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Alt, neu, geliehen & blau

(Se til venstre, der er en svensker, 2003)

Dt.Start: 03. Juni 2004
DVD: 07. Januar 2005
Premiere: 31. Januar 2003 (Dänemark)
FSK: ab 12 Genre: Komödie
Länge: 94 min Land: Dänemark
Darsteller: Sidse Babett Knudsen (Katrine), Björn Kjellman (Thomsen), Lotte Andersen (Mette), Sören Byder (Jonas), Lene Maria Christensen (Katja), Mette Horn (Miller), Louise Mieritz (Ulla), Martin Buch (Jesper), Lars Ranthe (Carsten), Ibrahim Atilla Aygun (Hakan), Tina Gylling Mortensen (Krankenschwester), Vigga Bro (Schwiegermutter), Ida Dwinger (Polizistin), Peaches La von Tholstrup (Friseuse), Kristian Halken (Pfarrer), Nicolas Bro (Verkäufer), Peder Pedersen (Medizinstudent), Jacob Lohmann (Mann mit Hund), Zeev Sevik Perl (Taxifahrer), Inge Sofie Skovbo (Ärztin), Simone Madsen (Stripperin)
Regie: Natasha Arthy
Drehbuch: Kim Fupz Aakeson


Inhalt

Für Katrine könnte es momentan nicht besser laufen: Bald wird sie ihren Traummann heiraten, sie hat schon eine gemeinsame Wohnung gefunden und auch ihre Schwiegermutter ist alles Andere als das klischeehafte Ekel. Doch die Idylle wird durch das Auftauchen von Thomsen, dem Ex-Freund ihrer Schwester, getrübt. Am Tag vor der Hochzeit macht er sich entsprechend der Tradition auf die Suche nach etwas Altem, etwas Neuem, etwas Geliehenem und etwas Blauem, wobei er seltsame Dinge anstellt.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Alt, neu, geliehen & blau hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 56%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Daniel Licha
Alt, neu, geliehen & blau hat eine Wertung von 56%
Der Road Trip nach etwas Altem, etwas Neuem, etwas Geliehenem und etwas Blauen wurde von Natasha Arthy recht witzig in Szene gesetzt. Jedoch misslang ihr die Kombination mit den dramatischen Szenen, welche zwar für sich gesehen recht gut sind, aber schlichtweg nicht mit den witzigen Elementen harmonieren.

Bild aus Alt, neu, geliehen & blau Die dänische Dogma-Regisseurin Natasha Arthy (Mirakel) wollte in ihrem neuesten Film auf witzige und romantische Weise die alte Hochzeitstradition: Etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes und etwas Blaues mit vor den Traualtar zu bringen, neuen Schwung verleihen und inszenierte die Suche nach genannten Utensilien als amüsante Tragikkomödie.

Katrine hat es geschafft! Endlich hat sie ihren Mann fürs Leben gefunden und wird ihn in ein paar Tagen heiraten. Doch bevor es soweit kommt, muss sie zum Einen noch etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes und etwas Blaues auftreiben und zum Anderen noch einigen Menschen die Wahrheit erzählen. Katrine hat es nämlich nicht so mit der Wahrheit und hat ihrem guten Freund Thomsen sein positives HIV-Testergebnis verschwiegen und ihrer, sich in der Psychatrie befindlichen, Schwester nichts von ihrer Hochzeit erzählt.

Die Geschichte selbst gibt meines Erachtens viel her, jedoch missfallen einige Dinge: So sind die Wechsel zwischen Drama und Komödie so sehr in die Extreme gezogen worden, dass man bei den teilweise recht witzigen Szenen gar nicht mehr lachen möchte. Ebenso störend ist die oberflächliche Behandlung mancher ersterer Themen, wie zum Beispiel Thomsens Ansteckung mit dem HIV-Virus.

Bei den Charakteren hat es sich der Film leicht gemacht und die genretypisch passenden ausgegraben. Von den Kumpels bei der Jungesellenfeier bis hin zu den klischeebehafteten Freundinnen ist alles dabei. Jedoch stört das nicht weiter, da diese für einen gewissen Unterhaltungswert sorgen. Enttäuschender hingegen ist das Verhalten des Hauptcharakters Katrine, deren Entscheidung im Finale nicht mal im Ansatz nachvollziehbar ist.

Ein großes Lob jedoch geht an die Darsteller selbst. Sidse Babett Knudsen nimmt man die naive und nicht immer ganz die Wahrheit sprechende Katrine sehr gut ab, ebenso wie Björn Kjellman, dem die Rolle des Thomsen fast auf den Leib geschrieben wurde. Der Rest des Casts wurde gut ausgewählt und macht seine Sache im Großen und Ganzen recht ordentlich.

Aufgrund des schmalen Grades zwischen Drama und Komödie, der hier nicht gut ausbalanciert wurde, kann Alt, neu, geliehen & blau leider nicht überzeugen. Zwar gibt es viele witzige Szenen und auch das Ausgangszenario ist sehr interessant, jedoch gelang es der Regisseurin nicht, diese beiden Elemente zu einem guten Film zusammenzusetzen.



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