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Evil

(Ondskan, 2003)

Dt.Start: 14. Oktober 2004 Premiere: 16. Mai 2003 (Cannes Film Festival, Frankreich)
FSK: ab 12 Genre: Drama
Länge: 113 min Land: Schweden
Darsteller: Andreas Wilson (Erik Ponti), Henrik Lundström (Pierre Tanguy), Gustaf Skarsgard (Otto Silverhielm), Linda Gyllenberg (Marja), Jesper Salen (Dahlen), Filip Berg (Johan), Fredrik af Trampe (von Schenken), Richard Danielsson (Karlberg), Martin Svane (Leffler), Rustan Blomqvist (Bergvall), Peter Eggers (Von Rosen), Per Westergren (Lewenheusen), Henrik Linnros (Beijer), Theodor Hoffsten (Lagerros), Sanna Mari Patjas (Stina)
Regie: Mikael Hafström
Drehbuch: Hans Gunnarsson


Inhalt

Wegen einer brutalen Schlägerei wird der Teenager Erik von der Schule verwiesen und auf ein Internat geschickt. Dort geben die älteren Schüler den Ton an und unterdrücken die Frischlinge durch unfaire Kampfspiele. Der geläuterte Erik steckt deshalb in der Zwickmühle und muss sich entscheiden, ob er sich entweder der Unterdrückung hingibt oder sich gegen die Missstände auflehnt.
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Kritik

Evil hat eine Wertung von 70%
Das schwedische Drama zeigt mit intensiven und sehr gut inszenierten Bildern das Leben des 16-jährigen Rebellen Erik, der auf ein Elite-Internat geschickt wird. Doch hinter der Fassade verbirgt sich ein militärisches und brutales System, dem sich die Schüler unterzuordnen haben - es ist Eriks letzte Chance, aber wie lange wird er sich dieser Demütigung aussetzen können ohne zurückzuschlagen?

Bild aus Evil Die Produktion aus Schweden weiß durchaus zu überzeugen, denn nicht nur die gute und ergreifende Story, sondern auch die Darstellerleistungen sorgen für ein solides Erscheinungsbild. Sehr eindrucksvoll und ausführlich wird vor allem der Charakter von Erik ausgearbeitet, was eine gewisse Nähe zum Zuschauer erzeugt, die im Verlauf des Films sicherlich einer der großen Pluspunkte ist.

Erik ist ein Rebell und wird von seinem Stiefvater für jede Kleinigkeit mit der Peitsche verdroschen. Als Ventil benutzt er die Schule - dort ist er der King und lässt keine Möglichkeit aus, unter seinen Mitschülern Angst und Schrecken zu verbreiten und Schlägereien mit blutigem Ausgang zu veranstalten. Doch irgendwann kann die Mutter nicht mehr mit ansehen, dass ihr eigentlich intelligenter Sohn den Bach runter geht und schickt ihn daher auf ein Elite-Internat, welches sich aber hinter der wunderbaren Fassade als militärisches System mit harten und unmenschlichen Linien herausstellt. Hier heißt es sich unterzuordnen und damit hat Erik ein ernsthaftes Problem. Anfänglich versucht er seiner Mutter nicht noch mehr Kummer zu bereiten, doch der Druck wächst von Tag zu Tag...

Der Film versucht durch die Brutalität eine abschreckende Wirkung zu erzielen, doch dies wirkt bei dem heute üblichen Grad an Gewalt in Film und Fernsehen eher ein wenig arm und naiv als wirklich überzeugend. Außerdem gibt es (vor allem gegen Ende) ein paar Durchhänger im Storyfluss, sodass hier leider ein paar Abstriche zu machen sind. Dennoch ist Evil ein guter Film, den man sich auch öfter anschauen kann. Die DVD sollte in keiner guten Liebhabersammlung fehlen!

von Markus Ostertag


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