Jessy Terreros Soul Plane hat außer der recht witzigen Idee, eine Fluglinie im Hip-Hop-Style aufzuziehen, überhaupt nichts zu bieten, da der Film, mit ganz wenigen Ausnahmen, keinerlei Humor besitzt und mit dem Ausschlachten von unwitzigen Gags den Zuschauer ohne Ende auf die Nerven fällt.
Da Filme, die auf die afroamerikanische Bevölkerung zugeschnitten sind, in den USA in letzter Zeit immer erfolgreicher werden, versucht man nun diese, in Deutschland meist direkt auf DVD erscheinenden Filme, nun auch mit einer erfolgreichen Kinoauswertung zu versehen. Doch wenn schon der unterhaltsame Barber Shop ein Riesenflop war, wie wird dann erst dieser wirklich miese Film überhaupt seine Kopienkosten wieder einspielen können?
Nachdem der Hund von Nashawn bei einem Flug in eine Turbine gesaugt wurde, verklagt dieser die Fluggesellschaft erfolgreich auf 100 Millionen Dollar. Um diese für etwas Gutes einzusetzen gründet Nashawn nun seine eigene Fluglinie, die sich im Vergleich zu den bisherigen Fluglinien auf afroamerikanische Fluggäste spezialisiert. Jedoch schon beim Jungfernflug der Airline geht so Einiges schief.
An sich ist diese Filmidee durchaus witzig, jedoch war es das dann auch schon. Denn mit Ausnahme einiger gelungenen Gags, die fast alle dadurch entstehen, dass man einfach einen Flughafen bzw. das Flugzeug mit allem möglichen klischeehaften Hip-Hop-Standards ausstattete. Dies mag zwar Anfangs für ein wenig Unterhaltung sorgen, wirkt aber auf die komplette Laufzeit eher gekünstelt, als wirklich parodiert.
Der Humor des Filmes bewegt sich des weiteren auf unterstem Niveau, denn außer Fäkalhumor und grundsätzlich unwitzigen und nervigen Gags, bei denen man nicht mal im Ansatz schmunzeln kann, hat der Film mit Ausnahme von zwei bis drei gelungenen Lachern nicht die geringste Unterhaltung zu bieten und geht im Grunde nur auf die Nerven.
Diesem Niveau schließen sich die Darsteller bedingungslos an und man fragt sich wirklich, ob man absichtlich untalentierte Gesichter für diesen Schrott casten wollte: Man nehme da nur mal Hauptdarsteller Kevin Hart, bei dem man meinen könnte, dass Kindergartenkinder seine Rolle besser hinkriegen würden oder einen schon in seiner kleinen Rolle vollkommen überforderten Method Man, sowie die meist unwitzigen Cameos diverser Hip-Hop-Größen, die allesamt sehr gekünstelt wirken. Die einzige Ausnahme ist da Snoop Dogg, der in seiner kleinen Rolle als Kapitän wenigsten ab und an zum Schmunzeln anregen kann und seine Sache recht ordentlich macht.
Bleibt festzuhalten, dass es sich bei Soul Plane um einen nervenden und vor allem humorlosen Schwachsinn handelt, bei dem sich noch nicht einmal Fans des Genres amüsieren können, da der Film außer der recht netten Grundidee und des zuweilen ordentlichen Soundtracks, ein Fall für den Sondermüll ist.