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Kalervo
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Betreff des Beitrags: Re: My point of view Verfasst: 19.02.2009 18:33 |
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257. Tatort - Kressin und die Frau des Malers D 1972; von Pim de la Parra jr.Episode 18; WDR, Köln; Erstausstrahlung: 28.5.1972 (28.01.2009) Mit: Sieghardt Rupp, Heidi Stroh, Hans Quest, Brigitte Skay, Alexander Allerson, Wolfgang Hinze, Imo Heite, Hartmut Hinrichs, Kees Brusse, Jeroen Krabbé, Hermann Lenschau, Guus Oster, Ivan Desny  Zollfahnder Kressin ist mal wieder einigem auf der Spur. Zunächst mal dem weiblichen Geschlecht ( James Bond ist fast ein Waisenknabe gegen ihn...) und dann auch noch einem Fall von Kunstraub und –schmuggel. Und wieder findet ein Teil der Geschichte in einer großen, pulsierenden, lasterhaften europäischen Stadt statt, nämlich Amsterdam. Zwar darf sich Kressin im Vergleich zu den ganzen Kriminalober- und haupt- und weißwasnichtalles-Kommissaren nur Zollfahnder nennen, aber dafür kommt er ganz schön herum. Im Vergleich zum Stoppen des Nordexpress verliert diese Episode deutlich an Flair. Zwar gibt es diesmal (endlich) auch Tote, aber so ganz rund wirkt die Folge nicht. Wenngleich wieder ein recht authentisches Bild geschaffen wird, doch einige Szenen und Umschnitte wirken, aus heutiger Sicht, fast ein wenig dilettantisch. Doch zum Glück macht die mir so sympathische Figur des Kressin (auch wenn ich selbst ganz anders bin, aber vielleicht mag ich ihn ja auch gerade deshalb so) vieles wieder wett und in meiner Tatort-Ermittler-Hitliste steht er ganz klar an erster Stelle (okay, noch fehlt die Konkurrenz, aber es wird glaube ich schwer ihn vom Thron zu stoßen...). Bemerkenswert an dieser Folge ist es, den später auch durch internationale Produktionen bekannten Jeroen Krabbé zu sehen, wobei ich an der Stelle gestehen muss ihn nicht erkannt zu haben, allerdings war er hier auch gut 30 Jahre jünger als auf dem Bild, dass ich grob von ihm im Kopf habe und dieses ist ehrlich gesagt eher unscharf. 3/5 Handschellen Tatort-Ermittler-Hitliste:1. Kressin (Köln)
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Kalervo
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Betreff des Beitrags: Re: My point of view Verfasst: 19.02.2009 19:01 |
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258. Tatort - Tod eines Mädchens D 1991; von Jürgen RolandEpisode 246; NDR, Hamburg; Erstausstrahlung: 4.8.1991 (31.01.2009) Mit: Manfred Krug, Charles Brauer, Helmut Zierl, Monika Bleibtreu, Katja Studt, Henning Schlüter, Dieter Ohlendiek, Kay Sabban, Lutz Reichert, Katja Woywood, Hans Scheibner, Ann Kligge  Mein erster Fall des Hamburger Ermittlerteams um Stoever, Brockmöller und den Sidekick Meyer Zwo. Der Kriminalfall an sich ist relativ unspektakulär, auch weil man die Ereignisse um den ersten Todesfall gleicht miterlebt, um den zweiten Todesfall wird es dann etwas spannender, was aber wiederum recht schnell aufgelöst wird. Der Fall an sich kann also leider bei mir nicht punkten, ganz anders sieht es da bei den Ermittlern im Besonderen und den Darstellern im Allgemeinen aus. Krug und Brauer spielen ihre Rollen dermaßen sympathisch und authentisch, dass es wirklich Freude macht zuzuschauen und über den wie gesagt nicht ganz so gelungenen Kriminalfall hinwegtröstet. Auch ist es mal wieder schön den leider viel zu früh verstorbenen Kay Sabban zu sehen, den ich bereits seit seiner Rolle in den früheren Großstadtrevier-Folgen sehr sympathisch fand. Und dann Hans Scheibner als Rechtsmediziner... feine Sache. Ja und dann bekommt das Ganze aufgrund zweier weiblicher Akteurinnen noch einen ganz besonderen persönlichen Touch. Denn sowohl Katja Studt wie auch Katja Woywood waren in meiner Jugend Bildschirmschwärmereien meinerseits. Hätte gar nicht gedacht, die Beiden mal in einem Film zu sehen. Allerdings muss ich dazu sagen, dass mir beide hier optisch überhaupt nicht zusagen. Was aber wohl auch an der damaligen Frisurenmode liegt, denn dieses voluminöse, hochtoupierte Haar der späten 80er und frühen 90er ist heute mehr Liebestöter denn -anreger. So gesehen haben sich beide Damen in den letzten gut 15 Jahren sehr zu ihrem Vorteil entwickelt. Doch ich schweife ab. Aber egal, bin eh fertig. 3/5 Handschellen Tatort-Ermittler-Hitliste:1. Kressin (Köln) 2. Stoever / Brockmöller (Hamburg)
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Kalervo
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Betreff des Beitrags: Re: My point of view Verfasst: 19.02.2009 19:20 |
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259. Tatort - 3 x schwarzer Kater D 2003; von Buddy GiovinazzoEpisode 543; WDR, Münster; Erstausstrahlung: 19.10.2003 (03.02.2009) Mit: Axel Prahl, Jan Josef Liefers, Friederike Kempter, ChrisTine Urspruch, Claus D. Clausnitzer, Caroline Peters, Christian Maria Goebel, Wolfgang Packhäuser, Stephan Bissmeier, Bernd Grawert, Max von Pufendorf  Wieder ein tolles, sehr sympathisches Ermittlerteam. Besonders gefallen natürlich die kleinen bissigen aber doch stets auch liebevollen Scharmützel untereinander. Thiel ist mir von Anfang an sympathisch, dank seiner Zuneigung zum FC St. Pauli. Und Boerne muss man einfach gerne haben (jedenfalls als Zuschauer, wohl weniger als Mitmensch). Interessant dabei, dass Jan Josef Liefers in echt (wenn ich das aufgrund einiger Interviews mit ihm so sagen kann) total anders ist als seine Figur, aber sicher macht gerade dies das Gelingen aus, denn hier kann er sich ein wenig austoben und ausspielen. Der Fall selbst ist recht spannend und die Auflösung unerwartet (so soll es ja auch sein). Ohne andere Folgen des Münsteraner Kriminaldoppels gesehen zu haben, würde ich vermuten, dass in dieser Folge wie in sonst kaum einer Boerne im Mittelpunkt steht, was dem Ganzen nicht schlecht steht. "Alles Müller, oder...", "was ?"4/5 Handschellen Tatort-Ermittler-Hitliste:1. Kressin (Köln) 2. Stoever / Brockmöller (Hamburg) 3. Thiel / Boerne (Münster) (Auch wenn die Münsteraner sehr viel Spaß machen, mag ich die Hamburger noch etwas mehr... dass gerade die ersten Drei gleich so bei mir punkten ordne ich mal unter Zufall ein und wage fast zu bezweifeln, dass noch mal irgendein anderes Team bzw. ein Einzelermittler in diese Top drei vordringt).
