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Wohl der bisher dümmlichste Film des Jahres. Dennoch ist es gerade dieser Blödheit zu verdanken, dass Autobahnraser nicht ganz untergeht. Zudem sorgen neben einigen witzigen Einlagen auch noch die schnuckeligen Mädels für einen gewissen Unterhaltungswert.
Nachdem die beiden eher durchwachsenen The Fast and the Furious Teile hierzulande recht erfolgreich liefen, setzten nun auch die deutschen Produzenten auf den Trend der Autoraserfilmchen: Der erste in einer Reihe von drei Filmen ist Autobahnraser, welcher nicht nur auf Action, sondern auch auf eine gehörige Portion Humor setzt.
Als Jungpolizist Karl-Heinz die Verfolgungsjagd nach Autodieben in den Sand setzt, wird er von seinem Vorgesetzten Schmidt-Janke zum Blitzen abkommandiert. Dort findet er eher zufällig heraus, wo die bekannten Autobahnraser sich treffen und schleust sich undercover in deren Gruppe ein. Jedoch hätte er sich nicht träumen lassen, dass ihm das Raserleben so einen Spaß machen würde. Was würden jedoch seine neuen Kumpels sagen, wenn sie erfahren, welchen Beruf er ausübt.
Warum viel Zeit für ein Drehbuch aufwenden, wenn es doch erheblich einfacher ist, schlichtweg die Story von The Fast and the Furious zu kopieren und das noch eher schlecht als recht. Dabei hat man sich sichtlich Mühe gegeben diese Adaption zu vertuschen, indem man das Genre von Action in Komödie ändert. Gebracht hat es leider nicht viel, denn die Story bleibt damit genau so blass, wie beim amerikanischen Original. Dass man jedoch zur Komödie übergegangen ist, empfinde ich persönlich als einen gelungenen Schritt, denn so muss man nicht nur hirnlose Dialoge anhören, sondern hat wenigstens zwischendurch aufgrund einiger Gags etwas zu Lachen. Schade jedoch, dass deren Trefferquote gerade mal bei 30 - 40 % liegt und man die meisten schon aus dem Trailer kennt. Ebenso ist es mir ein Rätsel, warum es dem Film gerade wegen seines teilweise unterirdischem Humors gelingt, den Zuschauer einige Male richtig herzhaft zum Lachen zu bringen.
Überraschend gut waren meines Erachtens die Effekte des Filmes, bedenkt man, dass es sich um eine deutsche Produktion handelt, deren Budget sich bei Weiten nicht mit US-Filmen messen kann. Die Verfolgungsjagden sind gut choreographiert und auch die Unfälle sehen überzeugend aus, auch wenn teilweise ziemliche peinliche Filmfehler auffallen.
Bei den Darstellern hat man es sich, wie schon bei Motown ziemlich einfach gemacht und beinahe fast jeden Soapstar aufgetrieben der zur Verfügung war. Im Gegensatz zum genanntem Film, ging das Konzept diesmal völlig in die Hose, denn fast ohne Ausnahme liefern alle Darsteller übelste Leistungen ab, was durch die oberflächlichen Charaktere noch verstärkt wird. Immerhin hat man beim Girlsfaktor ein gutes Auge bewiesen, da die weiblichen Hauptdarstellerinnen (allen voran die zuckersüße Henriette Richter-Röhl) ihren Zweck erfüllen.
Teilweise wird der Zuschauer durch seine Sympathie, einigen netten Gags, den Actionszenen und den Girls ganz gut unterhalten und daher kommen die Autobahnraser in der Gesamtbewertung noch einmal mit einem blauen Auge davon. Immerhin hat man im Vergleich zum Vorbild The Fast and the Furious die Nase vorne, was allerdings auch keine große Kunst ist. |