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Neustart oder Fortsetzung? Die Starship Troopers kehren zurück

1959 erblickte der SciFi-Roman Starship Troopers von Robert A. Heinlein das Licht der Welt und avancierte gleich zu einem Werk, das die Gemüter spaltete. Die Kritiker kamen von allen Seiten: Die einen beschimpften Heinlein als Faschisten, davon ausgehend, dass er, mit der von ihm im Roman propagierten Gesellschaftsstruktur sympathisierte, andere nannten ihn einen Antiamerikanisten und Kommunisten, da er in seinen Buch Kritik am aufstrebenden Imperialismus Amerikas übte. Was immer auch richtig sein mag (wenn überhaupt), der Roman wurde dennoch oder gerade deswegen zum Kult.
1997 nahm sich Paul Verhoeven des Stoffes an und zauberte ein tricktechnisch brillantes B-Movie auf die Leinwand, dass vor überzogener, comichafter Gewalt und Totalitarismus- wie Militärsatire nur so sprühte. Den Anhängern des Buchs war die Adaption aber zu weit weg vom Original und an den Kassen gelang ebenfalls nur ein mittelprächtiger Erfolg. Dennoch folgten mehrere Fortsetzungen, die mit der Romanvorlage überhaupt nichts mehr gemein hatten und dementsprechend über das DVD-Release nicht hinaus kamen.
Erfolgsproduzent Neal H. Moritz (Fast and Furious, I am Legend) will sich nun als Nächstes dieser Geschichte noch einmal annehmen und diesmal eine Version abliefern, die näher an der Vision Heinleins sein soll. Darin ist der Krieg weniger zentrales Element. Stattdessen wird der totalitäre Staat wesentlich intensiver beleuchtet, ähnlich wie in George Orwells Roman 1984 und auch die Ausbildung zum Trooper nimmt wesentlich mehr Raum ein, vergleichbar Stanley Kubricks Film Full Metal Jacket. Dass ein Arthouse-Movie daraus wird, ist dennoch kaum zu befürchten. Schließlich wird es auch diesmal heißen: Nur ein toter Bug ist ein guter Bug!

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