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Zuletzt geändert von Kalervo am 19.02.2009 19:46, insgesamt 2-mal geändert.
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Kalervo
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Betreff des Beitrags: Tatort Bildschirm Verfasst: 19.02.2009 19:37 |
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260. Tatort - Der Fremdwohner D 2002; von Peter FratzscherEpisode 515; BR, München; Erstausstrahlung: 17.11.2002 (12.02.2009) Mit: Miroslav Nemeč, Udo Wachtveitl, Michael Fitz, August Zirner, Claudia Lössl, Barbara Philipp, Wilhelm Manske, Andreas Maria Schwaiger, Bettina Redlich  Nun also mein erster mit dem Münchner Duo Batić / Leitmayr, welches dank Menzinger zum Trio wird. Sicher auch recht interessante Figuren und auch hier wird versucht ein wenig Humor einzubauen, allerdings werde ich mit den Dreien (noch) nicht ganz warm. Der Fall an sich ist sehr interessant und sicher einer der wenigen Krimis überhaupt, bei dem die Hauptfigur weder Täter noch Opfer ist, toll gespielt übrigens von August Zirner. Besonders wird die Folge auch dadurch, da sie fast ausschließlich in dem Münchner Stadtteil Au spielt, was zwar in Ordnung ist, aber aufgrund der ständigen Erwähnung und Daraufherumreiterei wird man dem irgendwann überdrüssig. Also, guter Fall, mittelprächtiges Drumherum. knappe 3/5 Handschellen Tatort-Ermittler-Hitliste:1. Kressin (Köln) 2. Stoever / Brockmöller (Hamburg) 3. Thiel / Boerne (Münster) 4. Batić / Leitmayr (München)
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Kalervo
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Betreff des Beitrags: Jump into the television Verfasst: 21.02.2009 11:52 |
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261. Jumper (Jumper) USA 2008; von Doug Liman(20.02.2009) Mit: Hayden Christensen, Rachel Bilson, Samuel L. Jackson, Jamie Bell, Michael Rooker, Diane Lane, Tom Hulce, Teddy Dunn, Max Thieriot, AnnaSophia Robb, Jesse James, Kristen Stewart  Tjoa, übermäßig viel habe ich ja nicht erwartet, insofern gibt es auch keine besonders schmerzende Enttäuschung. Man merkt dem Film sehr früh an, dass er eher auf ein jüngeres Zielpublikum geschnitten ist, und sich dabei vielleicht sogar eher an die weiblichen Fans richtet, welche er recht einfach in seinen Bann ziehen kann... ich sehe schon die enthusiastischen und fern jeder Realität strotzenden Einträge in den Filmforen dieser Welt von kleinen Teenie-Mädchen bildlich vor mir. Gegen die beiden Hauptdarsteller habe ich soweit nicht viel einzuwenden, Rachel Bilson ist eben mehr als nur durchschnittliches Eyecandy für den männlichen Betrachter (inwieweit sie es schauspielerisch drauf hat steht auf einem anderen Blatt), mit Hayden Christensen bin ich bislang noch nicht richtig warm geworden, er ist mir einfach ein zu glatter Teenie-Schwarm-Schönling... allerdings die Tatsache dass er Kanadier ist und väterlicherseits offenbar dänische Vorfahren hat, bringen ihm wieder ein paar Pluspunkte, dennoch stört er ansonsten nicht weiter. Jamie Bell kann ganz ordentlich überzeugen, kommt aber letztlich zu kurz... wobei er in der Kategorie noch um Längen geschlagen wird... da freut man sich wie Bolle mal wieder Kristen Stewart zu sehen und dann wird sie in einer dermaßen kurzen Szene nahezu verheizt, dass es schon fast weh tut. Und in Sachen Sam Jackson bringt ihm der Film einen weiteren Eintrag in meiner „Anzahl Filme einzelner Darsteller“-Liste und somit bestätigt er seine Führung mit nun 35 Filmen die ich mit ihm gesehen habe, dicht gefolgt von Bruce Willis und Steve Buscemi. Die Geschichte an sich ist im Grunde recht interessant, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass man noch mehr hätte herausholen können, an der Stelle auch ein kleiner negativer Wink in Richtung der eher kurzen Laufzeit. Sehr gut fand ich dagegen die Actionteile und Effekte, vielleicht bin ich auch zu leicht zu beeindrucken, aber mir hat das größtenteils zugesagt. Und schließlich sei auch noch der Soundtrack als mehr als durchschnittlich erwähnt, zumindest die Songs von The Charlatans und besonders Switches gefallen mir sehr. Was dagegen eher negativ aufstößt sind fehlende Hintergründe, warum können die Jumper dass was sie können, warum sind die Paladine so besessen davon dies zu unterbinden, warum fielen sie in der Weltgeschichte bislang noch nie auf (vielleicht ist das für einen Film nicht unbedingt von Nöten, dass immer alles genau aufgelöst und die Hintergründe gezeigt werden, aber ein bisschen mehr hätte es diesbezüglich schon sein dürfen, das hätte dem Film wohl eher gut getan). Auch tun sich einige Logiklöcher oder zumindest -Risse auf, aber das muss wohl an der Raum- u. Zeitkrümmung (oder was auch immer) der vielen Jumps liegen... wie zB ist es denn bitteschön möglich, dass man in den heutigen Zeiten mit einem Rucksack voller Geldbündel die Sicherheitseinrichtungen eines US-Flughafens übersteht !? Unnötig fand' ich auch den kleinen Abstecher nach Tschetschenien (was sollte das ?) und auch das Handeln der Figuren an einigen Stellen ist mir nicht ganz nachvollziehbar. Fazit: Wenn man weiblich und zwischen 13 und maximal 17 Jahren ist, könnte einem der Film gefallen, ansonsten wohl eher nicht mehr als durchschnittliche Unterhaltung mit annehmbarer Action für zwischendurch. 5,5/10 Pass. Song: "Jump" von Kriss Kross(schreckliches Teil, ich weiß, passte aber... btw. was wohl aus denen wurde... Knast oder brave Familienväter ? )
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Kalervo
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Betreff des Beitrags: Le fabuleux destin d'Lisa Verfasst: 22.02.2009 18:46 |
