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Twisted(Twisted, 2004)
| Dt.Start: |
20. Mai 2004 DVD: 25. November 2004
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Premiere: |
27. Februar 2004 (USA) |
| FSK: |
ab 12
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Genre: |
Thriller |
| Länge: |
97 min
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Land: |
USA |
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Darsteller:
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Ashley Judd (Jessica Shepard), Samuel L. Jackson (John Mills), Andy Garcia (Mike Delmarco), David Strathairn (Dr. Melvin Frank), Russell Wong (Lieutenant Tong), Camryn Manheim (Lisa), Mark Pellegrino (Jimmy Schmidt), Titus Welliver (Dale Becker), D.W. Moffett (Ray Porter), Richard T. Jones (Wilson Jefferson), Leland Orser (Edmund Cutler), James Oliver Bullock (John Flanagan), William Hall (Chip Marshall), Joe Duer (Larry Geber), Jim Hechim (Bob Sherman) |
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Regie:
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Philip Kaufman |
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Drehbuch:
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Sarah Thorp, Robyn Meisinger, Linne Radmin |
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 Inhalt
Als ein Serienkiller sein Unwesen treibt, wird die Polizistin Jessica Shepard mit den Ermittlungen beauftragt. Als sie bei ihren Untersuchungen herausfindet, dass es sich bei den Opfern um ihre Ex-Liebhaber handelt, gerät sie selbst unter Verdacht und wird von ihrem Vorgesetzten John Mills gezwungen, den Fall abzugeben. Nachdem sich auch ihr Partner Mike Delmarco seltsam benimmt, beginnt sie an ihrer eigenen Integrität zu zweifeln. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Keine weitere Wertung
Kritik
von Thomas Straßer
Dieser konstruierte und unlogische Thriller von Quills Regisseur Philip Kaufman ist ein Armutszeugnis aller Beteiligten. Selbst Hauptdarstellerin Ashley Judd, die bereits mehrmals in ähnlichen Rollen zu sehen war, und ihre beiden hochkarätigen Kollegen Samuel L. Jackson und Andy Garcia enttäuschen.
Wenn es um die Besetzung einer toughen weiblichen Hauptrolle in einem Thriller geht, klopft man in der Regel an der Tür mit der Inschrift "Ashley Judd". So geschehen auch bei dem Thriller Twisted, in dem sie zusammen mit Samuel L. Jackson und Andy Garcia vor der Kamera steht. Diesmal schlüpft sie in die Rolle der jungen und ehrgeizigen Polizisten Jessica Shepard, die gerade zur Mordkommission befördert wurde und es dort sogleich mit einem Serienkiller zu tun bekommt. Wie im Serienkiller-Business üblich, werden die Opfer nach einem ganz bestimmten Kriterium ausgewählt. Bei Twisted nimmt sich unser Killer Jessicas ehemalige Sex-Partner zur Brust und richtet sie übelst zu. Interessant werden die Ermittlungen, als sich herausstellt, dass Jessica in jeder Mordnacht einen Blackout hatte und sich nicht an die Geschehnisse jener Nächte erinnern kann. Hat sie vielleicht ihre ehemaligen Bettgeschichten selbst um die Ecke gebracht?
Natürlich nicht, so etwas würde die gute Ashley doch nie tun! Und das obwohl sie sich in diesem Film deutlich raubeiniger präsentiert, als in ihren bisherigen Filmen. Zum Einen beraubt sie sich mit ihrem Kurzhaarschnitt und ihrem Outfit mehr und mehr ihrer Weiblichkeit und zum Anderen präsentiert sie sich als kleiner Sex-Vamp, der sich für die kurze Befriedigung nach der Arbeit einen kleinen Latino-Verschnitt in der Bar nebenan aufreißt. Aber wer hat dann die ehemaligen Bett-Häschen auf dem Gewissen? Selbstverständlich bietet uns Twisted hier ein reichhaltiges Angebot an potentiellen Kandidaten. Da wäre zum einen Jessicas Ex-Freund Jimmy Schmidt (Mark Pellegrino), der des öfteren in ihrer Wohnung herumlungert und versucht sie zurückzugewinnen. Im Bereich des Möglichen wäre natürlich auch Psychiater Melvin Frank (David Strathairn), dem Jessica Woche für Woche das Herz ausschüttet.
Nicht vergessen sollten wir natürlich die erste Garde des Films. Allen voran Jessicas undurchschaubarer Partner Mike Delmarco (Andy Garcia), der aber eigentlich nicht in Frage kommt, da ihm der Film fast schon zu offensichtlich den schwarzen Peter zuschieben will. Oder war es am Ende gar unser aller Held Samuel L. Jackson, der als Polizeipräsident und als Mentor von Jessica zu sehen ist. Spannung ist also garantiert - sollte man zumindest denken. Wäre da nicht ein schlechtes Drehbuch und eine unglückliche Inszenierung, die dem im Wege stehen. Die Geschichte von Twisted präsentiert sich nämlich als vollkommen zusammenkonstruiert und in nahezu jedem Detail unlogisch. Zwar geht das Endziel, den Zuschauer bei der Auflösung des Falles zu überraschen, zumindest ansatzweise auf, jedoch macht die komplette Vorgeschichte dann keinen Sinn mehr und outet sich als totaler Käse. Regisseur Philip Kaufman versuchte bei seiner Inszenierung die Schwächen des Drehbuchs zu kaschieren und visuell Spannung zu erzeugen. Wenn ich das allerdings dadurch zu erreichen versuche, indem ich Ashley Judd vollkommen unmotiviert durch einen verlassenen und nebligen Park laufen lasse und das Ganze mit etwas Psychogedudel untermale, dann bin ich offensichtlich eine Bratwurst.
In letzter Instanz bleiben dann noch die Hauptdarsteller, die Twisted zumindest ein wenig sehenswert machen könnten. Doch unser famoses Spitzentrio vermag es auch nicht den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Das Gegenteil ist eher der Fall. Ashley Judd mag man ihre Figur irgendwie nicht so recht abkaufen, was vor allem an ihrem Charakter-Upgrade zum keinen Sex-Vamp liegt. Andy Garcia kann in seiner zwielichtigen Rolle nicht wirklich überzeugen und strengt in manchen Szenen mit überzogenen Schreikrämpfen wirklich an. Samuel L. Jackson bleibt in seiner Rolle weitestgehend blass und darf nur ab zu einen coolen Spruch bringen. Das Fazit lautet also: Taugt nix - zuhause bleiben!  Weitere interessante Filme
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