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Die amerikanisierte Version von Nick Hornbys gleichnamigem Roman über Liebe und Sport präsentiert sich als sensible und herzerwärmende Liebesgeschichte für romantische Abende zu Zweit. Die beiden Hauptdarsteller gefallen in ihren Rollen und bringen den männlichen Sportfanatismus und das diesbezügliche Unverständnis der Frau in charmanter Manier auf die Leinwand.
Nick Hornbys erster Roman ist ein Buch über Fußball und Liebe. Weil man jedoch in den USA mit englischem Fankult keinen Blumentopf gewinnen kann, ist daraus nun ein Film über Baseball und Liebe geworden. Viele Hornby Fans werden dieser "kleinen" Änderungen (Arsenal London gegen Bosten Red Sox) äußerst skeptisch gegenüber stehen, zumal das Buch 1997 mit Colin Firth in der Hauptrolle bereits stielecht verfilmt wurde. Zu allem Überfluss wurde der Film auch noch von den Farrelly-Brüdern (Verrückt nach Mary) inszeniert, die normalerweise eher für den groben Humor zuständig sind und so gar nicht in die Hornby Welt zu passen scheinen. Die Adaption des Romans überließen die Brüder jedoch dem routinierten Gespann Lowell Ganz und Babaloo Mandel, das eine sensible und warmherzige Geschichte zu Papier brachte.
In den Hauptrollen der romantischen Komödie sind Drew Barrymore und "Saturday Night Live" Komiker Jimmy Fallon zu sehen. Fallon verkörpert den Lehrer Ben, der von seinem Onkel Saisontickets für die Bosten Red Sox geerbt hat und seit seiner Kindheit ein besessener Fan des Teams ist. Während der Saison wird sein Leben durch die Red Sox bestimmt, alles dreht sich nur um Baseball. In der Spielpause im Winter ist er jedoch ein ganz normaler Mann Anfang 30, dessen Red Sox Besessenheit nur durch sein Fanshop-ähnliches Zimmer zu erahnen ist. Während seiner "Winter-Guy" Phase lernt er die attraktive und wohlhabende Lindsey (Drew Barrymore) kennen, die sich trotz anfänglicher Skepsis und einem katastrophalen ersten Date in seine einfache, nette und humorvolle Art verliebt.
Als die Saison jedoch beginnt, tritt "Summer-Guy" wieder auf den Plan und Lindsey wird das ganze Ausmaß von Ben Besessenheit bewusst. Er schwört sich mit seinen Freunden mit bizarren Ritualen auf die Red Sox ein und macht sich beim Trainingslager der Mannschaft in Florida vor laufender Kamera zur Lachnummer. Nachdem Ben auch noch ein Wochenende in Paris und einen Besuch bei Lindseys Eltern wegen eines Saisonspiels ablehnt, kommt es zum großen Streit, den die Beziehung gerade noch übersteht. Doch weitere Krisen sind vorprogrammiert da Ben nicht gleichzeitig die Red Sox und Lindsey lieben kann.
Auch wenn Fußball gegen Baseball ausgetauscht wurde, bleiben die Grundzüge des Romans von High Fidelity und About a boy oder der Tag der toten Ente Autor Nick Hornby intakt, da der männliche Sportfanatismus und das diesbezügliche Unverständnis der Frau nach wie vor aufeinander treffen. Der Film lebt vor allem von der Chemie zwischen den beiden guten Hauptdarstellern und ihren richtungweisenden Gesprächen mit ihren Freunden. Der Humor nimmt einen weniger großen Stellenwert ein und dient in erster Linie zur Auflockerung. Das tragende Element ist die Liebesgeschichte zwischen Ben und Lindsey, die nach einigen Höhen und Tiefen am Ende in einem furiosen Showdown zum Happy End führt. Folglich ein hervorragender Film für einen romantischen Abend zu Zweit. |