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OMFE präsentiert: Must-See-Film #15; presented by NY152262. Die fabelhafte Welt der Amélie (Le fabuleux destin d’Amélie Poulain) F/D 2001; von Jean-Pierre Jeunet(22.02.2009) Mit: Audrey Tautou, Mathieu Kassovitz, Rufus, Lorella Cravotta, Serge Merlin, Jamel Debbouze, Clotilde Mollet, Claire Maurier, Isabelle Nanty, Dominique Pinon, Artus de Penguem, Yolande Moreau, Urbain Cancelier, Maurice Bénichou, Michel Robin  Mein Name ist Michael und ich schaue gerne Filme, was ich an diesem hier besonders mag ist ... die Musik von Yann Tiersen ... die Hauptdarstellerin ... dieses Füllhorn an Fantasie und Wunderbarkeit welches er über dem Zuschauer ausschüttet ... die Idee mit dem Souffleur aus dem Kellerfenster ... Ein Gartenzwerg auf Weltreise ... Himbeeren von den Fingerspitzen zu essen ... die Kaninchenwolke (...und in der deutschen Version die Erzählstimme von Peter Fricke) was ich an diesem hier nicht mag ist ... wenn Amélie traurig ist ... dass ich ihn so lange Zeit übergangen habe ... dass das Leben in Wirklichkeit nicht so ist wie hier Bin schlichtweg begeistert, für Filme wie diesen wurde das Medium einst erfunden. Was Regisseur Jeunet, Hauptdarsteller Tautou und Kassovitz sowie die gesamte Crew hier für eine wundervolle Welt geschaffen haben... das ist ganz großes Kino, selbst wenn man ihn an einem tristen Sonntagnachmittag auf DVD sieht. Viel mehr Worte möchte ich gar nicht verlieren weil ich den Film nicht auf eine sachliche Diskussionsebene herunterziehen möchte, dafür ist er viel zu besonders. Erwähnt sei lediglich noch die Tatsache, dass mir am Ende des Filmes links und rechts jeweils eine Träne über die Wangen lief... nicht aus Traurigkeit, nicht aus Freude, einfach weil der Film so schön ist und so bewegend. 10/10
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Kalervo
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Betreff des Beitrags: Brügge sehen... und sterben? sehen und schreiben Verfasst: 27.02.2009 11:40 |
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263. Brügge sehen... und sterben? (In Bruges) GB/USA 2008; von Martin McDonagh(26.02.2009) Mit: Colin Farrell, Brendan Gleeson, Ralph Fiennes, Clémence Poésy, Jérémie Renier, Thekla Reuten, Jordan Prentice, Željko Ivanek, Elizabeth Berrington, Eric Godon  Wer hätte gedacht, dass die sechstgrößte Stadt Belgiens und die Größte der Provinz Westflandern mal im Mittelpunkt einer internationalen Produktion steht. Und wer hätte gedacht, dass dieser Film rund um dieses so beschauliche und märchenhafte Städtchen dermaßen einschlägt und viele Fans findet. Und wie lange habe ich, aufgrund der annähernd ausnahmslos positiven Wertungen im Forum, darauf gewartet ihn zu sehen und freute mich wahnsinnig auf eine neue spaßig-gangstereske Unterhaltung in guter alter britischer Tradition, vor ungewohnter Kulisse. Doch diese Vorschusslorbeeren hingen wohl letztlich zu hoch, denn obwohl es insgesamt eine überdurchschnittliche Wertung meinerseits gibt, rechnete ich eher mindestens mit einer Höchstwertung. Tja und nun stellt sich natürlich die Frage, ob mir der Film eventuell wesentlich mehr zugesagt hätte, wenn ich ihn unvorbereiteter und bar jeder Erwartung gesehen hätte. Doch das ist Spekulation. Was mir u. a. nicht gefallen hat waren so zwei/drei Entwicklungen bzw. Abläufe gegen Ende, die zwar im Bereich des Möglichen liegen, aber für so einen Film ein zu großes Gefühl von `hach, musste das so sein` hinterließ. Wobei der Showdown zweifelsohne recht spannend und vor allem auch teilweise ungewöhnlich und somit innovativ war. Auch ist es meist ein zweischneidiges Schwert, wenn man als Hauptfiguren Personen hat, die einerseits kaltblütige Killer sind aber dann doch wieder Höchstpunkte in Moral, Ehre und Loyalität einfahren, das mag zwar nicht grundsätzlich unrealistisch sein, aber es kommt einem, besonders hier in der Intensität, ein wenig gestellt und geschönt vor. Ebenso hatte die Geschichte einfach letztlich viel weniger zu bieten, als ich erwartet hatte... ach, da sind sie wieder, diese blöden Erwartungen und Vorstellungen... manchmal wünscht man sich doch die Merkfähigkeit einer Stubenfliege, dann könnte so etwas nicht passieren und man könnte auch wieder leichter vergessen... allerdings würden dann in meinen Tagebucheinträgen keine mehr oder weniger sinnvollen Inhalte stehen sondern nur ein `summ summ brumm brumm`. Obwohl ich nun hauptsächlich die Kritikpunkte hervorgehoben habe, gab es natürlich auch sehr viel schönes, wie die teils aberwitzigen Dialoge, der zumindest teilweise ungewöhnliche Storyverlauf sowie einige spaßige Szenen und eben die schönen Bilder der beschaulichen Stadt, dazu noch einige passable Darstellerleistungen (besonders Fiennes als unsympathischer Choleriker hat mir überraschend gut gefallen) sowie ordentlich gemachte blutige Szenen, und so reicht es am Ende zu knappen 8/10 You weren't really shit, but you weren't all that great either. Like Tottenham.PS: Aber die Stadt ist mal auf meine lange to-visit-Liste aufgenommen.
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Kalervo
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Betreff des Beitrags: Leg' Dich nicht mit Bryan an Verfasst: 01.03.2009 12:27 |
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264. 96 hours (Taken) F 2008; von Pierre Morel(28.02.2009) Mit: Liam Neeson, Famke Janssen, Maggie Grace, Xander Berkeley, Katie Cassidy, Olivier Rabourdin, Leland Orser, Jon Gries, David Warshofsky, Radivoje Bukvić, Arben Bajraktaraj, Goran Kostić, Nicolas Giraud, Anatole Taubman, Gérard Watkins, Holly Valance  Da das Leben an sich meist recht trostlos ist, extra für Euch eine kleine Geschichte aus meinem Universum zur allgemeinen Belustigung. Beim heutigen Kinobesuch bekam der Begriff „im falschen Film sein“ erschreckend realistische Züge. Als ich nach erfolgtem Kinokartenkauf auf das quadratische Ticket blickte um auszumachen wo ich denn hin müsse, laß ich die 7, soweit mir bekannt, war ich dort nie zuvor. Egal, unbeschwert ging ich in die passende Richtung und sah eine große 7 an der Wand prangen und exakt links daneben eine Kinosaaleingangstüre, durch welche ich sodann schritt. Ich ging zu meiner Reihe hinauf und trippelte dann durch selbige, da sich mein Platz (natürlich) am entgegengesetzten Ende der Reihe befand (an der Stelle sei noch erwähnt, dass ich bisschen knapp dran war und daher alle anderen schon saßen). Und so setzte ich mich auf meinen Platz und genoss den Watchmen-Trailer. Kurz darauf kamen drei Jungs und sprachen mich an, ob ich denn nicht falsch säße, doch mein Ticket zeigte `Reihe 9, Platz 1` und da befand ich mich ja auch. So entstand eine kleine Diskussion, wer von uns denn hier richtig sei und während sie meinten es sei Kino 6 war ich der festen Überzeugung, es sei Saal-Nr. 7. So fragte ich schließlich zwei Besucher hinter mir, welches Kino es denn sei und diese meinten eindeutig Kino 6. Tja, so war ich recht verwirrt, entschuldigte mich artig und trat den Rückzug an (das Erstaunliche dabei war, dass ich zwei der drei Typen schon davon überzeugt hatte, dass sie falsch seien und diese schon dabei waren den Saal wieder zu verlassen, nur der Dritte war hartnäckig). So ging ich also noch mal teilweise den gleichen Gang wie zuvor entlang und erblickte eine weitere Türe rechts neben der großen 7 an der Wand ( allerdings bisschen versteckt), und