Wen würde man wählen, wenn der beliebteste Präsident aller Zeiten für das Bürgermeisteramt in einem kleinen Städtchen gegen den örtlichen Handwerker antritt. Diese Frage stellt sich Regisseur Donald Petrie, indem er Gene Hackman und Everybody loves Raymond-Serienhelden Ray Romano in dieser sympathischen, aber harmlosen Komödie gegeneinander antreten lässt.
Nach seiner überaus gelungenen Komödie Wie werde ich ihn los - in 10 Tagen? bleibt Regisseur Donald Petrie seinem Genre treu. Wenn man den Trailern glauben darf, erwartet uns nämlich mit Willkommen in Mooseport wieder eine überaus witzige Geschichte die zudem mit Gene Hackman und Ray Romano in den Hauptrollen prominent besetzt ist.
Monroe Cole hat nach zwei Amtsperioden als US-Präsident seinen Ruhestand wohl verdient, gilt er doch laut Umfragen als beliebtester Präsident aller Zeiten. So lässt er sich gemütlich in einem kleinen Städtchen namens Mooseport nieder. Als ihm einige Einwohner das Bürgermeisteramt anbieten, packt ihn der Ehrgeiz und er lässt sich aufstellen. Sein einziger Konkurrent ist der Handwerker Handy Harrison, welcher sich aus Konkurrenzgründen von seiner Freundin aufstellen lässt. Sieht nach einem leichten Spiel für den ehemaligen US-Präsidenten aus, doch auf dem Land sind die Regeln nun mal anders.
Die Geschichte des Films hätte durchaus Potential, zumal sie sehr innovativ und zugleich witzig erscheint. Jedoch scheint der Regisseur soviel wie möglich in den Film packen zu wollen, was die Qualität sichtlich schmälert, da fast alles nebenbei geschieht. So zum Beispiel die ganzen Beziehungsgeschichten und im Grunde alles, was in den Köpfen der einzelnen Charaktere vorgeht. Des Weiteren fehlt aufgrund der vielen Nebensächlichkeiten auch der Humor, welcher nur sehr spärlich in Erscheinung tritt.
Dafür muss man jedoch sagen, dass alle Figuren des Filmes, egal wie fies sie sind, überaus sympathisch rüber kommen, was den Charme sichtlich erhöht. Das wird durch die gut aufgelegten Darsteller noch verstärkt. Herauspicken muss man aus diesem Ensemble sicherlich Gene Hackman, der hier eine souveräne Leistung als erfolgsverwöhnter Präsident abgibt. Aber auch die Nebenrollen wie Mole Fred Savage oder Rip Torn als Promotionagent des Präsidenten können durch ihre Darbietung für einige Schmunzler sorgen.
Dennoch bleibt festzuhalten, dass das Gesamtergebnis relativ unbefriedigend ist, denn man bekommt weder eine gute Komödie geliefert, geschweige denn irgendeine Besonderheit, welche diesen Film vom Standart abheben könnte. Immerhin können Darsteller und der nur selten wirklich aufblitzende Humor noch entschädigen, so dass man es nicht bereut sich diesen Film angesehen zu haben.