sry, laertesdd, aber da muss cih dir widersprechen
gerade die Handhabung des Endes finde ich gelungen alternativ.
Dass man kein echter Genre-Fan sein muss, um den Schluss vorauszusehen, ist klar, das will ichg nicht abstreiten.
Aber wie in allen mysteriefilmen müssen sich drehbuchautor und regiesseur sich der Frage stellen, ob sie das Rätsel auflösen oder den Zuschauer mit seinen Gedanken alleine lassen.
Normalerweise sieht das dann so aus:
1. Möglichkeit: Auflösung
Jede Frage, die unbeantwortet war, wird nun aufgeklärt, der Zuschauer erfährt (oft per Flashback), warum sich die melwürdigen Ereignisse zugetragen haben. (vgl.
Fight Club)
Leider wird dadurch aber die gesamte Spannung weggenommen und der Film ist ab dem entscheidenden Moment, in dem das Publikum bereits Bescheid weiß, was Sache ist, einfach nur noch öde und wartet nur noch auf den Abspann...
Ich finde diese Art des Showdowns eher unattraktiv, weil sich oft kleine Widersprüchlichkeiten ergeben, an die nicht gedacht wurde und der Film einfach sein Mysterie-Genre dadurch verliert.
2. Möglichkeit: keine Auflösung
Der Zuschauer weiß nicht genau, was eigentlich der wahre Grund für die seltsamen Ereignisse ist; er soll mit der Gesamtheit der Informationen, die er während der Geschichte erhalten hat, sich seine eigene Vorstellung zusammenreimen (vgl.
Donnie Darko). dies liegt oft daran, dass der Autor selbst keine Lösung geben kann, er waill stattdessen den Zusachauer zum Überlegen anregen.
Meiner Meinung nach ist das die bessere Lösung, der Film bleibt dadurch ein wenig unantastbar und bleibt interessant, weil er seine Ästhetik nicht wegschmeißt.
Wie gesagt, mir gefällt die 2. Variante besser, auf die aber in
23 verzichtet wurde. Die langwierige auflösung gegen Ende ist im Gegnsatz zu den meisten solcher Produktionen interessant, weil es noch einmal irgendwo eine "Extra-Geschichte" ist.
Es handelt sich nicht nur um des Rätsels Lösung, sondern erzählt ganz autonom
Zitat:
die Vorgeschichte des Autors und wie er zu dem wurde, was er nun ist.
(nur für Leute, die den Film bereits gesehen haben...)
Außerdem wird hier noch ein wenig Hoffnung bzgl. der Beziehung zwischen den Sparrows geschöpft. (Szene, in dem Sparrow zum ersten ´Mal seine zukünftige Frau sieht)
Fazit:
23 zeigt eine meiner Meinung nach schöne Auflösung; sie ist nicht nur eine alles beantwortente Lösung, sondern für sich autonom und trotz Tragik beruhigend nach dem dauernden Einhämmern der paranoiden Vorstellungen des Hauptdarstellers.
Nichtdstotrotz sind es nur sehr wenige Filme, die so etwas positiv umsetzen...
P.S.: also, ich bin mit eher wenig Einstiegserwartungen ins Kino gegangen und deswegen positiv überrascht.