dort war ich dann richtig. Also, nochmal durch die Reihe durchtrippeln, denn mein Platz war wieder ganz am Ende... und aber da störte mich dann wenigstens keiner mehr. Liebe Kinobesitzer, macht es den Besuchern doch nicht so schwer und wenn es schon zwei Eingangstüren zu unterschiedlichen Kinosälen neben einer Kinosaalnummernzahl gibt, dann empfehle ich den Einsatz von eindeutigen Pfeilen oder ähnliches. Naja, so kam ich wenigstens zweimal in den Genuss des Watchmen-Trailers. Aber zum Film. Dieser unterhält im Rahmen des schon sehr oft verarbeiteten Grundthemas äußerst ansprechend. Dreh- und Angelpunkt für den Zuschauer ist natürlich die Hauptfigur, sehr gut durch Liam Neeson verkörpert, und man hat wenig Mühe sich auf seine Seite zu stellen und ihn sympathisch zu finden, was wohl für den Erfolg beim Zuschauer nicht unwichtig ist. Denn so nimmt man die Figur und ihr Tun ernst und der Film ist nicht nur ein lieb- und seelenloses Stück von der Stange und blinde Aneinanderreihung übertriebener Gewaltszenen sondern bewegt sich im Rahmen des Themas im oberen Niveau-Level. Dabei geht es recht kompromisslos zu, wie man es von einem französischen Film erwarten konnte, wenngleich ein bisschen Ami-Weichspülung auch dabei ist, aber das ist verschmerzbar, verhindert aber vielleicht einen halben bis einen ganzen Wertungspunkt. Die Rollen der anderen Darsteller geben letztlich nicht allzuviel her, und insoweit gibt es auch keine nennenswerten Ausfälle. Erfreulich sind die lebensnahen, handgemachten Actionszenen und Neeson darf seine One-man-Show richtiggehend zelebrieren. Dass dabei auch nachdenkliche Töne angestoßen werden, wenn man mit Bryan miterlebt wie er von einem Abgrund in den Nächsten, noch tieferen, blicken muss, was mich ein wenig auch an 8mm erinnert hat. Und ansonsten kann man ihn wohl als MacGyver-Typ beschreiben, der aber seinen Pazifismus an der Garderobe abgegeben hat. Das Ende war mir dann ein wenig zu Hollywood-typisch und wirkte aus irgendeinem Grunde ein wenig unrund.  Was mir sehr gefallen hat war mal wieder Leland Orser zu sehen, auch wenn diesem leider nur sehr wenig Leinwandzeit vergönnt ist. Und Xander Berkeley wirkte richtig alt (lag wohl am vollen Vollbart). Innerlich gekräußelt hat es mich mal wieder bei den albanischen (Vor)Namen... erschreckend unrealistisch und ich wiederhole noch mal mein Angebot an die Filmemacher dieser Welt diesbezüglich als Berater tätig zu sein. Natürlich ohne Honorar, eine kleine Erwähnung im Abspann, den 95% der Kinosbesucher eh nicht mehr richtig wahrnehmen, reicht mir schon (sowie das gute Gefühl, das die Namen passen). Ein weiteres Geheimnis bleibt, weshalb der deutsche Verleih den Titel in der Weise geändert hat. Die einzig annehmbare Begründung für die Änderung eines ausländischen Filmtitels ist eine mehr oder weniger gelungene Übersetzung bzw. Eindeutschung, aber den Titel zu ändern, die Sprache aber nicht, macht für meine Begriffe wenig Sinn. Aber was macht schon Sinn auf dieser seltsamen Welt. 7,5/10 Pass. Song: „Don’t stop me now“ von QueenNotiz an mich selbst: Im nächsten Leben Bodyguard von jungen Sängerinnen werden.
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Kalervo
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Betreff des Beitrags: Unvollständige Gebäudeteile im Osten Deutschlands Verfasst: 01.03.2009 15:40 |
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OMFE präsentiert: Must-See-Film #16; presented by VJ-Thorsten265. Halbe Treppe D 2002; von Andreas Dresen(01.03.2009) Mit: Axel Prahl, Steffi Kühnert, Thorsten Merten, Gabriela Maria Schmeide, Julia Ziesche, Mascha Rommel, Gregor Ziesche, Jens Graßmehl sowie Hans-Peter Da hat der diesmalige „Bestimmer“ schon ganz gut kombiniert, wissend, da mir der Haupthandlungsort aufgrund eines lange zurückliegenden Kurzbesuches zumindest ein wenig persönlich bekannt ist und aufgrund der Tatsache, dass es die offizielle Partnerstadt meiner Heimatstadt ist, dass allein das schon mal einige Sympathiebonuspunkte bringt. Jaja, mit allen Tricks wird hier bei diesem doch eigentlich so unschuldigen Spielchen gearbeitet... aber das ist ja legitim. Aber der Schwerpunkt liegt hier nicht auf der Stadt selbst, vielleicht empfindet dies ein Zuseher der von dort kommt anders, weil er einige Plätze und Stellen erkennt, aber im Mittelpunkt stehen zwei Paare bzw. vier Menschen, die auf halber Treppe ihres Lebens angekommen sind. Alte Träume sind längst vom Alltag getilgt, Gefühle zu zeigen und zu erfahren ist im oberflächlichen, festgefahrenen Beziehungskäfig nicht mehr an der Tagesordnung. Doch wenn die Balkontüre des Lebens mal versehentlich offen gelassen wird, entweicht man fluchs und spürt die große Freiheit um seine eingerosteten Flügel wehen. Und nachdem man sich ausgiebig freigeflattert hat, ist eine Rückkehr nicht ausgeschlossen. Doch dies alles hat unweigerlich weitreichende Folgen für die direkt beteiligten Personen. Die dogmaeske Mache des Filmes drängt sich einem unweigerlich auf, was nicht negativ gemeint ist. Im Gegenteil, diese direkte und authentische Art macht seinen großen Charme aus und dies erleichtert dem Zuschauer, die Geschichte an sich heranzulassen. Auch wenn ich die halb-dokumentarisch wirkenden Szenen, in denen sich einzelne Personen wie in einem Interview direkt an die Kamera wenden, eher unpassend fand. Dabei ist vieles dramatisch, aber nicht übertrieben und man findet auch einige humorige Passagen, besonders durch den Prahl-Charakter und seiner locker-nonchalanten Art und „Berliner Schnauze“ (an der Stelle sei erwähnt, dass ich es sehr mochte, dass teilweise der dort übliche Dialekt gesprochen wird, das unterstützt die Echtheit und gefällt mir persönlich zudem recht gut. Und dabei ist zu bedenken, dass Prahl aus einer ganz anderen Ecke Deutschlands herkommt). Dabei wirkt alles mehr improvisiert als großartig einstudiert und daher eben echt. Große Klasse seitens der „Schauspieler“ und des „Regisseurs“. Doch, sowas mag ich auch. Auch wird nachträglich endlich der bislang verkannte Masterplan der hinter der Errichtung der grauen und eintönigen Plattenbausiedlungen steht aufgedeckt. Wenn einem nämlich mal der farbenprächtige Hausvogel entflieht kann man ihn ganz leicht wieder finden, weil er sich durch seine Farben vom grauen Hintergrund abhebt; so muss jedenfalls die Theorie gewesen sein. Fazit: So insjesamt war det janz schau (sic?). Offiziell 7,5/10; für OMFE: 8/10
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Kalervo
