In seinem zweiten Kinofilm inszeniert Regisseur Robert Thalheim (Netto) ein nachdenkliches Drama, das auf seinen eigenen Erfahrungen als Zivildienstleistender im heutigen Oswiecim beruht, dem Ort der unter dem Namen Auschwitz eine unrühmliche Bekanntheit erlangte. An der dortigen Gedenkstätte soll der 19-jährige Sven (Alexander Fehling) seinen Zivildienst ableisten, da er ansonsten keine freie Stelle gefunden hat. Zu seinem neuen Aufgabenbereich gehört auch die Betreuung des Holocaust-Überlebenden Stanislaw Krzeminski (Ryszard Ronczewski), der jedoch seinem offenen Deutschenhass freien Lauf lässt. In Svens täglichen Kampf mit der fremden Sprache, mit Vorurteilen, Fettnäpfchen und Tabus, ist die polnische Dolmetscherin Ania (Barbara Wysocka) für ihn ein Lichtblick und er verliebt sich in sie.