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Nicht so gut wie der erste Teil, aber trotzdem unterhaltsam - so präsentiert sich die visuell verspielte Fortsetzung von Die Purpurnen Flüsse. Das neue formierte Duo Reno-Magimel ermittelt in gewohnt düsterer Atmosphäre an furchteinflößenden Schauplätzen und muss erneut einen hochgradig mysteriösen Fall lösen.
Der große Erfolg der französischen Produktion Die Purpurnen Flüsse im Jahre 2001 animierte Produzent Ilan Goldman dazu, eine Fortsetzung auf den Weg zu bringen. Leider konnte man sich dabei nicht auf einen weiteren Roman von Jean Christophe Grange stützen, sondern musste selbst eine Geschichte entwickeln. Zu diesem Zweck wurde Frankreichs Erfolgsgarant Luc Besson ins Boot geholt, der sich für den Ermittler Pierre Niemans einen neuen kniffligen Fall mit religiösem Hintergrund ausdachte. Wie schon im ersten Teil, ist Jean Reno in der Rolle des Niemans zu sehen, jedoch wurde sein ehemaliger Partner Vincent Cassel, in der Fortsetzung durch Benoit Magimel ersetzt. Auch hinter der Kamera gab es eine wichtige Änderungen, da bei Die purpurnen Flüsse 2 - Die Engel der Apokalypse nicht mehr Matthieu Kassovitz, sondern der ehemalige Clipspezialist Olivier Dahan auf dem Regiestuhl sitzt.
Die Fortsetzung von Die Purpurnen Flüsse spielt im idyllischen Lothringen und beginnt damit, dass Kommissar Niemans (Jean Reno) in einem Kloster eine in die Wand eingemauerte Leiche vorfindet. Bei seinen Ermittlungen stößt er auf eine Sekte, die sich um einen Führer schart, der sich selbst Jesus nennt. Zur gleichen Zeit greift der junge Inspektor Reda (Benoit Magimel), den als vermisst geltenden und schwer verletzten Jesus auf, und bringt ihn in ein Krankenhaus. Als er ihn vernehmen will, kann er gerade noch verhindern, dass ein Mann in Mönchskutte den Sektenführer umbringt. Beim Versuch den vermeintlichen Mönch zu stellen, hat er jedoch das Nachsehen, da dieser scheinbar übermenschliche Kräfte besitzt. Zurück am Krankenbett trifft er auf seinen ehemaligen Ausbilder Kommissar Niemans, der den Sektenführer bereits vernimmt. Die Beiden arbeiten fortan bei den Ermittlungen zusammen und konzentrieren sich dabei auf seltsame Vorgänge in dem bereits erwähnten Kloster und der nahegelegenen Maginot-Linie, einer riesigen, unterirdischen Verteidigungsanlage aus dem Zweiten Weltkrieg.
Die Fortsetzung Die purpurnen Flüsse 2 - Die Engel der Apokalypse bleibt den Grundprinzipen des ersten Teils treu und so wird das Publikum erneut mit einer düsteren Atmosphäre überzogen und an furchteinflößende Schauplätze entführt. Kommissar Niemans steht auch im zweiten Teil ein viel jüngerer Kollege zur Seite, der sich mehr um die groben Angelegenheiten der Polizeiarbeit kümmert. Olivier Dahans Arbeit ist visuell verspielter als die von Matthieu Kassovitz, wodurch teilweise die Handlung etwas in den Hintergrund gedrängt wird. Diese ist wieder von mysteriösen Elementen geprägt, geht aber in manchen Punkten leider etwas zu weit über die Grenze der Glaubwürdigkeit hinaus. Deshalb ist es sogar positiv zu bewerten, dass der Film lieber optisch verwöhnt, als sich mit der etwas unglaubwürdigen Handlung zu beschäftigen. Im Großen und Ganzen kommt die Fortsetzung nicht ganz an den ersten Teil heran. Nichtsdestotrotz werden die Fans auf ihre Kosten kommen. |