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Ed Wood(Ed Wood, 1994)
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13. Juli 1995 DVD: 20. März 2003
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Premiere: |
28. September 1994 (USA) |
| FSK: |
ab 12
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Genre: |
Komödie, Drama |
| Länge: |
105 min
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Land: |
USA |
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Darsteller:
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Johnny Depp (Edward D. Wood, Jr.), Martin Landau (Bela Lugosi), Sarah Jessica Parker (Dolores Fuller), Patricia Arquette (Kathy O'Hara), Jeffrey Jones (Criswell), G.D. Spradlin (Reverend Lemon), Vincent D'Onofrio (Orson Welles), Bill Murray (John 'Bunny' Breckinridge), Mike Starr (Georgie Weiss), Max Casella (Paul Marco), Brent Hinkley (Conrad Brooks), Lisa Marie (Vampira), George 'The Animal' Steele (Tor Johnson), Juliet Landau (Loretta King), Clive Rosengren (Ed Reynolds) |
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Regie:
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Tim Burton |
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Drehbuch:
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Scott Alexander, Larry Karaszewski |
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 Inhalt
Anfang der 50er: Edward D. Woods Leidenschaft - neben Tragen von Frauenkleidern - ist der Film und das Filmemachen. Er hat ein geradezu überschäumendes Selbstbewusstsein - nur leider gar kein Talent. Mit einer Amateurtruppe vor und hinter der Kamera inszeniert er grottenschlechte Horror- und Science Fiction-B-Movies. Als er zufällig den uralten, drogensüchtigen Dracula-Darsteller Bela Lugosi trifft, kann er ihn zu einer Zusammenarbeit überreden. Doch Hollywood macht es Ed Wood nicht leicht. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Keine weitere Wertung
Kritik
von Sascha Bregenhorn
Tim Burton verfilmt den wichtigsten Karriereabschnitt des schlechtesten Regisseurs aller Zeiten, Edward D. Wood. Der Film beleuchtet die Entstehungsgeschichte der bekanntesten Werke des heute als Kultstar belächelten Filmemachers, seine Zusammenarbeit mit Dracula-Legende Bela Lugosi und sein Hang zum Transvestismus. Wegen des recht speziellen Themas ist der Schwarzweiß-Film sicherlich nicht für jedermann interessant. Diese Tatsache und einige Längen in der Story werden allerdings weitestgehend von den brillanten Schauspielern, allen voran Johnny Depp und Martin Landau, wettgemacht.
Edward D. Wood, Jr. (1924-1978) gilt als der schlechteste Regisseur aller Zeiten. Wie so oft bei schlechten Leistungen im künstlerischen Bereich wurde Ed Wood dennoch mit seinen Werken berühmt - allerdings erst nach dem Tod. Die wichtigste Karrierephase waren die im Film gezeigten 50er Jahre, in denen Wood seine "Meisterwerke" Glen or Glenda (1953), Bride of the Monster (1955), Night of the Ghouls (1959) und Plan 9 from Outer Space (1959) schuf. In dieser Zeit fand die heute berühmte Zusammenarbeit mit Stummfilm-Legende und Dracula-Star Bela Lugosi statt. Was Ed Wood auch einzigartig machte, war sein schon in Glen or Glenda verarbeiteter Hang zum Transvestismus, für die 50er ein schwieriges Thema. Wood gab in aller Öffentlichkeit zu, während den Einsätzen im zweiten Weltkrieg Frauenunterwäsche getragen zu haben. In den Siebzigern, schwer unter seiner Alkoholsucht leidend, drehte er noch einige pornographische Filme.
Auch wenn Tim Burton einer der besten Regisseure aller Zeiten ist, sieht man doch einige Parallelen, möglicherweise hat sich Burton deswegen dem schwierigen und unkonventionellen Thema, der Ed Wood Biografie, angenommen. Beide hatten seit ihrer Jugend ein Faible für Science Fiction, Horror und Filme. Und wie Ed Wood schwimmt auch Tim Burton mit seinem dunklen und atmosphärischen Filmstil eher gegen den Strom. Edward Scissorhands, Beetlejuice, Batman, Nightmare before Christmas und Sleepy Hollow sind trotz ihres meist kommerziellen Erfolgs stark von künstlerischen Ambitionen geprägt und dabei detailverliebtheit, mit grandioser Ausstattung und stimmungsvollen Bildern und Musik. So auch in Ed Wood. Schwarzweiß-Filme sind nicht gerade in Mode, aber im Zusammenhang mit der Story, unterstützt durch die B-Movie-SciFi-Musik, ist der Film eine erfrischende Unterhaltung. Zwar treten in den zwei Stunden hier und da einige Längen auf, aber die Schauspieler wissen das zu überspielen: Burton-Liebling Johnny Depp geht voll und ganz in seiner Rolle als Ed Wood auf, als hätte er nie etwas anderes gespielt. Auch die Darstellung Ed Woods in Frauenkleidern nimmt man dem Anti-Blockbuster-Star problemlos ab und er schreckt auch nicht vor einem Schleiertanz zurück. Neben ihm glänzt Oscar-Preisträger Martin Landau als alter, drogensüchtiger Bela Lugosi. Wegen ihm ist vor allem die Originalfassung zu empfehlen, denn Landau verbrachte einige Zeit damit, sich den osteuropäischen Dialekt Lugosis anzutrainieren. In den Nebenrollen machen u.a. Patricia Arquette, Bill Murray und Jeffrey Jones eine gute Figur.
Ed Wood ist, wie bei Tim Burton üblich, toll inszeniert und hat eine mehr als überzeugende Besetzung. Die aufgrund der Authentizität etwas unausgefeilt wirkende Story könnte manchem den Filmspaß trüben, aber wer sich auf eine Schwarzweiß-Biografie rund um das B-Movies-Filmemachen und Transvestismus einstellt, wird seinen Spaß haben. Immerhin hat der Film mehr gekostet, als alle Ed Wood-Streifen zusammen.  Weitere interessante Filme
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