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Monster

(Monster, 2003)

Dt.Start: 15. April 2004
DVD: 04. Oktober 2004
Premiere: 16. November 2003 (USA)
FSK: ab 16 Genre: Drama
Länge: 110 min Land: USA
Darsteller: Charlize Theron (Aileen Wuornos), Christina Ricci (Selby Wall), Bruce Dern (Thomas), Scott Wilson (Horton Rohrbach), Lee Tergesen (Vincent Corey), Pruitt Taylor Vince (Gene), Annie Corley (Donna Tentler), Marco St. John (Evan), Bubba Baker (Cubby), Mark Macaulay (Will Grueser), Brett Rice (Charles), Robb Chamberlain (Staatsanwalt), Chandra Leigh (Aufseherin), Catherine Mangan (Justy), Christian Strokes (Motorradfahrer), Tim Ware (Chuck)
Regie: Patty Jenkins
Drehbuch: Patty Jenkins


Inhalt

Nach einer Kindheit voller Missbrauch und Drogen landet Aileen Wuornos auf dem Straßenstrich Floridas, wo hauptsächlich Trucker zu ihren Kunden zählen. Gleichzeitig führt sie ein Beziehung mit Selby und beginnt damit, die Kunden zu töten, die sie vergewaltigen wollen.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Monster hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 53%
Kurzkritik
von Markus Müller
Wertung von 50 für Monster

Eigentlich steht die Frage im Mittelpunkt, ob eine dumme, asoziale und hässliche Prostituierte, die Männer umbringt und eine lesbische Beziehung zu einer unscheinbaren Außenseiterin hat, interessant genug für einen Film ist. Nun, auf den ersten Blick ließe sich das vermuten, doch in der Inszenierung von Patty Jenkins verliert der Zuschauer durch einige dramaturgische Schwächen schon bald das Interesse an dem Leben von Aileen Wuornos. Kaum einer würde sich für Monster interessieren, hätte man nicht Charlize Theron hässlich gemacht und ihr Christina Ricci in einer kaum weniger abstoßenden Rolle an die Seite gestellt. Die Einblicke in die Psyche der Täterin bleiben oberflächlich, was nicht verwerflich ist, schließlich ist Wuornos kaum zuzutrauen, dass sie zu intelligenten Reflexionen im Stande war. Fatal ist, dass der Film versucht, das Handeln der Killerin nicht nur nachvollziehbar zu machen, sondern zu rechtfertigen. Am Ende bleibt dennoch ein Film, der schauspielerisch absolut überzeugend ist und zumindest ambitioniert die Geschichte einer Mörderin erzählt und dabei konsequent abstoßend und ekelerregend ist.

Kritik

von Daniel Licha
Monster hat eine Wertung von 55%
Zwar liefern die beiden Hauptdarstellerinnen Charlize Theron und Christina Ricci großartige Leistungen ab, dafür gelang es Patty Jenkins leider nicht, in Sachen Inszenierung zu überzeugen, da sie es verpasste, den Film frei von vielen Klischees zu halten. So verkümmern leider einige Charaktere nur zu Stichwortgebern und haben nicht die nötige Tiefe für einen Film wie diesen.

Bild aus Monster Regiedebütantin Patty Jenkins wählte sich für ihr erstes Projekt die wahre Geschichte der männermordenden Serienkillerin Aileen Wuornos aus und konnte für die Hauptrollen sogar die beiden namhaften Stars Christina Ricci und Charlize Theron gewinnen. Letztere wurde bei diesjährigen Oscarverleihung sogar als beste Hauptdarstellerin für ihre Arbeit in Monster ausgezeichnet. Die Frage ist jedoch, ob der Film nur von der Darstellerleistung lebt, oder auch sonst sehr gelungen ist. Ich tendiere leider zu Ersterem.

Wenn sie nicht in fünf Minuten etwas findet, dass ihr Leben lebenswert macht, bringt sie sich um; das hat die Prostituierte Aileen Wuornos kurz bevor sie in eine Bar geht, beschlossen. Und wie der Zufall es so will, lernt sie dort Selby Wall kennen, welche sich sofort in Aileen verliebt. Die Beiden beginnen eine leidenschaftliche Beziehung, welche jedoch von diversen Schwierigkeiten wie Selbys konservativen Eltern und Aileens Mord an einem Freier, der sie vergewaltigen wollte, getrübt wird.

Die Geschichte über zwei Außenseiterinnen, die zusammenfinden ist im Grunde immer guter Filmstoff gewesen. Hier jedoch enttäuscht das Ganze ein wenig, denn man erwartet bei einer so ernsten Geschichte schon etwas mehr Charaktertiefe. Zwar ist die bei Aileen Wuornos durchaus vorhanden, jedoch leiden darunter die anderen Figuren, die sehr klischeehaft angelegt wurden und mehr oder weniger nur als Stichwortgeber fungieren.

Die Inszenierung von Patty Jenkins kann sich jedoch weitestgehend sehen lassen, so gelingt es ihr, eine düstere, fast aussichtslose Atmosphäre zu erzeugen, die einen immer wieder mitnimmt. Leider ufert dies manchmal zu weit aus. Vor allem der Mittelteil, der den Film weder voran bringt, noch etwas über Wuornos Leben, beziehungsweise ihre Gefühle aussagt, hätte ein ganzes Stück kürzer ausfallen können.

Was einen jedoch einige Male zum Staunen versetzt, ist das großartige Spiel der beiden Hauptdarstellerinnen. Dabei will ich jetzt nicht nur Charlize Theron hervorheben, die mich hier das erste Mal durchweg überzeugte und den Oscar sicherlich auch verdient hat, denn auch ihr Gegenpart wurde mit Christina Ricci perfekt besetzt.

Trotzdem machen diese großartigen Darstellerleistungen Monster noch nicht zu einem gelungenen Film, da die Nebencharaktere leider dermaßen klischeehaft kreiert wurden und man sich auch ein wenig kürzer hätte fassen können. Aber allein die Darbietungen von Theron und Ricci sind es schon wert sich den Film anzusehen.



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