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Tetshuno
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Betreff des Beitrags: Barfuss Verfasst: 11.04.2005 00:23 |
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Beiträge: 3466
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War gestern Abend in diesem kleinen, aber dennoch wundervollen Film. Vor dem Film gingen mir noch Gedanken wie "Til Schweiger?", "Til Schweiger??" oder auch "Was? Til Schweiger???" durch den Kopf. Konnte mir irgendwie nicht vorstellen, dass dieser Sunnyboy mal was Ordentliches auf die Beine stellt. Ich fand's ja schon lächerlich, wie Barfuss überall als sein großes Regiedebut gefeiert wurde. Ich glaube er schämt sich etwas für "Der Eisbär". Wobei das in meinen Augen bisher vielleicht noch sein bester Film war. Ja, genau! ER WAR.
Denn was ich gestern Abend zusehen bekommen habe, war eine wirklich sehr ausgeglichene, lustige und vorallem "gut in Szene" gesetzte Liebesgeschichte, mit einer gehörigen Portion "Tiefgang". Die Schauspieler, allem voran die süße Johanna Wokalek, aber auch Schweiger selbst, haben eine tolle Leistung gezeigt. Auch die Gastauftritte der ganzen bekannten deutschen Gesichter sorgten bei mir für den ein, oder anderen Lacher. Nett war es auch, einige Locations in meiner Stadt zu erkennen, wie zbs. die Szene am Bahnhof mit der Bank.
Til, du hast mich persönlich überzeugt!
****SPOILER****
****SPOILER****
Mir hätte allerdings ein etwas offeneres Ende besser gefallen.
Der perfekte Zeitpunt wäre meiner Meinung nach gewesen, als Til und Johanna zusammen unter der Bettdecke liegen und man nur ihre Füße, natürlich barfuss, sieht. Aber, was soll man von so einem komerziell angesetzten Film, in diesem Zusammenhang, schon erwarten.
****SPOILER****
Zuletzt geändert von Tetshuno am 07.10.2006 12:54, insgesamt 1-mal geändert.
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ric-dee
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Betreff des Beitrags: Re: Barfuss Verfasst: 11.04.2005 19:03 |
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| Regisseur |
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Beiträge: 1086 Wohnort: Magdeburg
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Kann mich da der Meinung nur anschließen! Ein wirklich wunderbar herzerwärmender Film mit einer Love-Story der anderen, ganz besonderen Art. Dass dabei auch der Kitsch und die Klischés weitestgehend umschifft werden, wertet ihn zusätzlich hoch.
Bin gespannt, was der Herr Schweiger uns als nächstes auftischt...
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laertesdd
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Betreff des Beitrags: Re: Barfuss Verfasst: 13.04.2005 17:55 |
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| Regisseur |
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Beiträge: 4090
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cobaye
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Betreff des Beitrags: Re: Barfuss Verfasst: 25.04.2005 21:02 |
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Beiträge: 25 Wohnort: Augsburg
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DITO @ all!!!
Hervorragend war aber auch der Soundtrack!! Hab mich scon bei amazon und ebay umgesehen, aber da herrschen Preise, die mir für eine einfache CD zu teuer sind! (Da warte ich doch noch bis zum Geburtstag...  )
Der Film hat sogar meinem Freund gefallen, der normalerweise ja ÜBERHAUPT nich - und zwar gar nicht!!! - auf solche Filme steht! Der Film überzeugt einfach durch soviel Charme und Frische, da braucht es gar keine groß überladenen (Liebes- und Gefühls)Szenen!!
Zum Heulen schön! Daher: Tempo-Pflicht für alle Mädels!!
_________________ love changes everything
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KeyzerSoze
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Betreff des Beitrags: Re: Barfuss Verfasst: 21.05.2005 10:21 |
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Beiträge: 14448
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Kann mich nur anschließen, der Film war einfach wunderschön, gut gespielt und hatte einen großartigen Soundtrack. An manchen Stellen war der Film leider zu "typisch" Deutsch, aber das konnte ich ihm verzeihen. Mal wieder schönes und überzeugendes deutsches Kino!
_________________ Life ain't about how hard you can hit. It's about how hard you can get hit and keep moving forward.
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Ocean
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Betreff des Beitrags: Re: Barfuss Verfasst: 21.05.2005 13:33 |
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| Regisseur |
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Beiträge: 1053 Wohnort: Leipzig
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Ich fand den Film auch sehr gelungen... Muss mal schauen, dass ich mir den Soundtrack besorge, kannte ihn zwar schon teilweise schon, aber der war einfach zu schön  Leila hat phänomenal gespielt, und obwohl man bei Nick/til zeitweise ein bisschen das Gefühl hatte, er zieht gleich ne Pistole oder liefert sich eine wilde Verfolgungsjagd mit der Mafia, hat er -für seine Verhältnisse- viele Gefühl gezeigt. Ich werde die Besenstiel-Geschichte nie vergessen und fand insgesamt, das im Film viele liebevolle Details eingebaut waren... Bloß die Schlussszene, da stimme ich dir zu Tetshuno,hätte ich anders gewählt.
