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Germanikus

(Germanikus, 2004)

Dt.Start: 25. März 2004
DVD: 12. Oktober 2004
Premiere: 25. März 2004 (Deutschland)
FSK: ab 12 Genre: Komödie
Länge: 83 min Land: Deutschland
Darsteller: Gerhard Polt (Germanikus), Gisela Schneeberger (Tusnelda), Moritz Bleibtreu (Kaiser Titus), Rufus Beck (Präfekt), Nikolaus Paryla (Sigurd), Annette Frier (Brunhilda), Sylviane Aissatou Thiam (Saba), Anke Engelke (Ehefrau), Tom Gerhardt (Almosius), Bernhard Hoecker (römischer Geschäftsmann), Simone Luzi, Andreas Hofmann, Manfred Lehmann, Claudia Wipplinger, Irm Hermann, Hilmi Sözer, Martin Schneider
Regie: Hanns Christian Müller
Drehbuch: Gerhard Polt, Hans Weth, Hanns Christian Müller


Inhalt

Wir schreiben das Jahr 400 nach Christus. Der faule und gemütliche Sumpf-Bavare Germanikus wird als Sklave nach Rom verschleppt und landet schließlich als Vorkoster am Hof des Kaisers. Nachdem ihm fälschlicherweise der Mord am Imperator zur Last gelegt wird, muss er sich in der Arena gegen die Tiger behaupten. Überraschend verlässt er als Sieger den Ring und wird zum neuen Kaiser des Römischen Reiches ausgerufen.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Germanikus hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 47%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Thomas Straßer
Germanikus hat eine Wertung von 47%
Gerhard Polts vierter Spielfilm kann im Großen und Ganzen nicht wirklich überzeugen, da dem Film und auch Polt im letzten Drittel schwer die Luft ausgeht. Bis dahin konnte der clevere Kabarettist die Schwächen der Handlung und die Vergeudung der zahlreichen namhaften Nebendarsteller durch seine Sprüche und Art noch gut kaschieren.

Bild aus Germanikus Nach langer Leinwandabstinenz kehrt Bayerns Kultkabarettist Gerhard Polt wieder in die Kinos zurück. Allerdings tut er das nicht in gewohnt gesellschaftskritischer Manier, sondern als stinkfauler und trotteliger Germane Herman, der von Sklaventreibern nach Rom verschleppt wird und sich dort zum Kaiser Germanikus empor blödelt. Unterstützt wird er dabei von seiner langjährigen Weggefährtin Gisela Schneeberger und zahlreichen deutschen Comedy-Stars wie Tom Gerhardt, Anke Engelke, Hilmi Sözer und Martin Schneider. Die Regie übernahm Hans Christian Müller, der bereits bei Man spricht deutsch mit Gerhard Polt zusammenarbeitete.

Der Film beginnt in der Gegenwart und wir treffen auf einen Gerhard Polt, der wegen der Oberflächlichkeit der Gesellschaft nur noch die Verpackung seiner FastFood Mahlzeit isst und dann peu a peu in die eigentliche Geschichte um seinen Germanikus abdriftet. Dann landen wir sogleich im oberbayrischen Sumpfing und erleben wie sich der stinkfaule aber clevere Herman (Gerhard Polt) erneut um den Raubzug seiner Dorfgenossen drückt. Viel lieber schwängert er die Frau des Häuptlings und wird dann auf der Flucht von römischen Sklaventreibern einkassiert. In Rom angekommen, wird er an die neureiche Tusnelda (Gisela Schneeberger) verkauft, die in ihm einen Seelenverwandten findet und aus der Sklaverei befreit. Den Rest des Films blödelt er sich als Germanikus durch Rom und landet Schluss endlich auf dem Thron.

Wie nicht anders zu erwarten, ist Germanikus eine große Selbstinszenierung von Gerhard Polt. Die Handlung ist nur in gröbsten Zügen durchdacht und verkommt gegen Ende zu einem Fleckenteppich aus zusammenhanglosen Gags und Sketchen. Die zahlreichen namhaften Nebendarsteller werden meist nur für kurze Einlagen in die Handlung eingebaut, ohne wirklich eine Bindung zum Film zu haben. Zu Beginn geht dieses Konzept noch ganz gut auf, da es Polt mit seiner gewohnt pfiffigen Art gelingt, das Publikum bei der Stange zu halten. Doch nach einer bestimmten Zeit hat selbst der Meister sein Pulver verschossen und so ist das letzte Drittel des Films unerträglich langweilig. Dass der Film handwerklich sowie schauspielerisch (Häuptling Bodo) teilweise unterirdisch ist, sei an dieser Stelle wohlwollend übersehen. Schlussendlich muss man leider festhalten, dass Germanikus für einen abendfüllenden Spielfilm einfach zu wenig bietet und nur in einzelnen Szenen wirklich überzeugen kann.



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