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Voll Verheiratet-Regisseur Shawn Levys zweiter Film weiß schon wie Voll Verheiratet nicht zu überzeugen, da er viel zu klischeehaft und kitschig rüber kommt und es nicht verstand seinen Hauptakteur Steve Martin humorvoll in Szene zu setzen.
Zwei Jahre hintereinander gelang es Steve Martin nun mit seinen Filmen einen Überraschungshit in den USA zu landen. Letztes Jahr spielte sein Haus über Kopf - Betreten auf eigene Gefahr über 130 Mio. US Dollar ein und auch seine aktuelle Familienkomödie Im Dutzend billiger nimmt Kurs auf diese Marke. Weshalb dieses Remake des gleichnamigen Filmes von 1950 jedoch so beliebt ist, kann ich nicht nachvollziehen.
Tom und Kate Baker sind eine glückliche Familie mit zwölf Kindern. Als der Herr im Hause die Chance hat seinen lang ersehnten Berufswunsch - Footballtrainer in Chicago - zu verwirklichen ziehen er und seine Frau unter erheblichem Protest der Sprösslinge nach Chicago. Als Kate kurzfristig auch die Möglichkeit bekommt, ihr Buch groß raus zu bringen und auf Buchtour zu gehen, bleibt Tom alleine beim Nachwuchs und ist mit den Nerven schnell am Ende.
In dieser Geschichte war sicherlich Potential für eine turbulente Familienunterhaltung vorhanden, jedoch zündet der Film nicht wirklich. Die Story wird viel zu träge dargebracht und bis man endlich mal in Chicago ist, vergeht schon eine ganze Weile. Hinzu kommt, dass der Film sich mal wieder nicht entscheiden kann ob er jetzt eine Komödie oder ein moralischer Familienfilm sein will. Der Großteil des Filmes spielt sich eher im zuletzt genannten Bereich ab und das strapaziert die Nerven ungemein, denn die Moral von der Geschicht' wird dermaßen mit dem Holzhammer rüber gebracht, dass es nach einiger Zeit auf die Nerven geht.
Aber auch in Sachen Humor konnte mich Im Dutzend billiger nicht überzeugen. Die meisten Wortwitze sind einfach viel zu brav und wie man deutlich merkt an das jüngere Publikum, die kleinen Kids, gerichtet. Ein älteres Publikum wird es, mit wenigen Ausnahmen, schwer haben, über diese Albernheiten zu lachen und sich wirklich zu amüsieren, denn mehr als ein Schmunzler ist kaum drin. Das Positive an diesem netten Humor ist jedoch, dass man zum Glück auf unwitzige platte Einlagen, sowie dem modernen Fäkalhumor komplett verzichtet hat.
So sympathisch die Charaktere des Filmes auch sind: Die Darsteller sind grenzenlos unterfordert und man merkt ihnen das auch deutlich an. Vor allem Steve Martin kann sichtlich mehr als er in seiner Rolle zeigt und auch Bonnie Hunt haben wir alle schon witziger in Erscheinung treten sehen. Ebenso die süße Piper Perabo, die ihr durchaus vorhandenes Talent leider nur sehr spärlich zum Einsatz bringen durfte. Superman Tom Welling und Ashton Kutcher waren mit die Einzigen, bei denen man sagen könnte, dass sie in ihre Rolle passten und man auch nicht den Eindruck hatte, dass sie viel mehr auf die Beine stellen wollen.
Auch für Fans von Kinderfilmen, zu denen ich mich persönliche zähle, werden von Im Dutzend billiger enttäuscht werden, da dieser Film leider nur wenig Unterhaltsames bietet und ohne große Höhepunkte vor sich hinplänkelt. Lieber den Kauf der Kinokarte sparen und sich Der Kindergarten Daddy ausleihen, da hat man mehr davon. |