@KeyzerSoze: Was ist denn für dich bei Filmen "typisch deutsch"?
_________________ The book of love is long and boring And written very long ago It's full of flowers and heart-shaped boxes And things we're all too young to know
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TheCrow
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Betreff des Beitrags: Re: Barfuss Verfasst: 05.10.2006 15:01 |
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| Freier Autor |
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Beiträge: 5501 Wohnort: Binningen
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Mehr als ein Jahr nach dem letzten Beitrag hier, habe ich diesen wunderschönen Film auch endlich gesehen.
Ich weiss gar nicht, warum ich so lange gewartet habe...Til Schweiger war NICHT der Grund, da ich grundsätzlich nichts gegen Ihn habe (fand Der Bewegte Mann und Der Eisbär sehr gut)...ich glaube es lag mehr an den Umständen in meinem Leben und, dass ich anhand des Titels inklusive Tagline eher mit einem romantischen Drama anstelle einer romantischen Komödie gerechnet hatte (ich gebe zu, dass ich mich auch - aus dem selben Grund - nicht weitergehend informiert habe).
Nachdem ich aber einer Bekannten mal beim Internet-Anschluss geholfen habe, hat sie mir diesen Film ausgeliehen...und wieder habe ich fast 4 Wochen gewartet um Ihn endlich in den Player zu legen...und ich könnte mich eigentlich jetzt dafür Ohrfeigen!
Es ist ein Juwel von einem Film, der IMO in allen Belangen gelungen ist! Mir het jedes Detail gefallen, und ich kann mich nur noch dem hier schon geschriebenen anschliessen! Einzig, was den Schluss betrifft, muss ich meine etwas differenzierte Meinung doch noch schreiben: mir hat's gefallen! Wäre an der Stelle im Bett schon Schluss gewesen, wäre es mir zu wenig realitätsnah vorgekommen...auch wenn die Geschichte sowieso märchenhafte Züge besitzt und eine grosse Realitätsnähe somit auch nicht notwendig ist. Der Schluss - wie er ist - rundet das Ganze für mich sehr gut ab, und zeigt in welche Richtung es geht, und dass die vorher gezeigten Gefühle wirklich echt und von Dauer sind und nicht eine kurzfristige Angelegenheit.
Nach diesem Erlebnis ziehe ich meinen Hut vor Til Schweiger: er hat hier Grosses geleistet (und ja: vor der Kamera wie gewohnt, aber hinter der Kamera: wow)!!!
_________________ I'm very self-critical...even towards myself! Facebook
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Morten
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Betreff des Beitrags: Re: Barfuss Verfasst: 05.10.2006 15:18 |
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| Regisseur |
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Beiträge: 1738 Wohnort: Wien
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Kann mich der hierigen Lobeshymnen nicht anschließen. Man merkt zwar hier und da ein paar wirklich gute Ideen, aber insgesamt empfinde ich Schweigers Film als äußerst unausgegoren. Die Balance zwischen Tragödie und Komödie kriegt der Film kein bisschen hin: Für eine Komödie spielt er mit zu wenig Substanz, als Tragödie wirkt er unfreiwillig komisch.
Der ganze Film scheint eine Geschichte hinter sich her zu schleppen, von der er nur in kurzen wunderbar absurden Augenblicken überzeugt ist. Seine Ernsthaftigkeit verspielt er dann aber am meisten indem er versucht "Comedians" in eine an sich tragische Hintergrundgeschichte einzuspinnen. Die Entwicklung der Figuren, der dramaturgische Aufbau...das alles zahnt nicht ineinander. Ein netter TV-Film allemal...aber auch nicht mehr.
_________________ Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.
Rainer Maria Rilke
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traumtager
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Betreff des Beitrags: Re: Barfuss Verfasst: 05.10.2006 15:32 |
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Beiträge: 2
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Til Schweiger hat mir in Knocking On Heavens Door viel besser gefallen.
_________________ Und, wie alt ist er?
Weiß ich doch nicht, schneid ihm den Arm ab und zähl die Ringe!?
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Matt
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Betreff des Beitrags: Re: Barfuss Verfasst: 07.10.2006 11:51 |
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| Regisseur |
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Beiträge: 13689
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Auch wenn ich den Film nicht gesehen habe, so komme ich langsam nicht mehr mit dem zurecht was du Morten zu bestimmten Filmen schreibst. Wer legt denn fest wie eine Komödie oder Tragödie auszusehen hat. Wann sie funktioniert oder wann nicht? Was der Film deiner Ansicht nach sein möche, ist doch auch ziemlich egal. Der Film möchte in erster Linie garnichts sein, das kann er auch nicht. Was der Regisseur aus dem Film machen möchte ist natürlich wieder eine vollkommen andere Geschichte. Diese zu ergründen ist möglich, aber bleibt letzten Endes meistens auch nur rein spekulativ.
