@ Wyatt: selbst Robert Redford pflegte mal zu sagen, er schaue sich seine Film nicht an, weil das für ihn nur ein Handwerk sei. Ein Bäcker bestaune ja seine Brötchen auch nicht in der Auslage!
Was Harrison anbelangt: wie hat er neulich beim Frühstück zu mir gesagt

er wollte einfach nur einen kleinen Film drehen, eine Komödie, nix Großes - und genau das ist ihm bei Hollywood Homicide IMO gelungen. Ihm machen Dreharbeiten schon Spaß, er liebt ja auch "Physical Acting" wie er es immer wieder betont, er ist halt nur kein Method Actor, der seine Rolle von morgens bis abends durchlebt, sondern zieht seine Filmklamotten aus, um ins reale Leben zurückzukehren. Daran ist, denke ich, nichts falsches. Warum soll ER eine andere Hingabe zum Job verspüren, als 3/4 der arbeitenden Gesellschaft. Ist halt ein Broterwerb wie (fast) jeder andere auch.
Und daß er keine Fans mag, stimmt
so nicht ganz. ER ist halt nur ein ganz ein Schüchterner, der jeglichen Glamour und Rummel um seine Person haßt. Wie man ja sehr schön in der "Inside the Actor's Studio"-Folge mit ihm sah im Interview!