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Betreff des Beitrags: RoboCop 2.0 Verfasst: 01.03.2009 21:45 |
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266. Iron man USA 2008; von Jon Favreau(01.03.2009) Mit: Robert Downey jr., Terrence Howard, Jeff Bridges, Gwyneth Paltrow, Clark Gregg, Shaun Toub, Faran Tahir, Leslie Bibb, Bill Smitrovich, Sayed Badreya, Jon Favreau, Peter Billingsley, Tim Guinee, Will Lyman  Bis ich von dem Film das erste Mal hörte, war mir die Existenz der marveligen Hauptfigur gänzlich unbekannt. Vielleicht aus diesem Grunde habe ich ihn zur Kinozeit ungesehen vorbeiziehen lassen, aber nun sollte es doch soweit sein. Und so richtig weiß ich nicht was ich davon halten soll, die Effekte waren ziemlich klasse (insbesondere die Toneffekte), dafür war der finale Endkampf relativ kurz (von Realismus brauch’ ich an der Stelle eh nicht zu sprechen). Positiv war auch Downey jr. und die Verkörperung seiner Rolle und einige Lacher gab es auch (aber deutlich weniger als erwartet). Mit Terrence Howard, vorher schon das ein oder andere Mal gesehen, kann ich nicht wirklich was anfangen, ich hab’ nix gegen ihn oder so, aber kann ihm auch nichts abgewinnen, er ist halt da. Paltrow fand’ ich erstmalig einigermaßen reizvoll und Bridges war ganz okay. Viel besser gefielen mir da eher noch die Nebenfiguren Yinsen und Agent Coulson. Fazit: Aufgrund der Effekte, des sympathischen Hauptdarstellers und einiger weniger spaßiger Momente überdurchschnittlich unterhaltsam, aber auch kein Meilenstein. 7/10
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Kalervo
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Betreff des Beitrags: Re: My point of view Verfasst: 07.03.2009 14:23 |
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267. Cashback GB 2006; von Sean Ellis(07.03.2009) Mit: Sean Biggerstaff, Emilia Fox, Shaun Evans, Michelle Ryan, Stuart Goodwin, Michael Dixon, Michael Lambourne, Marc Pickering, Irene Bagach  Hier haben wir wohl mal wieder den klassischen Fall von zu großen Erwartungen. Angeregt durch Keyzer’s FTB-Eintrag war ich schon sehr auf den Film gespannt, wurde aber letztlich enttäuscht. Keine Ahnung, ob er besser auf mich gewirkt hätte, wenn er mich völlig unerwartet getroffen hätte, zB zufällig beim Zappen oder so. Die Figuren sind zwar halbwegs sympathisch und dank der leicht schrägen Supermarkt-Truppe kann er noch bei mir punkten. Die kleinen optischen Spielereien und die Sache mit dem Zeiteinfrieren sind sicher interessant und auch gut umgesetzt, aber anstatt weiteren neuen Ideen wird dies dann zu übermäßig ausgeführt. Zweifelsohne kommt der männliche Zuschauer optisch auf seine Kosten, das allein ist aber zu wenig, denn richtig berühren konnte mich die Geschichte zu keiner Zeit. Vielleicht auch allein schon deswegen, weil mir drei Dinge überhaupt nicht eingehen wollten... 1. Allein schon die Ausgangssituation, dass Ben mit Suzy schlussmacht aber dann doch dadurch den Boden unter den Füßen verliert. Mir ist zwar schon auch klar, dass es sowas gibt, aber es störte mich doch und man fragt sich, warum denn nicht gleich Suzy die Beziehung beendete, das hätte mehr Sinn gemacht.
2. Das zwischen Ben und Sharon ging mir zu schnell und zu intensiv.
3. Die Szene als Sharon den Kuss zwischen Ben und Suzy beobachtet (der eigentlich kein richtiger war, sondern sie sah eben nur den kurzen falschen Moment) ist mal sowas von abgestanden, dass mich ab da die Hauptfiguren und ihr Schicksal überhaupt nicht mehr interessiert haben.  Übrigens hatte ich hier den umgekehrten Little children-Effekt. Dachte bis zu einem gewissen Punkt, der Film spiele in den USA. Seltsam seltsam. 6,5/10 Pass. Song: “Night shift” von The Commodores
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Kalervo
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Betreff des Beitrags: Re: My point of view Verfasst: 08.03.2009 13:49 |
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268. Vorbilder?! (Role models) USA 2008; von David Wain (07.03.2009) Mit: Paul Rudd, Seann William Scott, Elizabeth Banks, Jane Lynch, Christopher Mintz-Plasse, Bobb’e J. Thompson, Ken Jeong, Ken Marino, Kerri Kenney, Nicole Randall Johnson, Joe lo Truglio, A. D. Miles, Matt Walsh, Alexandra „Allie“ Stamler, Carly Craig  Eigentlich dachte ich, ist es eine gute Sache den Film schon zu einer für mich eher ungewohnt frühen Zeit um 19:00 h zu schauen, welches die späteste Ausstrahlung in einem Kino in meiner Nähe war, denn dann hat man auch danach den Samstag Abend noch vor sich. Doch dass dies auch seine kleinen Schattenseiten hat, wurde mir schnell klar, als ich erkannte, dass ich wohl so ziemlich der Älteste im Saal war, was aber auch zusätzlich am Film selbst liegen kann, wobei aber vielleicht doch auch einfach nur an der Zeit, denn zB das junge Pärchen neben mir war zuweilen weniger auf die Leinwand konzentriert als auf andere Dinge. Naja, wenigstens saß ich auf Anhieb im richtigen Kinosaal, das ist ja auch schon mal viel wert. Die Vorfreude auf diesen Film war nicht unbeträchtlich, bei zwei mir so sympathischen Hauptdarstellern und einer Grundstory, die sich auf dem Papier gut anhört und einiges spaßiges vermuten lässt. Doch diese Erwartungen konnten nicht wirklich bestätigt werden. Im Großen und Ganzen war es einfach zu unlustig und Rudd durfte seine Fähigkeiten nur selten ausspielen. Bezüglich des Humors erinnerte es oft an die American pie-Reihe, also eher schlüpfrig und unter der Gürtellinie (wobei bei AP wenigstens einiges noch funktionierte), insofern also doch wohl eher für das Zielpublikum geschaffen, welches sich im Saal auch annähernd ausschließlich einfand. Und vermutlich hatten die Darsteller beim Dreh sehr viel Spaß, schade, dass man das nicht immer auch auf die andere Seite der Leinwand übermitteln konnte, sei ihnen aber gegönnt. Mich störte auch, dass diese Liverollenspielgeschichte zu viel Platz einnahm. Das erinnert mich an Maximum overdrive, dort war ich auch ziemlich enttäuscht, als nach einem so guten Start (und einer klasse Grundidee) dann gut 2/3 nur noch von der Thematik mit den von Trucks eingekesselten Personen handelt. Das wirkt immer so, als ob den Machern die Ideen ausgingen und diese sich dann eben auf eine Sache fokussieren. Mag’ nicht jeder so sehen, aber mir gefällt das weniger. Und leider kann Rudd den Film eben auch nicht mehr retten und vielleicht verhält es sich bei ihm auch ein wenig wie man es Will Ferrell immer vorwirft, dass er allein eine Komödie nicht tragen kann (was ich so natürlich ganz anders sehe), und eben besser als Nebendarsteller brillieren kann. Nun, seine weiteren Projekte werden darüber Aufschluss geben. 5,5/10