_________________ "If it can be written, or thought, it can be filmed."
(Stanley Kubrick)
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TheCrow
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Betreff des Beitrags: Re: Barfuss Verfasst: 07.10.2006 11:58 |
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| Freier Autor |
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Beiträge: 5501 Wohnort: Binningen
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Morten hat geschrieben: Die Balance zwischen Tragödie und Komödie kriegt der Film kein bisschen hin: Für eine Komödie spielt er mit zu wenig Substanz, als Tragödie wirkt er unfreiwillig komisch.
Er ist eben bewusst lustig und bewusst tragisch...und das in einem schönen Wechselspiel. Der Film will weder Tragödie noch Komödie sein, sondern er ist ein Liebesmärchen (was man an gewissen Bildkompositionen, der Farbgebung und nicht zuletzt an der Handlung und deren Verlauf erkennt).
Und ich habe ihn nicht im Kino gesehen, aber hätte ich gewusst, wie der Streifen ist oder hätte auch nur im Entferntesten mit so etwas Schönem gerechnet, wäre ich 100%-ig hinein gegangen! 
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Morten
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Betreff des Beitrags: Re: Barfuss Verfasst: 07.10.2006 17:30 |
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| Regisseur |
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Beiträge: 1738 Wohnort: Wien
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Ich persönlich finde es wichtig dass sich ein Film seiner Wirkungsabsicht bewusst ist, dass er weiß wo er hin will. Damit schließe ich Filme nicht aus, die es nicht wissen, aber nur unter der Voraussetzung dass sie dieses "Nichts" auch offen vor sich her tragen.
Ich hoffe auch nicht zu Missverständnissen geführt zu haben. Ich habe grundsätzlich nichts gegen eine Vermischung der Genres. Ganz im Gegenteil! Wenn ein Film auf unterschiedlichen Ebenen funktioniert ist das oftmals sogar noch besser als wenn er sich einem strikten 08/15-Genre-Muster unterwirft. Aber wenn, dann müssen diese Elemente schlüssig und berechtigt miteinander verknüpft werden.
Ich hab mir gerade noch Mal "Catch Me If You Can" angeschaut. An diesem Film lässt sich großartig exemplifizieren wie famos eine Vermischung zwischen Komödie und Tragödie gelingen kann. Denn Spielbergs Film ist nicht "gewollt" witzig, sondern entickelt sich aus seiner Tragik heraus zu einer berechtigten "Witzigkeit" hin.
Ich glaube es ist eine Mischung zwischen bewusster und unbewusster Entscheidung wie eine Komödie gelingen kann. Zum einen muss man sich als Regisseur auf die Situation einlassen können ohne ihr schon vorher dogmatisch eine Richtung geben zu wollen, andererseits muss man wissen wo man letztendlich hin will.
Bis eine Situation durch ihre Komik auch noch eine tragische Tiefe erreicht muss man schon vorher wissen, wie die Situation geschaffen ist, wie die Figuren psychologisch zueinander funktionieren. Es ist eben eine Ineinander-Zahnen...bei "Barfuss" gelingt dies nicht, weil er meiner Ansicht nach nicht mit dem nötigen Bewusstsein an seine Charaktere tritt, weil ihm der Humor nicht stimmig genug zum tragischen Background der Geschichte gelingt. Der Film will eben keine Tragödie sein, weil er sich die Möglichkeit offen halten will auch witzig zu sein und ist nicht witzig genug, weil er eben auch eine ernste Geschichte erzählen will. Für mich trug Schweigers Film einfach immer die "Ich weiß nicht was ich erzählen will"-Plankette auf der Stirn. Ich kann nichts dagegen tun...so hab ich's empfunden. Es gibt auch Filme, denen ein Zweifel angehaftet ist und die gerade dadurch ihren Reiz bekommen...aber "Barfuss" ist sich meiner Meinung nach seines Zweifels niemals bewusst. Für mich war "Bafuss" der ambitionierte Versuch eines Kindes ein großes Gemälde nachzubilden. Letztlich erkennt man jedoch immer, dass sich hinter der Linienführung kein Meister verbirgt, auch wenn sich das Bild erkennen lässt.
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und hinter tausend Stäben keine Welt.
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Matt
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Betreff des Beitrags: Re: Barfuss Verfasst: 07.10.2006 17:53 |
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| Regisseur |
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Ich kann mit der Forumulieren "der Film will" immer noch nichts anfangen. Das ist mir einfach du dumm.
