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 Betreff des Beitrags: Up in the Air
BeitragVerfasst: 07.02.2010 15:40 
MovieMaze- Weihnachtsmann
MovieMaze- Weihnachtsmann

Beiträge: 7081
Ich war heute morgen "UP IN THE AIR" zusammen mit George Clooney. Und ehrlich gesagt bin ich es noch. Der Film ist inhaltlich und thematisch ähnlich aber doch auch konträr zu Lawrence Kasdan's (ebenfalls wundervollem) "ACCIDENTAL TOURIST" vor einigen Jahren. "UP IN THE AIR"! ist fürwahr herrlicher Film, so herrlich charmant, witzig, nachdenklich, poetisch, philosophisch und wahrhaftig. Grandios geschauspielert von der Besetzung, vor allem von George Clooney. Es besteht kein Zweifel, vom Aussehen, vom Charme, vom augenzwinkernden Witz, ja auch vom Schauspiel her: George Clooney ist der moderne Cary Grant. Ganz großes Kino von Jason Reitman in einem sympathischen stillen Film mit herrlichem Score von Rolfe Kent. 10/10


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 Betreff des Beitrags: Re: Up in the Air
BeitragVerfasst: 07.02.2010 15:42 
Freier Autor
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Beiträge: 14416
Jason Reitman hat mich bisher immer überzeugt, der Film gilt als einer der Topfavoriten für den Oscar und der Trailer versprach, dass Up in the Air genau mein Film werden würde. Da waren sie also wieder, die viel zu hohen Erwartungen, die dann natürlich nicht ganz erfüllt werden konnten. Dennoch ist Reitmans neuestes Werk wieder ein toller Film über einen Mann dessen Job es ist Leute zu entlassen und dem eine junge Assistentin an seine Seite gestellt wird. Teilweise ist das Ganze so unglaublich seicht, aber irgendwie auch so liebenswürdig, dass man eigentlich über die komplette Laufzeit ein Lächeln im Gesicht hat. Die Darsteller gefallen durch die Bank, vor allen Dingen Anna Kendrick konnte mich überzeugen ... vielleicht sollte ich Twilight ja doch mal ne Chance geben? Was den Film dann doch noch seine 8 Punkte gegeben hat war sein Ende, dass so richtig schön anders ist, aber von Reitman hab ich auch nicht erwartet, dass er 08/15-Einheitsbrei abliefert. Ein sehr schöner kleiner Film, dessen Oscarhype ich jedoch nicht so ganz nachvollziehen kann.

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Life ain't about how hard you can hit. It's about how hard you can get hit and keep moving forward.


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 Betreff des Beitrags: Re: Up in the Air
BeitragVerfasst: 08.02.2010 10:32 
Regisseur
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Beiträge: 8756
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Was sich einem klar aufdrängt zu erwähnen ist: ein typischer Jason Reitman. Schon nach nur wenigen Filmen ist eine klare und unverwechselbare Handschrift des Sohnes von Ivan Reitman zu erkennen. Als da wären gut ausgearbeitete Figuren, großartige Darstellung von menschlich-sozialem, dazu viel Humor, aber auch viel Authentizität und größere Anflüge von Tragischem. Schließlich noch ein sehr üblich klingender Soundtrack und einige nette, tolle Ideen und Einfälle, die dem Zuschauer dessen Tätigkeit mehr als nur versüßen.

Dazu kommen hier auch tolle Darsteller. Clooney ist einfach ein ganz großer, wie er hier den charmanten Experten mimt, der jeder Situation gewachsen scheint, ist schon eine außerordentlich gute Leistung, mal wieder. Auch die Farmiga und ihre Figur sind ganz famos. Lynskey und McBride kommen für meine Begriffe etwas kurz, sind aber mehr als nur das Sahnehäubchen in diesem Film und ein wundervolles Paar... eigentlich sollte ich ja eifersüchtig sein, aber dem Danny gönne ich das. Apropos kurz kommen, dies trifft zweifellos auch auf Simmons und Galifianakis zu, die man als Fanzone durchaus länger hätte sehen wollen. Anna Kendrick hat mich übrigens ein wenig an Heather Matarazzo erinnert.

Gibt einige großartige Szenen, wie zB als sich Ryan und Alex kennenlernen, sehr spaßig. Oder die Szenen um die Hotel-Party der IT-Firma mit dem grandiosen visuellen Abschluss als die Teilnehmer mit nassen Füßen in’s Hotel zurückkommen.

