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Pieces of April - Ein Tag mit April Burns

(Pieces of April, 2003)

Dt.Start: 19. Februar 2004 Premiere: 19. Januar 2003 (Sundance Film Festival, USA)
FSK: ab 6 Genre: Komödie
Länge: 80 min Land: USA
Darsteller: Katie Holmes (April Burns), Patricia Clarkson (Joy Burns), Oliver Platt (Jim Burns), Derek Luke (Bobby), Alison Pill (Beth Burns), John Gallagher Jr. (Timmy Burns), Alice Drummond (Grandma Dottie), Sean Patrick Hayes (Wayne), Sisqo (Latrell), Lillias White (Evette), Isiah Whitlock jr. (Eugene)
Regie: Peter Hedges
Drehbuch: Peter Hedges


Inhalt

April Burns gilt als schwarzes Schaf ihrer Familie und hat sich deswegen mit ihrem Freund Bobby eine Wohnung in New York genommen. Anlässlich des Erntedankfestes lädt sie ihre siebenköpfige Familie in ihr kleines Heim ein und versucht ihnen ein Festmahl zu servieren. Doch der ehrgeizige Plan scheitert schon am kaputten Ofen und so muss sich April in ihrer Nachbarschaft eine Kochgelegenheit suchen.
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Kritik

Pieces of April - Ein Tag mit April Burns hat eine Wertung von 61%
Im Grunde handelt es sich hier um eine sympathische kleine Independent-Tragikomödie, die sowohl von ihren schrulligen Charakteren, als auch von den ordentlichen Darstellern lebt. Jedoch macht der Film auf halber Strecke schlapp und kann nicht die komplette Laufzeit überzeugen.

Bild aus Pieces of April - Ein Tag mit April Burns 2003 scheint das Jahr für Patricia Clarkson gewesen zu sein, denn neben den mit Preisen überhäuften Filmen Dogville und The Station Agent wurde sie für ihre Leistung in diesem kleinen Independentfilm sogar zum ersten Mal für den Oscar als beste Nebendarstellerin nominiert.

April Burns ist alles andere als eine Vorzeigetochter für ihre Familie, schließlich war sie schon mit einem Drogendealer zusammen und ist auch sonst ziemlich rebellisch. Aus diesem Grunde ist es nicht überraschend, dass sich April mit ihrem neuen Freund eine eigene Wohnung zulegte um sich komplett von der Familie abzukapseln. Höflicherweise hat sie dennoch ihre gesamte Verwandtschaft zum Thanksgivingessen eingeladen. Während April verzweifelt feststellt, dass die nie benutze Backröhre defekt ist, ist ihre Familie schon unterwegs und vertreibt sich mit der Auflistung von Aprils Fehlern die Zeit.

Inhaltlich weiß diese episodenhaft erzählte Geschichte zu überzeugen, wobei vor allem Aprils verzweifelte Suche nach einem freien Ofen hervorzuheben ist. Ebenso amüsant ist es aber auch der lästernden Familie um Aprils todkranker Mutter bei der Anreise zu beobachten. Die kleine Nebenhandlung mit Derek Luke bei der Suche nach einem geeigneten Anzug, fand ich persönlich überflüssig. Die Zusammenkunft der Episoden habe ich mit gemischten Gefühlen betrachtet, da das Ganze in Sachen Zusammenhalt wirklich rührend ist, jedoch zu überzeichnet in Szene gesetzt wurde, so dass es schon wieder kitschig wirkte.

Wenn dieser Film von etwas lebt dann von seinen schrulligen Charakteren und den vielen humorvollen Sprüchen in der ersten Hälfte. Es macht einfach Spaß Aprils Annäherungen zu den Nachbarn zu beobachten und auch die Sprüche bei den Lästereien ihrer Familie sind so fies, dass man des Öfteren zum Lachen angeregt wird. Jedoch kann sich dieses Niveau nicht halten, denn nach gut der Hälfte des Filmes gingen den Machern wohl die Ideen für neue Charaktere bzw. Lästereien aus. Ab diesem Zeitpunkt zieht sich Pieces of April - Ein Tag mit April Burns trotz der geringen Laufzeit unerträglich in die Länge.

Auch bei den Darstellern hab ich den Film sehr gemischt aufgenommen: Während mich Katie Holmes äußerst positiv überraschte, so war ich enttäuscht, dass das Antwone Fisher Talent Derek Luke, nach den Biker Boyz schon zum zweiten Mal einen wenig ausgefeilten Charakter verkörpern musste. Patricia Clarkson gefiel mir gut, aber ich frage mich schon, ob denn ihre Leistung eine Oscarnominierung würdig war? Ich denke nicht.

Die sympathische und teilweise auch sehr charmante Tragikomödie hat mit den ungewöhnlichen Charakteren der Nebenakteure und dem in der ersten Hälfte prima funktionierenden Humor durchaus viel Positives zu bieten. Da sich aber trotz einer Spielzeit von 80 Minuten ab einem gewissen Punkt Langeweile einstellt, fehlt Pieces of April - Ein Tag mit April Burns noch einiges zu einem wirklich guten Film.

von Daniel Licha


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