_________________ "If it can be written, or thought, it can be filmed."
(Stanley Kubrick)
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TheCrow
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Betreff des Beitrags: Re: Barfuss Verfasst: 07.10.2006 20:21 |
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| Freier Autor |
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Beiträge: 5501 Wohnort: Binningen
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Til Schweiger wollte ein Märchen machen...und als solches funktionniert es in meinen Augen halt hervorragend. 
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Morten
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Betreff des Beitrags: Re: Barfuss Verfasst: 08.10.2006 01:14 |
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| Regisseur |
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Beiträge: 1738 Wohnort: Wien
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Matt hat geschrieben: Das ist mir einfach du dumm.
Na ja...ich werde bestimmt keine Unternehmungen machen, dich davon zu überzeugen, aber mit dem Adjektiv "dumm" empfinde ich meine nicht unberechtigte Aussage doch etwas diffamiert. Was nicht tragisch ist...nur würde ich eben ein anderes Wort vorziehen. "Dumm" klingt schon etwas beleidigend und herabsetzend.
Wie auch immer...vielleicht konnte ich ja meinen Standpunkt nicht transparent genug machen, aber im Grunde bin ich eben der festen Überzeugung, dass ein Film d.h. alle an ihm Beteiligten eine Absicht, eine künstlerische Motivation verfolgen sollten. Ich umschreibe das hier mal grob als "Bewusstsein".
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Matt
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Betreff des Beitrags: Re: Barfuss Verfasst: 08.10.2006 11:22 |
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| Regisseur |
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Beiträge: 13689
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Das hätte ich bestimmt auch anders ausdrücken können, aber ich konnte mit deiner ganzen Formulierung einfach sehr wenig anfangen. Die Filmemacher und das künstlerische Team hinter einem Film verfolgen eine bestimmte Absicht, das mag zutriffen aber nicht der Film selbst.
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Morten
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Betreff des Beitrags: Re: Barfuss Verfasst: 09.10.2006 19:34 |
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| Regisseur |
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Beiträge: 1738 Wohnort: Wien
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Ich merke schon, dass du da eine sehr pragmatische Sichtweise pflegst. Auf einer sehr "realen" Ebene sind natürlich Regisseure, Drehbuchautoren, Schauspieler, Kameramänner, Set-Designer und alles was dazu gehört für das Endprodukt veranwortlich.
Auf einer höheren Ebene jedoch kann ein Film jedoch auch als Produkt nicht-bewusster Entscheidungsprozesse entstehen, gerade weil jeder Regisseur auch als "Kind seiner Zeit" mehr oder weniger bewusst oder unbewusst (intuitiv) die Eindrücke seiner Gesellschaft, seiner Zeit, seines Millieus etc. verarbeitet.
Mehr noch als dass ein Film Produkt seiner "Macher" ist, existiert ein Film auch auf einer sehr abstrakten Ebene als "Film selbst".
Schrecklich, dass ich mal wieder meinen durchschnittlichen Film vor zwei Jahren heranziehen muss, aber als ich ihn drehte, entstand einer Großteil des Films aus reiner Intuition, aus etwas "Unsichtbaren", dass mich den Film als "Film, den ich gedreht habe" und als "Film selbst" betrachten ließ.
Ich finde ein Film hat einen in sich verborgenen "Willen", eine Richtung...nenn' es "Seele"!
Und um bei'm Topic zu bleiben: "Barfuss" verfügt meiner Meinung nach über keinen "wirklichen Willen", über zu wenig "Seele" oder zu wenig Gespür um seine Seele aufzudecken.
Ich weiß, besonders wissenschaftlich oder analytisch ist das nicht. Aber vielleicht versuche ich ja auch nur mein Empfinden mit meinem Kopf zu versöhnen.
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laertesdd
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Betreff des Beitrags: Re: Barfuss Verfasst: 06.08.2007 15:31 |
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| Regisseur |
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Beiträge: 4090
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mensch, bin ich romantisch zur zeit (muss am "herbst" liegen): barfuß ist ein kleiner, feiner, sehenswerter film. respekt an tilly (und das von mir).
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Argonaut
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Betreff des Beitrags: Re: Barfuss Verfasst: 06.08.2007 15:37 |
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| Moderator |
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Beiträge: 5854 Wohnort: Wiesbaden
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laertesdd hat geschrieben: respekt an tilly (und das von mir).

_________________ -"Shoot him again" -"What for?" -"His soul is still dancing"
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Bob
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Betreff des Beitrags: Re: Barfuss Verfasst: 06.08.2007 17:17 |
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| Regisseur |
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Beiträge: 11861
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Boah, was ist nur mit laerty los? Erst der kleine Damm(fein-)riß bei Fellini und jetzt lobt er auch noch den Till...tztztz...Frauen... 
_________________ my trash can
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