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Yukihiko Tsutsumis Beitrag zum Duel Project hat zwar eine sehr interessante und satirische Grundidee, schöpft aber deren Potenzial nur selten aus, da es dem Film nicht gelingt, die komplette Spielzeit zu unterhalten. Dafür können die Darstellerleistungen, sowie das aberwitzige Finale überzeugen.
Das Duel Project der beiden Regisseure Ryuhei Kitamura (Versus) und Yukihiko Tsutsumi sorgte in Japan für viel Aufsehen. Dieses Projekt ist eigentlich ein Wettbewerb der beiden Filmemacher, deren Bedingung war, dass jeder einen Film kreieren muss, in dem es um einen erbitternden Todeskampf zweier Charaktere in einem beengten Raum geht. Außerdem sollten die Filme unter den selben Produktionsbedingungen wie zum Beispiel Budget gedreht werden. 2LDK - 2 Zimmer, Küche, Bad ist Tsutsumis Beitrag in diesem Duell.
Die beiden Jungschauspielerinnen Lana und Nozumi teilen sich eine Wohnung und warten gespannt auf den Anruf einer Produktionsfirma bei der sich beide Darstellerinnen für die Hauptrolle in einem großen Film beworben haben. Nach anfänglich gezwungenen Höflichkeiten untereinander, wird der Druck und die Feindseligkeit der Beiden zu groß und es beginnt ein Catfight der von Minute zu Minute immer mehr ausufert.
Die Geschichte der Handlung empfand ich als mindestens ebenso interessant, wie die von Kitamuras Beitrag. Vor allem gefiel mir die originelle Idee, dass dutzende Haushaltswaren als Waffen herhalten müssen. Jedoch gelang es Tsutsumi leider nicht, den Film interessant aufzubauen, so dass sich vor allem in der ersten Hälfte sehr schnell Langeweile einschleicht. Das lag wohl daran, dass er wohl größte Schwierigkeiten hatte, den Film auf Spielfilmlänge zu bringen.
Sobald jedoch die Schlacht der beiden Girls beginnt, kommt richtig Leben in den Film, da es 2LDK - 2 Zimmer, Küche, Bad gelingt, richtig gute Amateurkampfszenen mit den primitivsten Mitteln auf die Leinwand zaubern. Dennoch bleibt festzuhalten, dass dieser Teil leider deutlich zu kurz kommt. Vor allem wenn man an die Längen der ersten Hälfte des Filmes denkt. Zwar kann man im Grunde das Ende auch vorhersehen, aber es ist im Großen und Ganzen gelungen und passt zum Rest dieser skurrilen Schlacht.
Naho Nonami und Eiko Koike nimmt man ihre Rollen problemlos ab. Man könnte meinen sie spielen den Zickenterror nicht nur auf der Leinwand, sondern wären auch im Privatleben verfeindet bis aufs Blut. Von daher ein großes Lob an die beiden Darstellern, die den kompletten Cast stellen.
Für mich ist 2LDK - 2 Zimmer, Küche, Bad der ganz klare Verlierer des Duel Projects, wenngleich er auch ein kein schlechter Film ist. Aber insgesamt gelingt es ihm nicht, die interessante Idee auf Spielfilmlänge zu bringen, da man sich mit der ersten Hälfte zu viel Zeit lässt, anstatt sich mehr der Schlacht zu widmen. Eher enttäuschend. |