regie: Gus Van Sant
Drehbuch: Gus Van Sant


Inhalt

Eine Gruppe von Jugendlichen erlebt einen ganz normalen Tag voller Arbeit, Sport, Gerüchten und Gesprächen in einer High School in Portland. Durch ein grausames Ereignis wird diese Alltagsroutine durchbrochen und zerstört.
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Kritik

Elephant hat eine Wertung von 43%
Trotz einer weitestgehend ordentlich ersten Stunde kann die Interpretation eines High School Massakers in den USA (immerhin mit der goldenen Palme ausgezeichnet) von My Private Idaho-Regisseur Gus Van Sant nicht wirklich überzeugen, da das Massaker selbst alles andere als realistisch und auch die Charaktere während des letzten Teilstücks sehr aufgesetzt wirken.

Bild aus Elephant Ein Jahr nach seinem letzten Film Gerry (welcher es leider nicht in die deutschen Kinos geschafft hat) wagt sich der Good Will Hunting-Regisseur erneut an ein Independentprojekt, das letztes Jahr sogar mit der goldenen Palme in Cannes ausgezeichnet wurde. Dieses ist mit Laiendarstellern inszeniert worden und handelt von einem der, in den Nachrichten immer wieder hochgepushten, High-School-Massaker.

Es scheint ein ganz gewöhnlicher Schultag an einer typischen amerikanischen High School zu werden: Mädels machen sich Gedanken ob Jungs sie beobachten, Streber werden von ihren Mitschülern mit Papierkugeln beworfen, Schüler werden zum Direktor abkommandiert etc. Doch, dass der Großteil dieser Leute den Tag nicht überleben werden, damit konnte keiner rechnen.

In einem halbdokumentarischen Stil zeigt Gus Van Sant seine vom Columbine-Massaker inspirierte Geschichte einer High School. So sieht man in der ersten Stunde im Grunde nur das alltägliche Schulleben und gerade dies ist die Stärke des Filmes, denn wenn in den letzten 20 Minuten das Massaker beginnt bricht Elephant leider total ein, was vor allem an den Verhaltensweisen der Charakteren liegt.

Diese Figuren werden zwar von den Laiendarstellern (echte High-School-Schüler) glaubhaft verkörpert, aber das Verhalten, welches Gus Van Sant den einzelnen Schülern auf dem Leib geschrieben hat, ist alles andere als überzeugend. Und auch der plötzliche Abbruch des Filmes während des Massakers ist mir persönlich unverständlich gewesen.

Zwar ist die erste Stunde von Elephant im Großen und Ganzen recht ordentlich geworden, dies wird jedoch durch die Inszenierung des Massakers selbst zunichte gemacht, da der Film einen einfach nicht mitreißen kann und sich die Charaktere meiner Meinung nach eben alles andere als realistisch verhalten.

von Daniel Licha


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