Unbeantwortete Beiträge | Aktive Themen
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Annathereal
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Betreff des Beitrags: Das Experiment Verfasst: 11.03.2001 14:26 |
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| Statist |
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Beiträge: 69 Wohnort: Stuttgart
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Wer war schon drin???
Ich bin noch völlig fertig vom Zuschauen, was für ein Film... tonnenweise Diskussionsstoff ! Einer der besten deutschen Filme seit "Funny Games" und mindestens ebenso verstörend.
Würde gern drüber reden , wer noch?
ANNA
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VincentVega
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Betreff des Beitrags: Das Experiment Verfasst: 11.03.2001 14:28 |
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| Regisseur |
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Beiträge: 1025 Wohnort: L.A., REDONDO
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Sag nicht zu Funny Games deutscher Film, sonst regt sich Mr.Blonde wiededer tierisch auF!!
Hab ihn noch nichtgesehen, werd es aber bald tun!
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Janis
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Betreff des Beitrags: Das Experiment Verfasst: 11.03.2001 15:04 |
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| Moderator |
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Beiträge: 3841 Wohnort: Berlin
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Definitiv war auch "Funny Games" kein deutscher Film. Das is' halt so, ne?!
Obwohl... vielleicht könnten wir Österreich ja annektieren... 
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VincentVega
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Betreff des Beitrags: Das Experiment Verfasst: 11.03.2001 19:13 |
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| Regisseur |
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Beiträge: 1025 Wohnort: L.A., REDONDO
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Vor paar Tagen lief ja CUBE bei uns! Die Geschichte erinnert stark an CUBE, aber brqaucxh sich nicht dahinter zuverstecken!
MORITZ (DER COOOLSTE DEUTSCHE SCHAUSPIELER) laeuft zu Bestform auf. Ein untypisch Deutscher Film! Aber er hat immer noch diesen
unangenehm steril wirkenden deutschen Flair!!
<font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: VincentVega am 2001-03-11 22:17 ]</font>
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Neo
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Betreff des Beitrags: Das Experiment Verfasst: 11.03.2001 22:12 |
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| Statist |
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Beiträge: 118 Wohnort: Zwickau
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Ich hab den Film am Freitag gesehen. Hät nicht gedacht das die Deutschen in der Lage sind so einen Film zu machen. Ich bin sehr positiv überrascht.
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Thomas
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Betreff des Beitrags: Das Experiment Verfasst: 21.03.2001 15:16 |
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| Regisseur |
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Beiträge: 3519 Wohnort: München
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Hab mir gestern b-horny und Alabama geschnappt und hab mir den "besten Deutschen Film seit langem" angeguckt. Ich fand ihn scheiße. Dann hab ich noch einmal eine Nacht drüber geschlafen und mich etwas mit dem Thema beschäftigt und jetzt finde ich den Film immer noch scheiße. Wenn man die genauen Fakten des damaligen Experiments kennt, wirkt der Film sogar noch unglaubwürdiger als er es ohnehin schon tut. Ausführliche Review gibts morgen.
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Alabama
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Betreff des Beitrags: Das Experiment Verfasst: 21.03.2001 18:38 |
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| Zuschauer |
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Beiträge: 19 Wohnort: Starnberg
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Ich kann mich Thomas nur anschließen!
Tut mir ja sehr Leid((lieber lieber Basti)),aber dieses Filmchen war so doof,dass es mich überall gejuckt hat...Für mich war das einer von den Filmen,in denen man immer aufstöhnen muß, wenn mal wieder eine von diesen unwichtigen(in diesem Fall wars Tareks Braut,die durch seine Wohnung wuselt)Szenen kommt,die so schwachsinnig und unnütz sind, dass sie den Film leider futschi machen.
Naja,o.k.,die Sache, dass Tarek in der "Black Box" einen Universalschraubenzieher findet, mit dem er NATÜRLICH die Panzerwand (mal ganz abgesehen von den Wänden des Gefängnisses)einfach so wegschrauben kann,hat mich auch nicht unbeding überzeugt.
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Annathereal
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Betreff des Beitrags: Das Experiment Verfasst: 22.03.2001 11:59 |
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| Statist |
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Beiträge: 69 Wohnort: Stuttgart
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Also irgendwie finde ich den Ausspruch:" der Film war Scheiße " ziemlich pauschal , was genau hat Dich denn gestört ? Wir sind doch hier , um über Filme zu diskutieren und nicht, um sie zu verreißen , oder hab ich das falsch verstanden ? Ich habe mir auch die Sites zum Stanford-Experiment angeschaut und natürlich wurde im Drehbuch alles zugespitzt und stellenweise waren auch unglaubwürdige Sachen dabei , aber für mich geht es im Film um was anderes. Ich finde das Thema Gruppenzwang und Rollenverhalten bzw. Gewaltbereitschaft sehr intelligent transportiert ; mir hat der Film jedenfalls eine Menge zum Nachdenken gegeben , siehe auch die Parallelen zu den Nazis / Zivilcourage etc.
