Kaum ein Blockbuster, der heutzutage noch ohne Nachdrehs auskommt. Für Marc Forsters (Ein Quantum Trost) Zombieapokalypse World War Z mit Brad Pitt in der Hauptrolle, deren Vorlage Mark Brooks Roman bildet, wurden jedoch Nachdrehs angesetzt, die sich gleich über sechs bis sieben Wochen erstrecken. Das ist schon bemerkenswert: vor allem, wenn gleich noch ein neuer Drehbuchautor engagiert wurde, der nun nach "Fertigstellung" den Film noch einmal umschreiben soll. Das lässt durchaus auf Ungereimtheiten während der Produktion schließen.
Die Aufgabe, das Script auf Vordermann zu bringen, kommt Lost- und Star Trek-Autor Damon Lindelof zu. Damit drängt sich zugleich die Frage auf, ob angesichts der umfangreichen Nachdrehs der anvisierte Starttermin am 21. Juni 2013 überhaupt eingehalten werden kann. Der war schon einmal verlegt worden. Ursprünglich sollte der Film im Dezember 2012 starten. Weiterführende Infos:
Der Roman World War Z: An Oral History of the Zombie War spielt zehn Jahre nach einem Zombie-Krieg. Vor diesem apokalyptischen Hintergrund werden in fiktiven Augenzeugenberichten und Interviews die schrecklichen Erlebnisse einer Gruppe Überlebender geschildert. Brooks Roman gilt unter Fans als Neubelebung des Genres, da er nicht allein mit blutigen Exzessen, sondern auch mit gesellschaftskritischen Untertönen aufwartet. Angeprangert werden sowohl die innersozialen Probleme der US-Gesellschaft, als auch die amerikanische Isolationspolitik.
Die Filmadaption wird sich allerdings recht weit von diesen Motiven und der Intention des Buchs entfernen und sich hauptsächlich auf den Protagonisten Gerry Lane (Brat Pitt) fokussieren. Der reist als Angestellter der Vereinten Nationen, im Wettkampf gegen die Zeit, über den gesamten Erdball, um die Ausbreitung einer um sich greifenden Zombie-Seuche zu verhindern.
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