Anfang der 70er Jahre beunruhigte Schauspiel-Legende und Enfant terrible Klaus Kinski (Fitzcarraldo) die bundesdeutschen Gemüter mit seinem ambitionierten, politisch-religiösen Pamphlet Jesus Christus Erlöser. Statt des groß- und kleinbürgerlichen Establishments, provozierte seine Bühnenshow allerdings nur die rechten wie linken Überbleibsel der Studentenbewegung, die alles bloß keine Predigten hören wollten. Filmemacher Peter Geyer dokumentiert das grandiose Scheitern eines literarisch-theatralen Weltverbesserungsversuchs anlässlich von Kinskis Auftritt in der ausverkauften Berliner Deutschlandhalle.