Ich weiß nicht ,aber ich hatte erwartet , dass man nicht so über Oberflächlichkeiten redet ( langweilige Kamera ) , sondern mehr zum Inhalt. Aber vielleicht können wir ja nochmal über das Experiment reden , genug Stoff gibt es...
ANNA
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Thomas
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Betreff des Beitrags: Das Experiment Verfasst: 22.03.2001 18:55 |
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| Regisseur |
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Beiträge: 3519 Wohnort: München
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Ahoi Anna,
mein Statement war deshalb so kurz und drastisch, weil es eigentlich nur dazu diente meinen Ärger über den Film und dessen Pseudobotschaft rauszulassen. Schließlich habe ich meine Gedanken zu diesem Film ja in einer Review zusammengeschrieben, die auf der Website jetzt nachzulesen ist. Ich bin gern dazu bereit über den Film selbst und die Aussage die er macht bzw. die Aussage die er machen möchte zu diskutieren.
Ich denke ich kann aber bereits jetzt schon mal auf dein vorangegangenes Statement eingehen. Zunächst finde ich es wieder mal typisch Deutsch, daß so ein Film gleich mal wieder in Verbindung mit dem Dritten Reich gebracht wird. Ist ja nicht so, daß wir uns nun schon seit mehr als 50 Jahren mit Thema auseinander gesetzt haben. Das scheint in Deutschland irgednwie so ein Drang zu sein. Hauptsache es wird wieder mal ein wenig Vergangenheitsbewältigung betrieben. Ich glaube, so ein Film wie "Das Experiment" kann genau wegen diesen Assoziationen auch nur in Deutschland so erfolgreich sein.
Aber jetzt mal zu den Ereignissen des Films, die angeblich so schreckliche Wahrheiten über die menschliche Natur ans Licht bringen:
1) Rollenverhalten
Die Probanden die als Wärte eingesetzt werden nehmen schnell die Rolle der Authoritätspersonen ein, die Probanden die Gefangene spielen sollen nehmen auch diese Rolle sehr schnell ein. Daraus kann man aber keinerlei Schlußfolgerungen über menschliches Verhalten ziehen, denn das sind ja die VORGABEN des Experiments. Die Vorschungsleiter sagen: Also ihr 8 seid jetzt Wärter und müsst dafür sorgen, daß Ordnung herrscht und ihr 12 seid Gefangene die sich nach den Spielregeln zu richten haben. Das soll eine realistische Gefängnissituation nachstellen, das war ja von vornherein die Aufgabe. Es zeigt also nun nicht von menschlicher Schwäche wenn man diese Vorgaben dann in die Tat umsetzt. Andernfalls hätte das Experiment ja nicht einmal beginnen können.
2) Gruppendynamik
Es ist natürlich auch völlig logisch, daß sich in einer Gruppe eine gewisse Rangfolge bildet. Der schlauste, erfahrenste, stärkste oder was auch immer Teilnehmer einer Gruppe wird immer zu so einer Art Anführer. Die anderen erfüllen dann alle eine ganz bestimmte Aufgabe innerhalb der Gruppe. Das hat was mit Organisation zu tun. Das ist das Grundprinzip sozialen Verhaltens und ist somit auch der Grundstock einer jeden Zivilisation. Ich kann daran nichts schlechtes erkennen.
3) Die Gefangenen werden mit der Zeit depressiv
In Gefängnissen versucht man den Sträflingen ihre Identität zu rauben. Sie werden zu einer Nummer degradiert. Sie werden gedemütigt und unter Kontrolle gehalten, damit ein reibungsloser Ablauf des Gefängnisalltags funktioniert. Auch daran kann ich nichts schlechtes erkennen. Ich finde Mörder, Gewaltverbrecher und Sexualtäter sollten im Gefängnis schon so etwas wie eine Strafe erfahren. Das ist ja kein Ferienlager oder so. Es handelt sich bei einem Gefängnis nicht um irgendeinen Ort an dem Menschen zusammen kommen und zusammen leben, sondern es handelt sich um eine Anhäufung von Verbrechern, Mördern und Gewalttätern. Die darf man schon ein wneig härter anfassen, wenn sie sich nicht anständig verhalten.