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Betreff des Beitrags: Re: My point of view Verfasst: 10.03.2009 10:57 |
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269. Saw IV USA/CAN 2007; von Darren Lynn Bousman(09.03.2009) Mit: Tobin Bell, Lyriq Bent, Costas Mandylor, Betsy Russell, Scott Patterson, Athena Karkanis, Donnie Wahlberg, Angus Macfadyen, Mike Realba, Justin Louis, Billy Otis, Julian Richings  Das Vehikel auf welches die Saw-Reihe gespannt ist bewegt sich für mein Empfinden auf leicht abschüssiger Strecke, denn jeder Teil wird irgendwie immer ein wenig schlechter. Hier hatte ich stellenweise das Gefühl in einem direct-to-DVD-B-Movie gelandet zu sein, so hölzern klangen die Dialoge, so unterirdisch war teilweise das Spiel der Akteure (an der Stelle muss ich auch leider meinen sehr geschätzten Gilmore girls- Luke benennen, bei dem ich mich immer fragte, weshalb er in so wenigen Großproduktionen zu sehen ist, so langsam ahne ich den Grund...), und somit wurde ich an die alten (Schüler)Zeiten erinnert, als mein Kumpel und ich jeden Samstag ein oder zwei Filme aus der Videothek ausgeliehen und angeschaut haben und dabei hin und wieder ein B-Movie erwischten, was aber oftmals die Freude nicht unbedingt trübte. Das einzig Interessante an den Fortsetzungen sind die teils einfallsreichen und bösen Fallen und Vorrichtungen (mein Highlight hier war der „Icecrusher“), und dass man mehr über die Hintergründe von Jigsaw lernt und etwas Licht in den genauen Verlauf der Ereignisse gebracht wird. Hier aber auch an der Stelle noch ein großes Lob an TheCrow, dessen „Jigsaw Chronicles“ ich ja nun nach Ende dieses Filmes lesen durfte und auch wollte und somit wurden mir letztlich alle noch offenen Fragen beantwortet. Aber die Macher fädeln das schon geschickt ein, wenn man wissen will, wie es weitergeht (weil auch dieser Teil wieder mal nach einer Fortführung schreit), muss man eben auch den nächsten Teil anschauen, und den nächsten, und den nächsten... na ja, schau’n wer mal. 5,5/10
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Betreff des Beitrags: Re: My point of view Verfasst: 10.03.2009 10:59 |
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270. Baise-moi F 2000; von Virginie Despentes und Coralie(09.03.2009) Mit: Karen Bach, Raffaela Anderson, Delphine McCarty, Ouassini Embarek, Marc Rioufol  Dass der Film schlecht sein soll hatte ich ja vorher schon mitbekommen, aber wenn es denn so gewesen wäre, dann könnte man ja noch zufrieden sein. Aber das hier ist alles nur Oberstumpfsinn aller erster Kajüte. Die „Charakterzeichnung“ (das Wort in Zusammenhang mit dem Film zu nennen ist eigentlich schon eine Sünde) war so flach, dass es fast weh tut (nur fast, denn hieran irgendein Gefühl zu verschwenden wäre falsch). Die Dialoge waren grauenvoll, der Zusammenschnitt großer Quark, usw. usf.. Das Problem liegt ja nicht grundsätzlich an dem Thema oder an der Art der Darstellung, da wusste ich ja schon ungefähr was mich erwartet, es war einfach nur schlecht gemacht, wobei schlecht wie gesagt fast schon ein Kompliment ist. Wenn man hier das Budget des Filmes (was aber nicht viel sein kann) einfach im heimischen Kamin verbrannt hätte, wäre es sinnvoller angelegt gewesen. Immerhin bedarf es ein wenig Mut, so einen kontroversen Film zu machen, und daher gibt’s noch einen halben Gnadenpunkt. 0,5/10
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Betreff des Beitrags: Re: My point of view Verfasst: 11.03.2009 02:02 |
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271. Liebe mich, wenn Du Dich traust (Jeux d’enfants) F/B 2003; von Yann Samuell(10.03.2009) Mit: Guillaume Canet, Marion Cotillard, Gérard Watkins, Emmanuelle Grönvold, Gilles Lellouche, Laëtizia Venezia Tarnowska, Thibault Verhaeghe, Joséphine Lebas-Joly, Julia Faure, Élodie Navarre  Das Schöne an dem forumseigenen OMFE-Spiel ist ja, dass man nicht nur selbst das ein oder andere Schmankerl serviert bekommt, von dem man entweder bislang noch gar keine Ahnung hatte oder aufgrund falscher Einschätzung eine Sichtung weitestgehend vermieden hat... sondern man kann vielleicht auch noch den ein oder anderen Tipp eines Mitomfers bzw. Mitomferin abstauben und sehen was passiert. Dass der Film letztlich für mich auch zu einem ganz persönlichen wird ahnte ich noch nicht, als ich ihn bereits vor Monaten in meine Online-Ausleihliste aufnahm. Doch trotz dieser Vorzeichen konnte mich der Film an keiner Stelle so richtig begeistern. Zunächst mal konnte ich mit beiden Hauptcharakteren überhaupt nicht warm werden. Und so schön manche Ideen und romantisch einige Aktionen auch waren, letztlich fand’ ich die Figuren mehr psychotisch als liebenswert. Obwohl Cotillard natürlich einiges in Sachen Liebreiz in die Waagschale werfen kann, aber hier überwog dann doch die Figur, wobei genau dies ja auch Sinn der Sache war, also Kompliment an Mme. Cotillard, alles richtig gemacht, und doch wieder falsch... immer dieses wankelmütige Publikum. Hoffe, mein Empfinden des Filmes spricht nun nicht gegen mich. Vielleicht bin ich doch zu unromantisch (was ich aber nie zugeben würde) um eine Liebe zu akzeptieren, die sich dermaßen äußert. Wenngleich man natürlich sagen kann, dass es andererseits auch wieder sehr bemerkenswert und vielleicht die wunderbarste Form ist, wie sich die Liebe der Beiden dermaßen eine eigene Welt geschaffen hat, dass dadurch alles drumherum außer acht gelassen wird und für die Außenwelt eine geradezu ignorante und zerstörerische Kraft hat. Diese Überlegung bringt mich nun in ein Dilemma, weil ich aus persönlichen Gründen derzeit genau diese Haltung gutheißen würde, aber seltsamerweise kommt es bei mir hier deutlich negativ an. Aber vermutlich liegt es einfach doch mehr an mir als am Film. 5,5/10 Pass. Song: "Can’t fight this feeling" von REO Speedwagon
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Betreff des Beitrags: Re: My point of view Verfasst: 15.03.2009 03:16 |