Die Figur des Ryan Bingham ist zweifellos interressant und in gewisser Weise auch etwas zu bedauern. Just als er es schafft seine eingefahrenen Pfade zu verlassen und etwas zu riskieren, erlebt er eine saftige Bauchlandung und seine bisherige Einstellung wird quasi bestätigt. Aber dennoch hat er sich auch ein anderes Türchen geöffnet und somit bleibt weiteres offen, aber das ist so genau richtig getroffen.

Als Fazit kann man sagen, wirklich ein sehr schöner, gut anzusehender Film mit viel Humor, Tiefgang, einer interessanten und nachdenklichen Geschichte die trotz ihrer gewissen Leichtigkeit auch einige sozialkritische Anflüge hat. Außerdem kommt man noch ein wenig im Land herum, wenn auch überwiegend ausschließlich im mittleren Westen. Dazu wunderbare Kameraarbeit sowie Auswahl der Bilder und schließlich tolle Darstellerleistungen, die das Ganze abrunden.

Und Abspanngucker haben wie immer mehr vom Film, erfährt man da doch, wie Reitman zum Titel des Filmes kam.

8/10

Was ich auch noch erwähnen möchte ist eine kleine Szene, in der Kirche, als alle klatschen, die Art wie Clooney da den Kopf leicht senkt, das war so typisch Clooney, weiß auch nicht, aber irgendwie hat das was ganz besonderes.

Inwieweit die vielen Oscarnominierungen berechtigt sind kann ich nicht abschließend beurteilen, da ich viele der Mitbewerber nicht kenne, aber zunächst mal finde ich es positiv, dass auch so ein Film bedacht wird und wenn Clooney oder Farmiga so 'nen Goldotto bekommen würden, was ich aber eher bezweifle, könnte ich trotzdem ruhig schlafen.

Allerdings dass die Lynskey nicht bedacht wurde ist ein Skandal ! :wink:

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Ich habe diese Untersuchung schon bei vielen Kühen durchgeführt. Manche schreiben mir heute noch.


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 Betreff des Beitrags: Re: Up in the Air
BeitragVerfasst: 21.02.2010 18:03 
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fand ihn ähnlich wie Juno: :sleeping:

die interviews zum schluss waren noch der gipfel der peinlichkeit. pointless. werde dem ebenfalls viel gelobten Thank You for Smoking noch eine chance geben und bei gleich (überwiegend) miesem eindruck das kapitel Jason Reitman sein lassen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Up in the Air
BeitragVerfasst: 21.02.2010 18:51 
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Wohnort: Konstanz
Bob hat geschrieben:
fand ihn ähnlich wie Juno: :sleeping:


:o

Manchmal werd ich aus dir nicht schlau. Fand alle drei von dir genannten Filme große Klasse. Reitman ist ein Garant für tolles Kino. Aber Thank you for Smoking wird dir gefalleln.

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 Betreff des Beitrags: Re: Up in the Air
BeitragVerfasst: 22.02.2010 18:40 
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meine erste review auf youtube:

Movie Review: Up in the Air

*duckundweg*

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 Betreff des Beitrags: Re: Up in the Air
BeitragVerfasst: 22.02.2010 19:47 
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 Betreff des Beitrags: Re: Up in the Air
BeitragVerfasst: 22.02.2010 22:44 
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Bob, du bist ein vogel

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 Betreff des Beitrags: Re: Up in the Air
BeitragVerfasst: 23.02.2010 10:41 
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Mist habe keinen Ton hier.

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 Betreff des Beitrags: Re: Up in the Air
BeitragVerfasst: 23.02.2010 18:42 
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Tolle Darsteller, aber irgendwie ist der Funke bei mir trotzdem nicht so ganz übergesprungen. Der Film war zu keinem Zeitpunkt langweilig, aber das Ende (besonders der Einsatz von Musik/Geräuschen am Schluss) fand ich total daneben. Hat mich etwas enttäuscht, was auch an meinen hohen Erwartungen liegen könnte. Kurzum: Bob, ich fand Thank you for smoking besser, hör auf YouTube-Filmchen zu schneiden und schau dir den an ;)!

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 Betreff des Beitrags: Re: Up in the Air
BeitragVerfasst: 25.02.2010 00:19 
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Bob hat geschrieben:
fand ihn ähnlich wie Juno: :sleeping:

die interviews zum schluss waren noch der gipfel der peinlichkeit. pointless. werde dem ebenfalls viel gelobten Thank You for Smoking noch eine chance geben und bei gleich (überwiegend) miesem eindruck das kapitel Jason Reitman sein lassen.