Das man die Testpersonen eines solchen Experiments genau diesen Extremsituationen aussetzt ist moralisch allerdings schon fragwürdig. Aber aus genau diesen Gründen wurde das Original Stanford Experiment ja dann auch abgebrochen. Ganz im Gegenteil zur Darstellung im Film. Einer der Gründe warum ich den Film scheiße finde.
4) Agressives und sadistisches Verhalten der Wärter
Jetzt kommen wir zu dem einzig wirklich interessanten Punkt. Liegt es in der Natur des Menschen eine Machtposition auszunutzen? Sind wir im Grunde alle sadistische Bestien die nur durch die Normen der Gesellschaft und durch die Präsenz des Gesetzes in Zaum gehalten werden? Genau das will der Film meiner Meinung nach wirklich Aussagen und genau dies halte ich für äußerst unglaubwürfig. Jedenfalls in diesem speziellen Fall.
Man muß sich doch einmal diese Situation klar machen: Man ist also Teil eines Experiments und wird als Wärter eines Gefängnises eingeteilt. Man hat jetzt die Macht, sich andere unterwürfig zu machen. Die Vernunft sagt einem jedoch, daß man dies in einem gewissen Rahmen zu tun hat. Dazu kommt noch folgende Tatsache: Man WEISS daß man beobachtet wird. Man WEISS daß man Teil einer Untersuchung, einer Studie ist. Man WEISS das diese Extremsituation nach 14 Tagen zu Ende ist, das dann das normale Leben eintritt und man für die Sachen die man die letzten zwei Wochen getan hat gerade stehen muß. Man hat dieses Bewußtsein. Also allein schon aus Selbstschutz wird man sich nicht so hemmungslos gewalttätig verhalten, weil man eben ganz genau weiß, daß das Konsequenzen haben wird.
Angenommen eine Gruppe von 20 Menschen würde nach einen Schiffsunglück auf einer einsamen Insel stranden und dort würde sich eine bestimmte soziale Rangordnung einstellen. Dann mag es schon sein, daß der Anführer der Gruppe sich irgendwann einfach das Recht heraus nimmt eines der schwächeren Mitglieder dessen Nase ihm nicht passt zu verprügeln, auszustoßen oder gar zu töten. Denn er hat die Macht dazu und er weiß daß es für ihn keine Konsequenzen hat, weil er ja schließlich der Anführer ist.
Bei einem Experiment bei dem man unter Beobachtung steht ist das allerdings eine ganz andere Sache. Da verhält man sich nicht so. Vor allem nicht nach zwei, drei Tagen und vor allem nicht gegenüber den Versuchsleitern, sprich gegen Menchen aus der realen Welt. Die Wärter konnten ja auch jeden Tag nach Hause gehen, konnten als zwischendrin immer mal abschalten und waren überhaupt nicht in Gefahr ihren Realitätssinn dermaßen zu verlieren. Daher halte ich das Verhalten der Wärter für unrealistsich.
So ich hoffe, das ist erst einmal genug Diskussionsstoff.
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VincentVega
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Betreff des Beitrags: Das Experiment Verfasst: 23.03.2001 01:06 |
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| Regisseur |
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Beiträge: 1025 Wohnort: L.A., REDONDO
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Ich schließe mich im ganzen Thomas an. Der Film ist zwar als Unterhaltung nicht schlecht, aber auch nicht herausragend.
Was mich an dem Film nervt ist, dass er sich wie alle deutsachen Filme zu ernst nimmt und sich von Hollywoodfilmen abzuheben versucht!
Im Prinzip ist das ein Film der auf der Welle mitschwimmt, die diese BIGBROTHER & Co. erzeugt haben. Im internationalen Terrain ein durchschnittlicher Film, aber für deutsche Verhältnisse nur gut.
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Annathereal
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Betreff des Beitrags: Das Experiment Verfasst: 25.03.2001 14:57 |
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| Statist |
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Beiträge: 69 Wohnort: Stuttgart
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Hi Thomas,
ich komme grad wieder an die Grenzen des Net´s , habe im Moment null Lust , meine Meinung so detailliert aufzuschreiben...
Das geht in einer persönlichen Diskussion einfach besser .
Du hast so viele Themen angesprochen ,daß das Posting ewig lang würde ,also nur ganz kurz : ich kenne die Unterlagen zum Original-Experiment und gerade deshalb kann ich Deiner Argumentation , der Film wäre unrealistisch ( die Wärter & Gefangenen würden nur ihre Rollen spielen , sind sich der künstlichen Situation und der Kameraüberwachung bewußt usw.) nicht zustimmen. Das schlimme am Original-Experiment war ja , daß beide Seiten nicht mehr zwischen Realität und Experiment unterscheiden konnten . Der Film hat dies natürlich extrem zugespitzt , aber das macht das Thema einfach deutlicher.