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272. Unknown USA 2006; von Simon Brand(14.03.2009) Mit: James Caviezel, Barry Pepper, Greg Kinnear, Joe Pantoliano, Jeremy Sisto, Peter Stormare, Chris Mulkey, Clayne Crawford, Mark Boone Junior, Wilmer Calderón, Kevin Chapman, David Selby, Bridget Moynahan  Als ich vom Ausgangsszenario des Filmes hörte (hail to the Dude) horchte ich auf, denn diese Grundidee, dass eine beliebige Anzahl von Personen, die sich augenscheinlich nicht kennen und sich an nichts erinnern können, eingeschlossen in einem Raum aufwachen, hat mich schon immer interessiert. Egal ob bei Cube oder einer Folge von Enterprise - TNG. Doch anders als in den beiden genannten Beispielen, ist der Fall in diesem Film etwas anders gelagert, was die „Auflösung“ anbelangt. Diese ist letztlich keine große Überraschung, weil es sich im Verlauf bereits andeutet und so bleibt ein übermäßiger Aha!-Effekt aus. Allein ganz zum Schluss wird dann noch eins draufgesetzt nach dem Motto `ach komm’, wenn wir grad schon mal dabei sind...` und das wirkt dann eher sinnlos. Und so insgesamt fragt man sich, was wollte uns der Film eigentlich sagen !? Ich meine, nicht dass er besonders schlecht wäre, er ist nur irgendwie... unnötig, ersetzbar, unnachhaltig. Allein der ordentliche Cast kann einen halbwegs begeistern und wie gesagt, wirklich übel ist er nicht, aber eben auch nicht besonders herausragend, ganz so wie der Londoner Vorstadt-Club in einem Zitat aus einem anderen Film. 5/10
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Betreff des Beitrags: Re: My point of view Verfasst: 15.03.2009 03:46 |
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273. Inside (À l’intérieur) F 2007; von Alexandre Bustillo + Julien Maury(14.03.2009) Mit: Alysson Paradis, Béatrice Dalle, Nathalie Roussel, François-Régis Marchasson, Hyam Zeytoun, Tahar Rahim, Emmanuel Guez, Emmanuel Lanzi, Ludovic Berthillot, Nicolas Duvauchelle, Aymen Saïdi  Schon vor der Sichtung des Filmes, wenn man darüber nachdenkt, stellt man sich Fragen. Zu allererst... warum schaut man so einen Film überhaupt ? Ist es die Faszination des Grauens, wie mein Mitblogcaster es, in Anlehnung an den deutschen Zusatztitel eines spanischen Filmes, nannte, ist es Voyeurismus, oder weil man mitreden will, will man einen besonderen Kick erleben oder weil man seine Grenzen als Filmkonsument austesten will... eine genaue Antwort kann ich in meinem Falle gar nicht geben, wohl ein bisschen was von allem. Gleichzeitig kann man den Fragenball aber auch zurückwerfen, warum wird ein solcher Film überhaupt gedreht ? Hier überschneiden sich möglicherweise die bereits genannten Motive teilweise und aber letztlich können das nur die Macher selbst beantworten. Ich weiß nicht ob es wieder mal daran lag, dass ich zuvor einiges über den Film wusste und somit zumindest von der Story selbst kaum überrascht wurde, sogar der kleine Mini-Twist über die genauen Motive der Lady in black (oh pardon, femme en noir) ahnte ich in etwa schon nach der ersten Szene, was aber nicht sonderlich schlimm ist. Zweifelsohne war die Nervenanspannung während des Sehens recht groß und somit wurde wohl genau das erfüllt, was es zu erfüllen gab. Doch gegen Ende verlor sich das seltsamerweise ein wenig, die Schlussszene war eh unausweichlich und konnte somit kaum mehr schockieren. Sicher mag der Film für einige eigentlich abgebrühte Genre-Liebhaber ein besonderes Erlebnis gewesen sein und ohne Frage sind einige heftige Szenen dabei, aber jetzt so im Nachhinein muss ich sagen, dass das Ganze weitaus weniger Nachhaltigkeit besitzt als die für mich diesbezüglich weitaus stärker nachklingenden Haute tension sowie der (nun auch weiterhin) unangefochtene Primus in dieser Kategorie Irreversible. Das alles auch obwohl es neben den konkreten heftigen Szenen auch einige sehr atmosphärische, eher ruhig inszenierte Sequenzen gab, die durchaus zu gefallen und anzuspannen wussten, jedoch hatte ich so insgesamt in Sachen Atmosphäre und einer hochklassig dargestellten Bedrohlichkeit mehr erwartet. 6/10
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Betreff des Beitrags: Re: My point of view Verfasst: 15.03.2009 14:27 |
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274. Zusammen ist man weniger allein (Ensemble, c’est tout) F 2007; von Claude Berri(15.03.2009) Mit: Audrey Tautou, Guillaume Canet, Laurent Stocker, Françoise Bertin, Firmine Richard, Hélène Surgère, Sandrine Mazéas, Béatrice Michel, Kahena Saighi  Hach, die Franzosen können ja auch einen auf heile Glücksbärchi-Welt machen. Somit das passende Kontrastprogramm zum Vorabend. Ja okay, natürlich werden hier auch die menschlichen Dramen angerissen, aber am Ende ist alles gut. Ähnlich erging es mir selbst, als sich zunächst andeutet in welche Richtung das Ganze unweigerlich gehen muss, war ich bisschen sauer, weil es so entmutigend ist, dass immer der Arschloch-Charakter am Ende doch das Mädchen bekommt, das ist so ungerecht. Aber dann erzählt der Film sehr zurückhaltend und unaufdringlich wie es zur Annäherung der beiden Hauptfiguren kommt und dann kann man das sogar letztlich akzeptieren. Also ein kleiner, feiner Film der zum Pflegen sozialer Kontakte ermutigt, letztlich keinem weh tut und aber auch kein Werk ist, welches man unbedingt gesehen haben muss. Tautou ist natürlich nicht ganz so bezaubernd wie als Amélie (war ja klar, dass dieser Vergleich kommen muss...), was aber ganz einfach an der Rolle liegt. Doch auch als „normaler“ Mensch kann sie überzeugen, wenngleich sie mir mit so kurzen Haaren nicht gefällt, aber ich vermute dass ist ihr und dem Regisseur herzlich Schnuppe. 6/10 Pass. Song: „All together now“ von The Farm
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Betreff des Beitrags: Re: My point of view Verfasst: 15.03.2009 19:30 |
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275. L’auberge espagnole - Barcelona für ein Jahr (L’auberge espagnole) F/E 2003; Cédric Klapisch (15.03.2009) Mit: Romain Duris  , Cécile de France  , Kelly Reilly  , Federico D’Anna  , Christian Pagh  , Barnaby Metschurat  , Cristina Brondo  , Audrey Tautou  , Judith Godrèche  , Xavier de Guillebon  , Kevin Bishop  , Javier Coromina  , Irene Montalà  , Paulina Gálvez  /  , Martine Demaret  , Wladimir Yordanoff  , Iddo Goldberg  , Olivier Raynal   Endlich. Nachdem zuletzt das ganz große Erlebnis ausblieb, nun wieder mal ein Film bei dem das Zuschauen durchweg großen Spaß machte. Ein richtiges Good-Feel-Movie. Das mir schon allein die Grundidee an sich gefallen würde ahnte ich ja schon, allein wegen der internationalen Zusammenstellung (was dann bereits im Vorspann schön mit den Fähnchen zelebriert wurde und an der Stelle hatte er das erste Mal ein Lächeln in mein Gesicht gezaubert... bei weitem nicht das Letzte). Vielleicht kann man dem Film vorwerfen, dass er die schweren Seiten des Lebens entweder komplett ausblendet oder meist mit einer fluffigen Leichtigkeit serviert, aber das habe ich ihm sofortestens