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Vanity Fair

(Vanity Fair, 2004)

Dt.Start: 31. März 2005
DVD: 10. Oktober 2005
Premiere: 01. September 2004 (USA)
FSK: ab 6 Genre: Drama
Länge: 141 min Land: UK, USA
Darsteller: Reese Witherspoon (Becky Sharp), Gabriel Byrne (The Marquess of Steyne), Angelica Mandy (Young Becky), Roger Lloyd-Pack (Francis Sharp), Ruth Sheen (Miss Pinkerton), Lillete Dubey (Ms. Green), Romola Garai (Amelia Sedley), Tony Maudsley (Joseph Sedley), Deborah Findlay (Mrs. Sedley), John Franklyn-Robbins (Mr. Sedley), Paul Bazely (Biju), Rhys Ifans (William Dobbin), Jonathan Rhys-Meyers (George Osborne), Charlie Beall (Gambler)
Regie: Mira Nair
Drehbuch: Matthew Faulk, Julian Fellowes


Inhalt

Anfang des 19. Jahrhunderts gelingt es der willenstarken und charmanten Becky Sharp, eine Anstellung als Gouvernante zu bekommen. Dort lernt die junge Frau aus der Unterklasse, Sir Pitt Crawley und seinen Sohn Rawdon Crawley kennen, mit deren Hilfe ihr es gelingt, die soziale Leiter empor zu steigen.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Vanity Fair hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 70%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Markus Ostertag
Vanity Fair hat eine Wertung von 70%
Reese Witherspoon scheint jede Rolle wie auf den Leib geschrieben zu sein! Auch wenn die Hauptfigur des hier zugrunde liegenden Romans von William Makepeace Thackeray aus dem Jahre 1848 noch kaltschnäuziger und biestiger ist, als Becky Sharp in dem Drama von Mira Nair, zeigt das Allroundtalent dennoch ihr schauspielerisches Können mit einer eindrucksvollen Darstellung und unheimlicher Ausstrahlung, die dem Film sehr zugute kommt.

Bild aus Vanity Fair Filme können durch die verschiedensten Aspekte überzeugen, aber oftmals sind es die Darsteller und die Story, die einen Film wirklich ausmachen. Gerade deswegen ist Vanity Fair ein kleines Meisterwerk, welches sich aber an manchen Stellen selbst im Weg steht. Mira Nair scheint bei der Castliste sehr darauf geachtet zu haben, dass man zwar die Gesichter kennt, aber abgesehen von Reese Witherspoon keine großen Hollywood-Stars "zusammenkauft". So kennt man zwar Eileen Atkins aus The Hours - Von Ewigkeit zu Ewigkeit, Jim Broadbent aus Bridget Jones - Am Rande des Wahnsinns, Gabriel Byrne aus End of Days - Nacht ohne Morgen und Romola Garai aus Dirty Dancing 2 sowie die weiteren Darsteller, aber keiner von ihnen hat ein "verbrauchtes" Gesicht und diese Tatsache bringt dem Film eine sehr hohe Glaubwürdigkeit.

Becky Sharp (Reese Witherspoon) ist die Tochter eines mittellosen englischen Künstlers und einer französischen Sängerin, die ihre Eltern sehr früh verliert und in einem Pensionat unterkommt. Dort lernt sie nicht nur Benehmen, sondern auch ihre beste Freundinnen Amelia Sedley kennen, die fortan ihr Leben begleitet. Becky träumt von einem steilen Aufstieg in der Gesellschaft und sucht daher nach einem Mann, der ihr genau das ermöglichen kann. Um ihr Ziel zu erreichen, geht Becky über Freundschaften und Leichen. Durch Intrigen, aber auch viel Charme erarbeitet sie sich ein Leben nach ihren Wünschen, welches aber immer wieder wie ein Kartenhaus zusammenfällt.

Ab einer gewissen Länge müssen Filme einen gewissen Reiz und eine Anziehung versprühen. Genau hier lag die Befürchtung bei dem 141 Minuten langen Vanity Fair, denn die Story ist zwar interessiert, aber sicherlich weder bahnbrechend neu noch spannend. Auch die Inszenierung wirkt eher dahinplätschernd als mitreißend, dennoch hält der Film immer eine gewisse Erwartungshaltung aufrecht, die ihn über die Zeit rettet. Und obwohl es keinen wirklichen Höhepunkt gibt, auf den hingearbeitet wird, so hat die Romanverfilmung doch einen gewissen Charme, die ihn auszeichnet. Hauptverantwortlich hierfür ist sicherlich auch die unglaubliche Ausstrahlung von Reese Witherspoon, die endgültig unter Beweis stellt, dass sie eine ganz große Schauspielerin ist, die einer Oscarnominierung würdig ist. So ist Vanity Fair trotz der Länge ein schöner und kurzweiliger Film mit ein paar Unwegsamkeiten.



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