Die Frage ist doch , warum vergessen die Wärter und auch die Gefangenen , daß alles nur eine Simulation ist ( die Situation ist auch im Stanford-Experiment eskaliert )?
Das Ganze mußte doch abgebrochen werden , weil bei einzelnen Personen extrem sadistisches Verhalten ( Wärter ) und psychische Schädigungen ( Gefangene ) festgestellt wurden.
Mich hat das Thema sehr beschäftigt , warum bestimmte Menschen in einer solchen Machtposition , wie sie die Wärter hatten , diese mißbrauchen bzw. sich anderen unterordnen , die dies anordnen.
Sorry ,das war ich nichtmal einen Bruchteil von dem , was ich dazu zu schreiben hätte , aber auf jeden Fall finde ich den Film sehr gut.
Grüße , Anna
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Thomas
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Betreff des Beitrags: Das Experiment Verfasst: 25.03.2001 17:25 |
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| Regisseur |
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Beiträge: 3519 Wohnort: München
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Man kann dem Film vielleicht zu gute halten, daß er es trotzdem schafft die Zuschauer zum philosophieren und nachdenken anzuregen. Ich fand den Film aber auch so von der Regie und dem Drehbuch mit seinen zahlreichen logischen Fehlern und Lücken recht mager. Aber wie gesagt, die Schauspieler konnten mich überzeugen. Anyway, ich glaube Diskussionen über die Glaubwürdigkeit des Films werden nie zu einem Ergebnis führen, da eben keiner wirklich weiß wie der typsiche Mensch in so einer Situation reagieren würde. Die einen haben eben eine schlechtere Meinung vom menschlichen Wesen, als andere.
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Thomas
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Betreff des Beitrags: Das Experiment Verfasst: 27.07.2002 13:54 |
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| Regisseur |
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Beiträge: 3519 Wohnort: München
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Also falls Zaph oder jemand anderes noch über "Das Experiment" diskutieren möchte, dann doch in diesem Topic hier. Da paßts bsser hin.
_________________ If you put your mind to it, you can accomplish anything.
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Zaph
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Betreff des Beitrags: Das Experiment Verfasst: 28.07.2002 17:38 |
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| Nebendarsteller |
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Beiträge: 375 Wohnort: Berlin
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Naja, meine Meinung kennst Du ja, aber immerhin sehe ich wieder, daß ich nicht damit alleine bin. Dich werde ich wohl sowieso nicht mehr überzeugen können...
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Thomas
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Betreff des Beitrags: Das Experiment Verfasst: 28.07.2002 18:21 |
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| Regisseur |
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Beiträge: 3519 Wohnort: München
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Es geht eigentlich nicht ums überzeugen, sondern um den gepflegten Austausch von Argumenten...
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Martin
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Betreff des Beitrags: Das Experiment Verfasst: 28.07.2002 19:48 |
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| Moderator |
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Beiträge: 4128
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Yo, noch mal zu dem 'based on a true story':
Es ist klar, dass alle solche Filme irgednwo verändert wurden, allein schon um der Handlung einen Kino taugliche Spannungsbogen zu verleihen. Das nennt man dramaturgische Freheit. Nur sollte sich dies in einem gewissen Rahmen halt, welcher beim Experiment einfach gesprengt wurde und womit der Film einfach ins lächerliche gezogen wurde.
Aber auch ohne dieses Verarsche des 'based on a true story' wäre der Film schlecht. Die Handlung und deren Zufälle sind einfach total unglaubwürdig und Moritz Bleibtreus 'schauspielerei' war auch einfach nur peinlich.
_________________ If it wasn't this... it'd be something else.
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Thomas
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Betreff des Beitrags: Das Experiment Verfasst: 29.07.2002 02:09 |
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| Regisseur |
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Beiträge: 3519 Wohnort: München
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Mein Problem mit dem "based on a true Story" war einfach folgendes: Das Hauptthema des Films ist doch die Frage, wie Menschen mit Authorität in Extremsituationen umgehen. Genau dies wird meines Erachtens völlig falsch, oder sagen wir zumindest extremst übertrieben dargestellt. So wie die Menschen in den Film abgehen, würden sie es in der Realität nie tun. Das ist teilweise absolut abstrus. So, der Film heftet sich jetzt das Ettiket "based on a true Story" an und lügt dem Zuschauer damit vor, daß die hier gezeigten menschlichen Verhaltensweisen auf wissenschaftlichen Fakten basieren, was eben einfach nicht stimmt. Der normale Zuschauer hinterfragt das ganze jedoch nicht, nimmt dem Film die Geschichte zu 100% ab und kommt anschließend völlig schockiert aus dem Kino heraus. Schockiert über das menschliche Verhalten, welches in dem Aumaß gar nicht existent ist.
