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Der fünfte Teil seiner Police Story Reihe ist alles andere als ein typischer Jackie Chan Film. Er strebte mit diesem Film einen Imagewechsel an, der ihn auch gelungen ist, da dieses knallharte Actiondrama zwar gewohnt gute Action bietet, aber auch einen Hauptdarsteller den man so noch nie gesehen hat.
Nachdem Jackie Chan selbst über die Qualität seiner letzteren US-Produktionen wie The Tuxedo - Gefahr im Anzug oder die HK-Co-Produktion Das Medaillon enttäuscht war, beschloss er wieder zu seinen alten Wurzeln zurück zu finden und in Hongkong einen Film zu drehen, der speziell für seine langjährigen Fans gedacht ist. Was wäre da natürlich besser, als ein weiterer Teil der Police Story-Reihe. Doch anstatt mit einer weiterer Fortsetzung aufzuwarten, wagte Chan etwas ganz Neues, das außer den Titel nur sehr wenig mit den üblichen Filmen des Jackie Chan gemein hat.
Eine Extremsport begeisterte Gang treibt ihr Unwesen in Hongkong. Als sie von Inspektor Ming aufgespürt wird, kommt es zur Katastrophe, da sein komplettes Team ums Leben kommt. Nach diesem Einsatz kommt er mit seinem Leben nicht mehr zurecht und wird zum Alkoholiker. Doch der junge Polizist Frank glaubt an Ming und setzt alles daran, ihn wieder auf Vordermann zu bringen, damit er sich an der Gang rächen kann.
Die Geschichte wäre an sich für einen Chan-Film nicht untypisch, jedoch hat diese den großen Unterschied, dass sie zu keinem Zeitpunkt unterhaltsam sein will, sondern es sich hier viel mehr um ein ernstes und kompromissloses Cop-Drama handelt. Dies ist zwar im Großen und Ganzen gelungen, hat jedoch auch seine Schwächen bei den zwischenmenschlichen Beziehungen der Charaktere.
Inszenierungstechnisch gesehen kann man Benny Chan nur Lob zusprechen: Zwar merkt man deutlich, dass er sich von Wu Jian Dao hat inspirieren lassen, aber das stört nicht weiter, da bei der Kameraarbeit und dem Schnitt sehr gute Arbeit geleistet wurde. Ein sehr großes Lob geht auch an die Actionszenen, die allesamt gut choreographiert wurden, egal ob die Fights, die Schusswechsel oder das Highlight des Filmes, eine grandiose Verfolgungsjagdszene in einem Bus.
Die große Frage war natürlich, ob man Jackie Chan einen so ernsten und hoffnungslosen Charakter überhaupt abnehmen würde. Er kann! Denn sein Spiel war überraschenderweise gut, weil eben so anders, da er fast alle seine Markenzeichen über Bord geworfen hat, um mal etwas Neues zu wagen. Bei den Nebendarstellern hatte man weniger Glück, vor allem bei den Gangstern, denen man dank ihres milchbubenartigen Aussehens nicht immer die Rolle der knallharten Gangster abnehmen konnte.
Wer ein Fan von Chan ist und ihn gerne mal ganz anders sehen möchte, der sollte sich diesen Film nicht entgehen lassen. Zwar gibt es auf emotionaler Ebene manchmal ein paar Defizite, aber ansonsten bekommt man gute Action, eine überaus gefallende Inszenierung, sowie einen gelungenen Imagewechsel von Jackie Chan geboten. |