Sorry das so sagen zu müssen, aber du bist eine herzlose Kreatur. :wink:

Gottfilm. Wie bereits Juno und Thank you for Smoking. Perfekt. Schön. Jason Reitman-Fanzone

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 Betreff des Beitrags: Re: Up in the Air
BeitragVerfasst: 16.03.2010 13:33 
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Mein bester Film bisher in diesem Jahr, neben 500 Days of Summer. Von Anfang bis Ende ein stimmiger und wunderbarer Seitenhieb auf die moderne Arbeitswelt und den modernen Menschen. Clooney in Höchstform. Bob nicht.

ähhh auf jeden Fall um Längen besser als der Ziegenfilm, den ich mir vorgestern gegeben hatte. Sieger im Clooney-Doppelpack ist dementsprechend Up in the air.

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 Betreff des Beitrags: Re: Up in the Air
BeitragVerfasst: 16.03.2010 22:28 
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was denn für wunderbare seitenhiebe? der obskure kram mit der video-entlassung? konstruierte tränendrüsen-scheiße war das.

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 Betreff des Beitrags: Re: Up in the Air
BeitragVerfasst: 16.03.2010 23:40 
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Wohnort: Garden State
Wieso obskur, wieso konstruiert? Glaubst du das wär fernab der Realität, oder gestellt? Keins von beidem ist der Fall. Die meisten der Gefeuerten im Film wurden wirklich vor kurzem freigestellt und sollten ihre Gedanken und Emotionen in diesen Szenen wiedergeben. Die Methoden Freistellung sind auch beide gängig und die der Videoentlassung übernimmt wirklich zur Zeit die Oberhand. Der Film ist ein Zeitzeugnis unserer Gesellschaft und gleichzeitig gute Unterhaltung und Geschichtenerzählung. Ich versteh wirklich nicht, was du immer auf dem Jason und seinen Filmen rumhakst, das ist noch einer der wenigen in Hollywood die immer wieder was originelles und gut inszeniertes auf die Reihe bringen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Up in the Air
BeitragVerfasst: 17.03.2010 17:16 
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also für das mit der überhandnahme der video-entlassungen hätte ich mal gerne eine quelle gesehen. jedenfalls würde mir das die erwähnten sequenzen auch nicht schön reden. das mit der trennwand, der mensch nur noch als schatten erkennbar. visueller in your face. dann diese "traurigen" statements, oje. klar ist der verlust des arbeitsplatz bestimmt ein thema, das man ansprechend umsetzen könnte. aber so ohne persönlichen hintergrund, einfach nur eine aneinanderreihung von betroffenen gesichtern. das gibt mir nichts her.
egal. halte mich in zukunft von solchen academy-tauglichen filmen und vor allem ihren topics fern. ich habe von Jason gerade mal zwei filme gesehen, einen fand ich unterdurchschnittlich, aber noch guckbar, den anderen schrecklich gekünstelt. warum ich deswegen immer auf dem regisseur und seinen filmen rumhacken würde, entzieht sich meiner kenntnis. auch das mit Bob nicht in form. kein plan.

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 Betreff des Beitrags: Re: Up in the Air
BeitragVerfasst: 17.03.2010 17:26 
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Wohnort: Berlin
Kein Plan Dude. Vielleicht hat sich dein Sehgeschmack mittlerweile zu sehr vom Mainstream entfernt und dafür geht dir der Film eben nicht weit genug.

Für mich hat hier alles gestimmt. Feiner Cast, eine zurückhaltende Inszenierung und ein feines Drehbuch. Einsamkeit. Arbeitslosigkeit. Verständnislosigkeit. Nicht DER Film zur Krise aber ein gelungener Beitrag, wie ich finde.

Gott, das Teil hatte mich bereits mit diesem feinen Vorspann eingefangen.

Komm, scheiß drauf. Jedem das Seine. Guck dir dennoch ruhig mal Thank you for smoking an. Und keine Bange, dich erwartet da kein zweites Juno oder Up in the air.

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 Betreff des Beitrags: Re: Up in the Air
BeitragVerfasst: 17.03.2010 18:15 
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Fand den auch ganz gut. Sicher kein hammermäßiger Beitrag zur Filmgeschichte, aber solides Erzählkino. Hang zum Kitsch erkennbar, aber für mich noch im gelben Bereich. Das Ende mit den nachgeschobenen Kommentaren war allerdings crap.

:spoiler:

Gut auch, dass Farmiga Clooney wie selbstverständlich als Boy-Toy abseits ihres regulären Familienlebens benutzt hat. Hat die Romantik-Schiene doch ganz nett dekonstruiert.


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