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Auch bei der sechsten Zusammenarbeit von Steven Spielberg und Tom Hanks (Joe Versus the Vulcano, The Money Pit, Der Soldat James Ryan, Band of Brothers und Catch Me If You Can) ist ein klasse Film heraus gekommen. Terminal ist traurig und komisch zugleich, und lässt fast keine Wünsche offen. Die Handlung und die Darsteller sind überzeugend und es macht einfach Spaß Tom Hanks spielen zu sehen.
Tom Hanks strandet zum zweiten Mal: Diesmal aber nicht auf einer einsamen Insel, wie in Verschollen, sondern auf dem New Yorker Flughafen. Viktor Navorsky (Tom Hanks) passiert das, wovor wohl jeder Reisende Angst hat: Er kann nicht in seine Heimat Krakozhia zurückkehren, denn dort ist ein Krieg ausgebrochen. Da er kein Visum besitzt, darf er aber auch keinen amerikanischen Boden betreten und sitzt somit im Flughafengebäude fest. Kurzerhand richtet er sich dort häuslich ein.
Der Film basiert auf der wahren Geschichte eines Iraners, der tatsächlich seit 15 Jahren auf dem Pariser Flughafen lebt, weil ihm seine Papiere gestohlen wurden. Steven Spielberg bastelte aus dieser Story eine unterhaltsame, einfühlsame und manchmal nachdenklich stimmende Tragikomödie. Wie schon bei Catch Me If You Can beweist er, dass weniger oft mehr ist. Der Film ist schlicht gestaltet und verzichtet auf lange, konstruierte Dialoge. Der Streifen lebt viel mehr von seinen ausgezeichneten Darstellern, denen man die Spielfreude wirklich anmerkt.
Besonders hervorzuheben ist hierbei Tom Hanks, der, wie man es schon von ihm gewohnt ist, eine sensationelle Leistung abliefert. Wie er den hilflosen, etwas zurückgebliebenen aber dennoch liebenswerten Osteuropäer Viktor mimt, ist einfach fantastisch. Er schafft es, innerhalb weniger Minuten die Zuschauer auf seine Seite zu bekommen und deren Herzen zu gewinnen. Hier merkt man deutlich, dass der Film genau auf ihn zugeschnitten ist. Spielberg weiß eben aus den vorangegangenen gemeinsamen Produktionen, wie man Hanks richtig in Szene setzt. Auch die Nebenrollen wurden hervorragend besetzt. Vor allem Kumar Pallana als indischer Putzmann sorgt immer wieder für Lacher.
Aber nicht nur die Schauspieler wissen zu überzeugen. Terminal liefert herrliche Situationskomik und hat viele amüsante Einfälle zu bieten. Abgerundet wird das ganze durch einen Schuss Romantik: Viktor verliebt sich in die Stewardess Amelia (Catherine Zeta-Jones) und versucht deren Herz zu erobern.
Alles in allem bietet Terminal beste Unterhaltung und ist eine gelungene Abwechslung vom Einheitsbrei der in den Kinos läuft. Der Film besticht durch seine Schlichtheit und seine tollen Darsteller. Trotz seiner Länge wird er nie langweilig und schafft den Spagat zwischen Tragik und Witz perfekt. Da kann man das etwas kitschige Ende schnell verzeihen und sich getrost auf die nächste Zusammenarbeit von Spielberg und Hanks freuen. |