Das Recht auf freie Meinungsäußerung - Nicolas Cage in Justizdrama
(27. September 2012)

Beinhaltet das Recht (bei uns Art. 5 GG), das die freie Meinungsäußerung garantiert, zugleich auch den Freifahrtschein, um wirklich jederzeit alles von sich geben zu dürfen, wovon man überzeugt ist, es müsse an die Öffentlichkeit? In Zeiten, in denen Religionssatiren Fundamentalisten Anlass geben, um zum Mord aufzurufen, ist das ein höchst interessantes Thema für einen Film.
In Amicus, der von Donnie Darko-Regisseur Richard Kelly inszeniert werden wird, dreht sich zwar nichts um das Thema Religion, allerdings alles um das des Rechts der freien Meinungsäußerung. Der Film basiert auf einem realen Fall, der für Schlagzeilen sorgte: Alles beginnt damit, dass der Musikproduzenten Lawrence Horn den Killer James Perry engagiert, um seine Frau und seinen hirngeschädigten Sohn zu ermorden. Horn wäre damit an zwei Millionen Dollar gelangt, die seinem Sohn als Opfer von Ärztepfusch zustanden. Perry wurde jedoch geschnappt und zum Tode verurteilt und Horn zu einer lebenslangen Haftstrafe.
Vor Gericht wurde in der Folge der Umstand verhandelt, dass Perry sich für sein Vorgehen Tipps aus dem Buch Hit Man: A Technical Manual For Independent Contractors geholt hatte, das bei Paladin Press erschienen war. Nicolas Cage spielt den Anwalt Rodney Smolla, der die Hinterbliebenen beim Prozess gegen den Verlag vertrat. Dieser berief sich auf das Recht der freien Meinungsäußerung. Fünf Jahre dauerte der Prozess, der stets im Fokus der Medien blieb und mit einem Sieg Smollas endete. Die Dreharbeiten zu Amicus sollen Anfang 2013 starten.

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