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Jersey Girl

(Jersey Girl, 2004)

Dt.Start: 06. Januar 2005
DVD: 27. April 2005
Premiere: 19. März 2004 (USA)
FSK: o.A. Genre: Komödie, Drama
Länge: 103 min Land: USA
Darsteller: Ben Affleck (Ollie Trinke), Jennifer Lopez (Gertrude Steiney), Liv Tyler (Maya), George Carlin (Bart Trinke), Jason Biggs (Arthur Brickman), Raquel Castro (Gertie Trinke), Stephen Root (Greenie), Charley Scalies (Townie), Jennifer Schwalbach (Susan), Mike Starr (Block)
Regie: Kevin Smith
Drehbuch: Kevin Smith


Inhalt

Auf einer Weihnachtsfeier lernt der erfolgreiche Musikproduzent Ollie Trinke die Verlegerin Gertrude Steiney kennen und lieben. Als Gertrude bei der Geburt der gemeinsamen Tochter Gertie stirbt, steht Ollie vor einem Scherbenhaufen und weiß sich nicht zu helfen. Da er sein Leben und seinen beruflichen Status nicht aufgeben will, gibt er Gertie in die Obhut seines Vaters Bart. Doch bald muss er erkennen, dass sowohl er als auch seine Tochter nicht glücklich mit der Situation sind und muss seine Entscheidung überdenken.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Jersey Girl hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 46%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Thomas Straßer
Jersey Girl hat eine Wertung von 46%
Kultfilmer Kevin Smith geht mit dieser romantischen Tragikomödie neue Wege und garnierte das etwas kitschige und aufgesetzt wirkende Gesamtkunstwerk mit pfiffigen Dialogen und witzigen Cameos. Sein Hauptdarsteller Ben Affleck lies leider an manchen Stellen die Überzeugungskraft missen, wogegen Liv Tyler in ihre Rolle restlos überzeugen konnte.

Bild aus Jersey Girl Nach seinen gefeierten Indie-Projekten Clerks - Die Ladenhüter und Chasing Amy wagte sich der kultige Filmemacher Kevin Smith erstmals an einen etwas konventionelleren Stoff und setzte die Tragikomödie Jersey Girl in Szene. Für die rührende Vater-Tochter-Geschichte verpflichtete er seinen alten Kumpel Ben Affleck sowie Jennifer Lopez und Liv Tyler. Mit dem Gespann Affleck - Lopez sorgte er allerdings bei seinen Fans für etwas Unmut, da die Beiden kurz zuvor mit Liebe mit Risiko eine schwere Bruchlandung erlitten hatten. Angesichts der Tatsache, dass sich die Latin-Queen recht früh aus dem Film verabschiedet, bestand jedoch für Jersey Girl keine Gefahr zu einem weiteren "Bennifer"-Fiasko zu werden.

Die Geschichte dreht sich um den erfolgreichen PR-Manager Oliver Trinke (Ben Affleck), der mit seiner attraktiven Frau Gertrude (Jennifer Lopez) in Manhattan lebt. Als Gertrude bei der Geburt der gemeinsamen Tochter Gertie überraschend verstirbt, bricht für Oliver eine Welt zusammen und er ist mit seinem Job und seiner Vaterrolle vollkommen überfordert. Deshalb gibt er seine Tochter in die Obhut seines Vaters Bart in New Jersey, der sich rührend um die Kleine kümmert. Als der gestresste Oliver bei einer Pressekonferenz die Fassung verliert und daraufhin nicht nur seinen Job, sondern auch seinen guten Ruf einbüßt, muss er seinen gehobenen Lebensstandard aufgeben und zu seinem Vater in die Vorstadt ziehen. Dort wächst er mehr und mehr in die Vaterrolle hinein und lernt mit der unbekümmerten Maya (Liv Tyler) eine neue Frau kennen.

Obwohl sich der Film optisch deutlich von Kevin Smiths bisherigen Projekten abhebt, ist seine Handschrift bei Jersey Girl deutlich zu erkennen. Es sind vor allem die für ihn typischen Dialoge, die sich wie ein roter Faden durch den Film ziehen und für zahlreiche Lacher sorgen. Sie stehen aber im krassen Gegensatz zum Rest des Films, der sich im Großen und Ganzen als leicht überkitscht und aufgesetzt präsentiert. Dies liegt vor allem an Hauptdarsteller Ben Affleck, der zwar weitestgehend eine gute Figur macht, aber in den entscheidenden Szenen etwas die Glaubwürdigkeit vermissen lässt. Seine Leinwandpartnerin Liv Tyler gefällt hingegen durch ihre unbekümmerte und naive Art, sowie die zahlreichen bizarren Dialoge, die sie sich mit Ben Afflecks Charakter liefert.

Mit seiner romantischen Tragikkomödie Jersey Girl hat Kevin Smiths das Genre sicherlich nicht neu erfunden. Trotzdem ist es ihm gelungen dem tendenziell kitschlastigen Stoff seinen Stempel aufzudrücken und so witzige Akzente zu setzen. Die pfiffigen Dialoge und die zahlreichen Cameos halten den Zuschauer immer wieder bei Laune, auch wenn die Geschichte und Ben Affleck eher mau sind. Das macht Jersey Girl zwar nicht zu einem ungeschränkt empfehlenswerten Film, dürfte jedoch die Smith-Fans zufrieden stellen und gut unterhalten.



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