Das Kapital eines Schauspielers ist sein Körper. Deshalb hegen und pflegen ihn auch die Hollywood-Stars, so gut es nur möglich ist. Manche Rollen verlangen ihnen allerdings auch einen extremen Umgang damit ab. Robert De Niro fraß sich beispielsweise für Martin Scorseses Wie ein wilder Stier 1980 kugelrund und hungerte das nachher wieder mühsam ab. Die schone Charlize Theron tat es ihm in Monster nach, für den sie auch den Oscar als beste Hauptdarstellerin erhielt. Christian Bale hungerte sich sogar zwei Mal, für The Machinist und The Fighter, auf Haut und Knochen ab. Und auch Tom Hanks sah gegen Ende im AIDS-Drama Philadelphia nur noch wie ein Schatten seiner selbst aus.
Ein wenig auf dessen Spuren wandelt nun auch Matthew McConaughey, der bisher in vielen Filmen überwiegend mit seinem Modellathletenkörper punktete. Zuletzt mit spärlicher Oberbekleidung war er in Magic Mike zu sehen. In seinem nächsten Film The Dallas Buyer's Club (basierend auf einer wahren Begebenheit aus den 1980ern) spielt er den HIV-positiven heterosexuellen Elektriker Ron Woodroof, der erfährt, dass er AIDS hat. Gegen die Prognosen der Ärzte, die ihm nur noch wenige Monate geben, überlebt dieser ganze sechs Jahre. Dies verdankt er einer außergewöhnlichen Idee: Er gründete einen Schmuggelring, der AIDS-Erkrankte mit alternativen Medizinprodukten sowie illegal aus Mexiko in die USA eingeführten Medikamenten versorgt. Dafür hungert sich McConaughey aktuell all die schönen und hart antrainierten Muskeln ab, um für diese Rolle nicht allzu gesund auszusehen, wie er das jüngst selbst ausdrückte. |