Das ist im Grunde das gleiche, wie wenn Michael Bay seine Version von Pearl Harbor dreht, dabei irgendwelche Schlachten und Heldentaten erfindet und am Ende sagt, daß würde genauso in den Geschichtsbüchern stehen. In dem Fall haben die Zuschauer die Story Gott sei Dank nicht so ohne weiteres akzeptiert.
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Daniel
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Betreff des Beitrags: Das Experiment Verfasst: 29.07.2002 03:25 |
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| Moderator |
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Beiträge: 3286 Wohnort: Six Feet Under
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Dieser Argumentation kann ich jetzt leider nicht ganz folgen. Ich würde ja durchaus noch einräumen, dass der Film durch die explizite Markierung der Handlung als auf einer wahren Begebenheit beruhend recht dreist versucht zusätzliche Aufmerksamkeit zu gewinnen und dadurch an Sympathie verliert, aber ich verstehe nicht inwiefern das jetzt Einfluss auf den konkreten Inhalt haben soll. Dass Filme Historizität vortäuschen, die in der Realität in der dargestellten Form so nie gegeben war, geschieht nun wirklich sehr häufig; Gibsons "The Patriot" hat z.B. eine Wertung von 78 % bekommen, obwohl der seinen geschichtlichen Hintergrund auch nur als Katalysator einer clichébeladenen 08/15-Story missbraucht.
Davon abgesehen fand ich "Das Experiment" weder besonders gut noch besonders schlecht, die Story ist einfach nicht subtil genug und die Charaktere sind überzeichnet. Aber das ist ein immanentes Problem und verschwindet nicht wenn man die einleitenden Worte "based on a true story" weglässt.
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Thomas
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Betreff des Beitrags: Das Experiment Verfasst: 29.07.2002 04:01 |
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| Regisseur |
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Beiträge: 3519 Wohnort: München
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Tatsachenverfälschungen sind in der Tat prinzipiell ein Ärgernis, bei diesem Film hats mich jedoch besonders gestört, weil die Thematik des Films und vor allem auch der Schock den der Film auslösen soll, auf einer Lüge basiert. Es geht hier ja nicht um geschichtliche Fakten sondern um menschliche Verhaltensweisen, das ist schon noch mal ein anderes Thema.
Der Film war aber auch in anderen Bereichen ziemlich mau...
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Zaph
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Betreff des Beitrags: Das Experiment Verfasst: 29.07.2002 09:58 |
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| Nebendarsteller |
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Beiträge: 375 Wohnort: Berlin
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Wie im alten Thread gesagt: wenn man alles vergisst, was über den Film geschrieben/geredet wurde und sich nur auf das konzentriert was man im Kino sieht, ist der Film meiner Meinung nach grandios. Außerdem: wenn die gezeigten Verhaltensweisen und Reaktionsmuster der Versuchspersonen so unrealistisch wären, würden die Leute eben nicht so krass von dem Film mitgenommen werden, wie ich das (auch bei mir selber) erlebt habe. Das da based on a true story drunter steht, hat da sicher keine besonders große Rolle gespielt, das steht unter sauvielen Filmen (auch bei welchen, in denen es um Ufos geht). Es sieht doch eher so aus: wir wissen selber ganz genau, daß wir im Ernstfall auch nicht mehr die zivilisierten, freundlichen Menschen wären, die wir im Alltag sind. Schließlich war das im Film nur ein Experiment, die Leute wußten ja, daß sie mit Kameras gefilmt wurden, außerdem wurde ihnen Gewalt verboten. Stellt euch die Situation mal ohne Kameras und Gewaltverbot vor... Dann ist das, was das Experiment zeigt, sicher nicht mehr so unrealistisch. Das Problem liegt, also höchstens darin, daß der Film die Reaktionen überzeichnet, die normalerweise durch die Testsituation abgeflacht werden würden.
Abgesehen von all dem ist das Experiment vor allem ein sehr guter Thriller mit einem perfekten Spannungsaufbau, wie man ihn in Hollywoodproduktionen unserer Zeit meist vergeblich sucht.
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