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Bekenntnisse einer Highschool Diva

(Confessions of a Teenage Drama Queen, 2004)

Dt.Start: 12. August 2004
DVD: 03. November 2004
Premiere: 20. Februar 2004 (USA)
FSK: o.A. Genre: Komödie
Länge: 90 min Land: USA
Darsteller: Lindsay Lohan (Lola), Adam Garcia (Stu), Glenne Headly (Karen), Alison Pill (Ella), Carol Kane (Miss Baggoli), Eli Marienthal (Sam), Megan Fox (Carla), Sheila McCarthy (Mrs. Gerard), Tom McCamus (Calum), Richard Fitzpatrick (Mr. Gerard)
Regie: Sara Sugarman
Drehbuch: Gail Parent


Inhalt

Mary Elizabeth Cep alias Lola ist der beliebteste Mädchen an ihrer Schule in New York. Nach dem Umzug in einen Vorort, muss sie an ihrer neunen Schule feststellen, dass die hübsche Carla Santini ihren Platz als Everybodys Darling inne hat. Um sich ihren rechtmäßigen Status zurückzuerobern, versucht Lola in der Schulaufführung von "Pygmalion" die Hauptrolle zu ergattern. Carla will die Rolle verständlicherweise selbst gerne spielen und holt zum Gegenschlag aus.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Bekenntnisse einer Highschool Diva hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 40%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Martin Buchholz
Bekenntnisse einer Highschool Diva hat eine Wertung von 40%
Achtung, freiwillige Selbstkontrolle: Dieser Film ist für Zuschauer über 12 Jahren nicht geeignet. Denn das Leben und die Probleme eines Teenagers sind wohl nur für Gleichaltrige nachzuvollziehen und spannend anzusehen. Für den Rest der Kinozuschauer können diese 90 Minuten zu einer Ewigkeit mutieren.

Bild aus Bekenntnisse einer Highschool Diva Das ist wirklich ein Film, der es mir als Kritiker nicht ganz leicht macht. Als Kinozuschauer könnte ich leicht ein Urteil fällen: langweilig, belanglos und realitätsfremd, ein völlig unnötiger Film. Aber als Kritiker bin ich ja zur Objektivität verpflichtet, und objektiv gesehen muss ich zugeben, dass der Film für seine Zielgruppe wohl ein Treffer ins Schwarze ist.

Um mal kurz die Handlung zu umreißen: Es geht um Lola, ein bisschen eingebildet, ein bisschen abgehoben aber im Grunde doch ein ganz normaler Teenager. Eben diese Lola muss von New York nach New Jersey ziehen. An ihrer neuen Schule lernt sie schnell Freunde kennen, aber auch Rivalinnen, die ihr die Hauptrolle in einer Schulaufführung streitig machen wollen. Dann trennt sich zu allem Überfluss auch noch ihre Lieblingsgruppe, und das Abschiedskonzert in New York ist natürlich schon ausverkauft.

Ja, um solche weltbewegenden Probleme dreht sich Bekenntnisse einer Highschool Diva. Es wird gesungen, gelacht, geweint, die Bandbreite der Gefühle reicht im wahrsten Sinne des Wortes von Himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt. Wie das in dem Alter halt so ist. Dass das Ganze dann für einen erwachsenen, eher rational denkenden Menschen vielleicht etwas befremdlich und um ehrlich zu sein auch recht langweilig anzuschauen ist, muss ich nicht extra erwähnen. Sowieso ist an dem Film alles ganz lieb und harmlos. Die nächtlichen Strassen von New York sind harmlos, besoffene Rocker sind harmlos, eine kleine, bunte, heile Welt. Da verwundert es auch nicht mehr groß, dass der Film die eigentlich ja recht vernünftige Aussage, auf die er hinarbeitet und die da lautet, dass es nicht wichtig ist, was andere denken, sondern dass das zählt, was man selbst denkt, auf Kosten eines Happy Ends dann doch wieder überworfen wird. Auch solche Ungereimtheiten wie die Tatsache, dass Lola ja aus bescheidenen Verhältnissen stammt, aber doch jeden Tag neue Designer-Klamotten und perfektes Make-up trägt - einfach nicht hinterfragen. Und jeder, der mal eine Schulaufführung gesehen hat, wird mir Recht geben mit der Aussage, dass man eine so pompöse und choreographierte Aufführung, wie sie hier gezeigt wird, an keiner Schule der Welt finden wird. Nun gut, diese Liste könnte man wohl ziemlich lange fortsetzten, aber ich denke, der Punkt dürfte klar geworden sein.

Warum also dann doch so eine relativ hohe Wertung von 40 Prozent? Nun, wie schon oben erwähnt, man muss differenzieren. Für ein erwachsenes Publikum geht der Unterhaltungswert des Filmes sicherlich gegen Null. Die Filmemacher wollten aber auch nichts anders erschaffen, als eine unterhaltsame Komödie voller jugendlicher Unbekümmertheit, die auf die Bedürfnisse von Kindern und Teenies zugeschnitten ist. Und das ist ihnen, ganz nüchtern und objektiv gesehen, auch gut geglückt. Aber an alle anderen noch mal ausdrücklich eine Warnung: Haltet Abstand von Bekenntnisse einer Highschool Diva, ihr werdet euch im Kino dramatisch fehlplaziert fühlen.



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