And Another Teen Movie, das sich ungeniert bei seinen Vorreitern bedient und mit unoriginellen sowie klischeebehafteten Charakteren eher langweilt als zu unterhalten. Auch der Oscar-Nominierten Scarlett Johannson gelingt es auf Grund ihrer hölzernen Figur nicht, den Film in irgendeiner Weise sehenswert zu machen.
Kaum eine Woche vergeht heutzutage, ohne dass in den deutschen Kinos ein Teeniefilm anläuft. Aufgrund dieser Übersättigung ist es auch kein Wunder, dass deren Qualität, mit wenigen Ausnahmen, von Woche zu Woche sinkt. Dass Voll gepunktet alles andere als eine perfekte Punktzahl ist, überrascht daher nicht sonderlich.
Sechs Jugendliche mit Interessen die unterschiedlicher gar nicht sein könnten, sind die Hauptcharaktere dieses Filmes. Jedoch haben sie eine Gemeinsamkeit: Sie müssen den SAT-Test bestehen, der in den USA von der Hälfte aller High School Abschlussklassen durchgeführt wird. Aus Angst diesen Test zu versauen, wollen sie vor der Prüfung die Antworten des Tests stehlen, um die volle Punktzahl im SAT zu erreichen.
Diese Geschichte hätte durchaus das Potential gehabt, um eine witzige Komödie zu kreieren. Die Drehbuchautoren schienen jedoch anderer Meinung gewesen zu sein und schrieben im Grunde nur den typischen Einheitsbrei herunter und vergaßen dabei fast jeglichen Humor, ebenso wie Charaktere mit denen man sich identifizieren kann. Die unoriginellen Ereignisse die unsere sechs Helden während ihrem großem Coup meistern müssen, sind dementsprechend so langweilig, dass man trotz der kurzen Laufzeit, den Blick kaum von der Uhr nehmen kann.
Die darstellerischen Leistungen waren noch ganz in Ordnung, wobei man bei solch einfach geschriebenen Charakteren kaum etwas Großes leisten muss. Scarlett Johannson gelingt es wenigstens ihre Rolle sehr überzeugend rüber zu bringen. Jedoch gibt ihr der Film nicht die Möglichkeit sich so zu entfalten, wie bei ihren großen Leistungen in Lost in Translation und Das Mädchen mit dem Perlenohrring. Der Rest des Casts wurde einfach nach dem üblichen Strickmuster besetzt und so können wir uns über die üblichen Charaktere wie den Basketballstar, die Streberin, die Rebellin und den Dauerkiffer freuen.
Festzuhalten bleibt, dass Voll gepunktet nicht mal ansatzweise punkten kann, da er sich in Langeweile und Klischees verliert, die man schon tausend Mal in anderen Filmen gesehen hat. Da man immerhin auf Fäkalhumor verzichtet hat, hält sich das Desaster noch in Grenzen.