Filmproduktionen kosten heutzutage ein Vielfaches von dem, was sie noch vor zwei oder drei Jahrzehnten kosteten. Besonders auffällig ist dies bei den so genanten Big Pictures. Lagen die Kosten für solch einen Film Mitte der 80er meist noch um die 30 Millionen Dollar, kosten die Filme heute schnell über 100 Millionen, nicht selten sogar 150 Millionen oder noch mehr. Dementsprechend massenkompatibler - man könnte auch weichgespülter sagen - werden diese Filme, um die investierten Gelder wieder einzuspielen. Ein niedrigeres Rating/FSK-Freigabe macht den Film auch für Jugendliche zugänglich. Filme mit konsequenter Gewaltdarstellung werden daher immer seltener (John Rambo, Conan).
Das soll natürlich kein Plädoyer für mehr Gewalt sein. Schließlich kommt es immer noch auf die Story an. Manch ein kultiger Streifen aus früheren Tagen, der nun als Remake in Produktion ist, lebte allerdings auch von seiner knallharten Action. In der Neuauflage werden Filme wie Total Recall oder Robocop aber sicher weniger schonungslos sein. Dieses Schicksal wird auch das geplante Remake von Starship Troopers ereilen. Paul Verhoevens Metzelei aus dem Jahre 1997 erreichte, was die pure Gewaltdarstellung angeht, sicherlich Spitzenwerte. Dafür sei aber beabsichtigt, sich diesmal näher an Robert Heinleins Roman zu halten, was der Geschichte eigentlich nur gut tun kann.
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