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Der routinierte Horror-Thriller lässt in zahlreichen Handlungselementen Erinnerungen an bekannte Genreklassiker wach werden und begnügt sich mit einer unspektakulären aber effektiv erzählten Geschichte. Die beiden Hauptdarsteller Robert De Niro und Dakota Fanning machen in ihren Rollen eine gute Figur, so dass Spannung bis zum Schluss garantiert ist.
In seinem klassisch inszenierten Horror-Thriller setzt Swimfan Regisseur John Polson auf die psychologische Komponente und verlässt sich damit auf das schauspielerische Talent seiner beiden Hauptdarsteller Robert De Niro und Dakota Fanning. Routinier De Niro macht dabei als Wittwer und treusorgender Vater eine gewohnt souveräne Figur und bringt seinen Charakter überzeugend auf die Leinwand. Die junge und montan überaus gefragte Dakota Fanning ist erstmals in ihrer Karriere mit dunkeln Haaren zu sehen und meistert ihre Rolle als verstörtes Mädchen, deren Mutter sich gerade umgebracht hat, hervorragend.
Das Drehbuch von Neuling Ari Schlossberg ist von der Grundstruktur sehr klassisch gehalten und bedient sich zahlreicher Genregrundfesten sowie Handlungs- und Spannungselementen anderer bekannter Filme. Das Resultat erinnert ein wenig an den Thriller Das geheime Fenster, der zuletzt mit ähnlichen Elementen das Kinopublikum in Atem hielt. Im Zentrum der Geschichte steht der Psychologe David Calloway (Robert De Niro), der nach dem Selbstmord seiner Ehefrau mit seiner verstörten Tochter Emily (Dakota Fanning) in ein verlassenes Landhaus zieht. Dort, so hofft er, soll Emily ihre psychische Blockade überwinden und über den tragischen Tod ihrer Mutter hinwegkommen. Das Gegenteil ist jedoch der Fall und sie erfindet einen imaginären Freund namens Charlie, mit dem sie spielt und dem sie sich anvertraut.
Das Mysterium um die Existenz und die Identität von Charlie bildet das Spannungselement des Films, das bis zum Ende aufrechterhalten wird. Dabei wird der Zuschauer auf mehrere falsche Fährten gebracht, die teils mehr und teils weniger gut ausgearbeitet sind. Gleichzeitig hält Hide and Seek den Zuschauer mit einem Hauch des Übernatürlichen in Atem und nutzt klassische Elemente wie gespenstische Wälder, dubiose Geräusche oder dunkle Kellerräume um Spannung zu verbreiten.
Nach dem Lüften des Geheimnisses um Charlie, verlässt der Film das psychologische Fahrwasser und tobt sich in einem etwas zu actionreichen und teilweise unpassenden letzten Teil bis zum Showdown aus. Schlussendlich kann man Hide and Seek als routinierten Horror-Thriller bezeichnen, der dem Genre keinen Meilenstein hinzufügt, sondern alt bewährtes neu inszeniert. Spannung ist auf jeden Fall garantiert, wobei der ein oder andere versierte Genrespezialist den Clou vielleicht schon im Vorfeld erahnen kann. |