verziehen, weil das Zusehen wie schon gesagt einfach eine Freude ist und das ist genau das was ich mag, außerdem gibt es schon auch tragische Momente, die aber nicht überstrapaziert werden. Die Haupt- und Nebenfiguren sind einfach durchweg sympathisch (wenn auch nicht immer frei von moralischen Unzulänglichkeiten) und man möchte gerne selbst ein mal in einer solchen „EU“-WG leben. Dies alles noch vor der Kulisse von Barcelona, wobei man so wahnsinnig viel über die Stadt selbst gar nicht lernt, aber das ist verzeihlich denn für solche Zwecke gibt es ja Reisedokus. Schade nur, dass die anderen Figuren ein wenig kurz kamen, anderenfalls hätte der Film dann zwar doppelt so lange dauern müssen, aber das wäre kein Problem gewesen. Sehr klasse waren auch die vereinzelten filmtechnischen Spielereien, besonders zu Beginn und in der vielleicht besten Szene. Gemeint ist die, in der alle sich spontan dazu entschließen ihrer Freundin Wendy zu helfen. Positiv dabei das Tempo, der leichte Witz, der Zusammenhalt der Truppe und man bekommt auf die schnelle noch einige Einblicke in einige Straßen und Gassen von Barcelona. Dass die Aktion an sich Alistair gegenüber natürlich äußerst übel ist, ist dann allerdings die andere Seite der Medaille. Aber so eine länderübergreifende Freundschaft ist wohl wie eine Großstadt, es gibt die schönen und die schmutzigen Ecken, und als Neuling kommt man sich zu Beginn recht allein und fremd vor. Ein Plus gibt’s dann noch wegen dem Dänen und der vielen sehenswerten Weiblichkeit. 9/10 Pass. Song: “Auberge” von Chris Rea
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Betreff des Beitrags: I've watched the Watchmen Verfasst: 16.03.2009 13:30 |
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276. Watchmen USA 2009; von Zack Snyder(15.03.2009) Mit: Patrick Wilson, Jackie Earle Haley, Billy Crudup, Malin Åkerman, Matthew Goode, Harry Dean Morgan, Carla Gugino, Matt Frewer, Stephen McHattie, Laura Mennell, Rob la Belle, Gary Houston, Robert Wisden, Frank Novak, Danny Woodburn  Oh man ich bin vielleicht so was von enttäuscht... habe ich mich doch so sehr auf einen Watchmen-Smiley-Button gefreut, doch den gab es nicht *snief*. Doch zum Film. Bevor ein gewisser User (ab sofort von mir auch Dr. Rorozymandian Owl Spectre genannt) hier kräftig bereits lange vor der Veröffentlichung die Werbetrommel rührte, hatte ich von der Truppe hier so wenig Ahnung wie eine Termite vom Mars. Doch die Welt, die sich mir aus dem Trailer und den (Achtung, Untertreibung des Jahres) wenigen Bildern bot, machte mich doch sehr an. So konnte ich diese „Comicverfilmung“ also in gänzlicher Unkenntnis der Vorlage erleben, und ehrlich gesagt, ist mir selbige auch relativ schnurz (das ist jetzt nicht abwertend gemeint, was ich damit nur sagen will ist, dass für mich die Frage ob der Film der Vorlage gerecht wird, sie mglw. sogar perfekt in bewegte Bilder umwandelt, keinerlei Bewertungsmaßstab ist). Ich würde den Film mal grob in drei Teile teilen. Der erste ist eine längere Einführung in die Charaktere und die gesamte Situation, was erfreulicherweise fast überhaupt nicht langatmig wirkt, weil diese Welt doch recht interessant scheint, und auch ist diese ganze „was bisher geschah“-Kiste sehr gut in die laufende Story eingebettet, das gefiel (an der Stelle seien auch die sehr detailreichen und oppulenten Opening Credits erwähnt, deren ganzen komplexen Inhalt man beim ersten Sehen wohl kaum erfassen kann, noch dazu bei fehlendem Vorwissen). Der zweite Teil ist dann quasi die Konkretisierung der aktuellen Lage, dieser Teil ist für mich persönlich wohl der Beste, weil der Film hier richtig an Fahrt gewinnt, es dann auch mal schön bildgewaltige Action gibt und die kennen gelernten Figuren richtig agieren dürfen. Der letzte Teil ist dann quasi ein langgezogener Show-down incl. einem Versuch der Zusammenfassung der Lage. Über diesen Teil bin ich mir noch nicht so ganz im Klaren, bzw. bin ich einerseits schon, bin mir nur nicht sicher, wie ich das richtig ausdrücken soll, vor allem ohne, dass es gleich auf mich zurückfällt. Denn hier merkt man dann deutlicher als sonst, woher die Vorlage kommt, alles andere zuvor wirkte kaum comichaft (abgesehen vielleicht von dem wohl absichtlich überzeichneten Körperteil des Präsidenten), doch zum Schluss wirkt es einfach auch recht überdreht und teilweise ein wenig too much... wie gesagt, wer die Vorlage kennt und halbwegs gut findet, dürfte sich daran kaum stören. Doch ich bin nur ein kleiner, unwissender Filmkonsument. Nichtsdestotrotz ist dies hier ein bildgewaltiges Epos, welches den Grundgedanken der Comic-Superhelden in einer hochklassigen und penibel durchdachten Art und Weise auf links dreht und mit ordentlich Sozialkritik anreichert. In der Frage, inwieweit die hier ausgewählten Darsteller richtig waren, kann ich ebenfalls nicht auf Kenntnisse der Vorlage zurückgreifen und somit ist meine Beurteilung auch hier möglicherweise einseitig. Doch so insgesamt fand ich es ganz gut, besonders Haley, Wilson, Morgan und Åkerman (rrrrrrr) gefielen sehr, was aber auch sehr an den Figuren an sich liegt. Mit Dr. Manhattan und Ozymandias konnte ich weitaus weniger anfangen. Dr. Manhattan wirkt mir sehr suspekt, so ein wenig wie Data, der auch die schlimmsten und omni-wichtigsten Ereignisse ganz emotionslos und fast weichlich-naiv kommentiert. Gut, aus seiner Sicht sicherlich nachvollziehbar, aber gefiel mir eben nicht. Aber okay, sicherlich ist das auch so gewollt, dass „Helden“ geschaffen werden, die, aus den unterschiedlichsten Gründen, eben nicht everybody’s Darling sind. Man denke allein an die Figur des Comedian, Herrschaften, wer solche Freunde hat..., dennoch schaffte ich es nicht ihn gänzlich zu hassen sondern auf eine seltsame Art auch gefallen an der Figur zu finden. Mein favorisierter Charakter ist wohl Rorschach. Auch wenn er als Person nicht gerade ein Herzchen ist und in der realen Welt ich wohl eher eine Begegnung meiden würde. Aber hier kommt wohl meine Vorliebe für die eher nicht so glänzenden, eher unbeliebten Nebenfiguren zum Tragen. Interessant auch, Wilson und Haley wieder gemeinsam in Aktion zu sehen... so wurden sie von little children zu richtigen Watchmen. Fazit: Für die breite Masse in Unkenntnis der Vorlage nicht unbedingt ausnahmslos zu empfehlen, doch aber für jeden, der einer detailreichen bildgewaltigen und komplexen Geschichte zugeneigt ist. 8,5/10 Ich frage mich...: Warum muss Dr. Manhattan blinzeln ? 
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