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Back to Gaya

(Back to Gaya, 2004)

Dt.Start: 18. März 2004
DVD: 24. September 2004
Premiere: 18. März 2004 (Deutschland)
FSK: ab 6 Genre: Animation
Länge: 97 min Land: Deutschland
Darsteller: Michael Herbig (Buu), Vanessa Petruo (Alanta), Sebastian Höffner (Zeck), Torsten Münchow (Zino), Bodo Wolf (Prof. N. Icely), Heide Bartholomäus (Susi), Gerald Paradies (Fred), Friedrich Schoenfelder (Albert), Wolfgang Völz (Bürgermeister), Hartmut Neugebauer (Brampf), Uwe Büschken (Chad), Melanie Pukass (Valerie), Marion von Stengel (E.N.I.A.C.), Lutz Schnell (Taxifahrer), Michael Nowka (Ken)
Regie: Lenard Fritz Krawinkel
Drehbuch: Bob Shaw, Donald McEnery, Jan Berger


Inhalt

In der animierten Fernsehserie "Die Abenteuer von Buu & Zino" müssen sich die beiden Serienhelden in der paradiesischen Serienwelt Gaya stets mit ihren drei Widersachern Galger, Zeck und Brampf messen. Eines Tages wird diese Routine jedoch durch den wahnsinnigen Professor N. Icely durchbrochen. Er will Gaya ins Verderben stürzen, indem er den magischen Stein Dalamit, der die Lebensgrundlage der Gayaner bildet, in die Realität entführt. Selbstverständlich sind Buu und Zino zur Stelle, um Gaya zu retten.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Back to Gaya hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 21%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Markus Ostertag
Back to Gaya hat eine Wertung von 21%
Der erste komplett digitalisierte Film aus deutschen Landen, sollte zeigen, dass man im CGI-Bereich gegen Hollywood ankommt. Doch hat man wieder mal den Mund zu voll genommen und so entwickelt sich der Promotion-Spruch "An Indiana Jones for kids with the technique of Toy Story and the writing team of A Bug's Life" zum Boomerang, denn mit keinem der drei Filme kann sich dieser Streifen auch nur ansatzweise messen. Mit Back to Gaya zeigt man höchstens einmal mehr die Qualität von Filmen wie Shrek - Der tollkühne Held oder Findet Nemo.

Bild aus Back to Gaya "Hollywood gibt den Sehstandard vor - eine solche Qualität erwartet der Zuschauer, der acht Euro für eine Kinokarte zahlt", sagt Regisseur Lenard Krawinkel. "Diesen Standard gilt es zu erreichen [...]". Leider hat er sich seine eigenen Worte wohl nicht zu Herzen genommen, denn trotz einiger zugedrückter Augen hat Back to Gaya das Prädikat CGI-Film mit heutigem Standard einfach nicht verdient!

Die Story klingt nicht unwitzig: Der Erfinder der Zeichentrickserie "Die Abenteuer von Buu & Zino" hat nach 233 Folgen eine Schreibblockade und ist verzweifelt auf der Suche nach der Geschichte für Folge 234. Zu diesem Zeitpunkt ahnt er noch nicht, dass sich seine Serienhelden schon selbst mitten im nächsten Abenteuer befinden. Buu und Zino leben in Gaya einem traumhaften Land, welches nur durch einen Zauberkristall, den so genannten "Dalamiten", existieren kann. Genau auf diesen Dalamiten hat es der - in der realen Welt lebenden - böse Professor N. Icely abgesehen. Dieser versucht durch ein Wurmloch den Stein in die reale Welt zu holen, doch auch einige Gayaner werden unplanmäßig mit in die reale Welt gezogen und so sehen sich Buu, Zino, die hübsche Königstochter Alanta und die drei Schnurks (fiese Bösewichte, die jedes Mal gegen Buu und Zino den Kürzeren ziehen) auf einmal in der realen Welt wieder. Dort versuchen sie den Dalamiten zu finden und wieder nach Gaya zurückzubringen.

Die Geschichte erscheint zwar nicht sonderlich spektakulär, aber hätte dennoch Potential. Doch leider wird genau dieses durch dümmliche, schwachsinnige Dialoge und 08/15-Charaktere zerstört. Buu ist der verrückte, aber intelligente Erfinder und steht immer im Schatten von Zino. Dieser wiederum ist nicht gerade der hellste Kopf, aber dafür ein Schleimer und Zufallsheld, wie er im Buche steht. Fehlen darf natürlich nicht, die schöne Alanta, die sich gegen ihren Vater durch Emanzipation zur Wehr setzen will. Um das Portfolio an Standardfilmcharakteren zu füllen, hätten wir noch die drei Bösewichte, die Schnurks, die nie gegen Buu & Zino ankommen.

Doch nicht nur die Charaktertiefe lässt schwer zu wünschen übrig, auch die wieder einmal pseudomäßig verkauften Aussagen des Filmes hängen einem nach einer guten Stunde schon so zum Hals raus. Interessant ist auch das Verhalten der Gayaner in der realen Welt. Alles ist für sie selbstverständlich: Man bedient Feuerlöscher und kennt sich mit jeglichen technischen Spielereien der Menschen aus. Auch hier hätte ich mir mehr Intelligenz in dem Film gewünscht, aber spätestens bei der Ankunft im Haus der Erfinders der Zeichentrickserie und die dort folgenden Dialoge, war mir klar, dass es nicht mehr schlechter werden könnte.

Wie ich anfänglich schon angedeutet hatte, ist es aber nicht nur das Drehbuch, welches den Film nicht im besten Licht erscheinen lässt. Auch die Animationen des Film haben bei den heutigen Standards einfach nichts mehr zu suchen: Das Intro - eine Kamerafahrt durch Gaya - wirkt wie die schlechte Animation in einem Computerspiel aus den 90er Jahren und kann keinen CGI-Freak aus der Reserve locken oder gar begeistern. Gerade hier verstehe ich nicht, warum man nicht mehr Liebe zum Detail gezeigt hat, denn auch während des kompletten Films wirkten die Animationen einfach nur schwach. Hier haben Filme wie Findet Nemo oder Shrek - Der tollkühne Held den Standard einfach ganz klar festgelegt und wenn man sich daran nicht messen kann (und Back to Gaya ist meilenweit davon entfernt), dann sollte man sich ernsthaft überlegen, ob ein solcher Film Sinn macht.

Bis auf wenige Witze ist Back to Gaya einfach nur ein weiteres Beispiel in der dunklen Geschichte des deutschen Films. Selbst Michael "Bully" Herbigs Stimme kann bei diesem Trauerspiel nichts mehr retten und so kann man nur auf bessere Zeiten hoffen. Ich persönliche freue mich jetzt auf Shrek 2 - Der tollkühne Held kehrt zurück, denn hier bekomme ich CGI aller erster Güte und mit so was muss man sich heutzutage einfach messen können, um zu bestehen.



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