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Ich muss doch sagen, dass ich ziemlich begeistert war von diesem Film, den ich fast schon weniger als einen Film, denn als ein theatrales Kammerspiel betrachtet habe.
Fasziniert hat mich vor allem, dass Miller es geschafft hat die Essenz Capotes' Seele 1:1 auf den Stil des Films zu übertragen. So klinisch, steril und analystisch wie der Film, funktioniert auch sein Titelheld.
Im Spiel der Akteure herrscht eine so beängstigende Unterkühltheit vor, dass es einen erschreckt und benommen macht.
Die Figuren scheinen sich nicht in den Räumen zu bewegen, die Räume bewegen sich in ihnen.
Millers Film ist weniger geruhsam als betäubend. Ein beunruhigendes Rätsel, eine pragmatische Analyse von Amerika, Mord und Moral ohne erkennbare Antwort. Ein ganz und gar faszinierender Film.
Man darf gespannt sein was von diesem vielversprechenden Debüt-Regisseur als Nächstes kommt.
_________________ Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.
Rainer Maria Rilke
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