Eigentlich hörte sich die Geschichte von Sönke Wortmanns Hollywooddebüt ganz witzig an. Drei abgehalfterte Stars planen den großen Coup, wollen Gangster ausrauben und müssen dafür ihr angerostetes Schauspieltalent einsetzen. Die Idee ist ja ganz nett, die Darsteller auch, aber leider wurde zu wenig aus dem Film gemacht, denn die Luft war schon sehr schnell heraus. Anfang und Ende sind durchaus gelungen, aber der Rest besteht leider aus Leerlauf und Langeweile.
Drei Jahre musste Sönke Wortmanns Hollywooddebüt in den Archiven von Senator Film verstauben, bis es nun wohl dem Erfolg von Wortmanns Das Wunder von Bern zuzuschreiben ist, dass nun auch Der Himmel von Hollywood den Weg in die deutschen Kinos findet. Hierfür hat er mit Burt Reynolds, Tom Berenger und dem kurz nach den Dreharbeiten verstorbenen Rod Steiger einige bekannte Altstars verpflichten können.
Jahre sind inzwischen vergangen seitdem die drei Schauspieler Tom, Kage und Floyd große Namen in Hollywood waren. Jetzt haben sie andere Sorgen wie Alkoholprobleme, Arbeitslosigkeit und Geldnot. Nach einer durchzechten Nacht stoßen sie auf die Leiche des Gangsters Tino und kommen so einer Gangsterbande auf die Spur, die sich $10 Mio. ergaunert hat. Da beschließen die drei abgehalfterten Stars ihr Können ein letztes Mal unter Beweis zu stellen und sich alleine durch ihr schauspielerisches Talent das Diebesgut zu erbeuten.
Die Geschichte, welche auf einem Roman von Leon de Winter (Supertex - Eine Stunde im Paradies) basiert ist im Grunde sehr originell und hätte sicherlich das Potential zu einer gelungenen Tragikomödie gehabt, jedoch herrscht mit Ausnahme des schwungvollen Beginns und dem überaus witzigen Finale leider viel Leerlauf und vor allem Langeweile, was wohl hauptsächlich an der drögen und enttäuschenden Inszenierung von Sönke Wortmann liegt.
Für die Rollen der drei abgehalfterten Stars hat man wie ich finde genau die richtigen Leute besetzt, denn Burt Reynolds, Tom Berenger und Rod Steiger ging es vor dem Dreh wohl wie ihren Rollen, sie waren kaum noch in Hauptrollen zu sehen und durften sich nur noch als Nebenrollen in bescheidenen B-Movies auftreten. Gerade deshalb nimmt man ihnen ihre Charaktere auch ab, die sie mit einem ungeheuren Charme noch aufwerten können. Vor allem Reynolds beweist, dass er von seiner Witzigkeit und seiner coolen Art noch nichts verloren hat.
Die Chemie und der Charme der Darsteller entschädigen jedoch nicht die schlampige und vor allem langweilige Inszenierung Sönke Wortmanns, dem es leider nicht gelang, das Potential der im Grunde originellen Geschichte ordentlich in Szene zu setzen.