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Achtung, fertig, Charlie!(Achtung, fertig, Charlie!, 2003)
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14. April 2005 DVD: 30. Januar 2006
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Premiere: |
18. September 2003 (Schweiz) |
| FSK: |
ab 12
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Genre: |
Komödie |
| Länge: |
92 min
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Land: |
Schweiz |
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Darsteller:
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Michael Koch (Antonio Carrera), Melanie Winiger (Michelle Bluntschi), Marco Rima (Hauptmann Franz Reiker), Mia Aegerter (Laura Moretti), Martin Rapold (Korporal Weiss), Mike Müller (Paolo Moretti), Kaya Inan (Rekrut Weber), Nicolas Steiner (Rekrut Schlönz), Mario Almer (Rekrut Schaffner), Jean Vocat (Rekrut Lombard), Lukas Frey (Rekrut Gmür), Pascal Nussbaumer (Rekrut Furgler), Max Sartore (Korporal Hinkel), Laila Nielsen (Billie), Rahel Liebetrau (Vanessa), Tamara Sedmak (Militärpolizistin), Mario Scarpellini (Militärpolizist), Max Rüdlinger (Divisionär), Daniel Rohr (Militärarzt), Esther von Arx (Webers Mutter), Jean-Pierre Cotti (Priester), Franco Ramunno (Fredo), Gianni Zorzini (Alberto) |
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Regie:
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Mike Eschmann |
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Drehbuch:
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David Keller, Michael Sauter |
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 Inhalt
Gerade in dem Moment als Antonio seiner Braut Laura das Ja-Wort geben will, kommen zwei Militärpolizisten des Weges und verhaften den baffen Bräutigam wegen seiner nicht abgeleisteten Wehrpflicht. Kurz darauf findet sich Antonio in der Kaserne von Hauptmann Reiker wieder und muss sich von seinem Vorgesetzten Korporal Weiss unentwegt schikanieren lassen. Doch die uneheliche Tochter des Hauptmannes und ein tollkühner Plan lassen Antonio neue Hoffnung schöpfen. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Keine weitere Wertung
Kritik
von Kurt Meinicke
In dieser ersten Schweizer Teenagerkomödie sollte der Alltag in einer Rekrutenschule aufs Korn genommen werden. Doch leider wurde nichts aus einer überspitzten Darstellung der Realität, da man lieber die Umstände den Gags angepasst hat und es somit verpasste, das vorhandene Potential dieser Grundidee auszuschöpfen. Man wird zwar angenehm unterhalten, jedoch kann dieser Versuch einer lockeren Komödie leider nicht durchgehend überzeugen.
Der erfolgreichste Schweizer Film 2004 hatte das Glück auf der Welle von American Pie mitreiten zu können und einen gelungenen Trailer zu präsentieren, der viele Zuschauer in die Kinos locken konnte. Des Weiteren wurde der Start durch das beleidigte Amt für militärische Angelegenheiten noch mehr angeheizt: glaubte man den Medien, erwartete man eine bissige Militär-Satire mit Teenager-Humor. Leider haben sich die Macher aber anscheinend dafür entschieden, jegliche satirische Aspekte unter den Teppich zu kehren und lieber ganz auf der Schiene der flachen Witze über Sex und Drogen mitzufahren.
Die Geschichte beginnt in einer malerisch gelegenen Kirche, wo gerade die Trauung zwischen Antonio Carrera und seiner Verlobten Laura Moretti stattfindet. Gerade als Antonio das Ja-Wort geben will, tauchen zwei Militärpolizisten auf und nehmen ihn wegen Dienstverweigerung einfach mit. Kaum in der Kaserne angekommen beginnt, was sich dann über 70 Minuten hinausziehen wird: weil Antonio Angst vor Lauras Familie hat und seine Angebetete nicht enttäuschen will, soll die Hochzeit so schnell es nur geht nachgeholt werden, wofür er schleunigst aus dem Dienst entlassen werden muss... egal wie! Sofort macht er sich beim Hauptmann Reiker unbeliebt und wird zum Lieblings-Opfer von Korporal Weiss. Doch gerade als Antonio aufgeben will, beschliesst man Plan "B" in Angriff zu nehmen: Antonio soll Reikers uneheliche Tochter - Rekrutin Bluntschi - verführen, dabei erwischt werden und somit aus der Kaserne fliegen.
So viel versprechend das alles klingen mag, so hat der Film ein zentrales Problem: er ist viel zu weit von der Realität entfernt! Nicht nur, dass man es im Militär ausschliesslich mit dauergeilen Teenagern zu tun hat, die von früh bis spät am Kiffen sind, auch alle militärischen Vorgaben wurden einfach mal schnell über Bord geworfen. So gibt es lediglich einen Korporal, einen Hauptmann und eine Hand voll Füsilieren, welche sich Ihre Kaserne mit einem einzigen aus Territorial Grenadieren bestehenden Zug teilen. Keine Spur von einem Leutnant, einem Fourrier oder Feldweibel. Auch die Tatsache dass Antonio am ersten Tag in seinem Anzug exerzieren darf und, dass man das neue Sturmgewehr scheinbar nach jedem Schuss nachladen muss erstickt jegliche Nachvollziehbarkeit im Keim. Wenn man dann noch feststellt, dass plötzlich ein Piranha-Panzer vor dem Hauptgebäude nur zu dem Zweck herumsteht, dass man eine militärisch angehauchte Liebesszene erzwingen kann, gehen auch die letzten Hoffnungen auf eine gelungene Satire in Rauch auf. Man muss sich immer wieder die Frage stellen, ob die Macher jemals eine Kaserne von Innen gesehen haben und gerade hier schmälert dies sehr stark den Spass, da viele Witze auf diesen konfusen Gegebenheiten aufgebaut sind.
Die Darsteller machen Ihre Sache gut, wirken aber zum Teil etwas zurückhaltend, als hätte man nicht gewusst wie weit man gehen darf. Positiv hervorheben kann man aber Marco Rima, dem seine Rolle sichtlich Vergnügen bereitet hat und auch Martin Rapold, welcher perfekt den Schleifer mimt und für einige Lacher sorgen kann. Auch Michael Koch kann in seinem Debüt eine solide wenn auch ab und zu nervös wirkende Leistung abliefern. Unter den weiblichen Schauspielerinnen gefällt vor allem Melanie Winiger mit Ihrer glaubhaften Darstellung der Michelle Bluntschi, doch im Gegensatz dazu schafft es Mia Aegerter während des kompletten Films einfach nur zu nerven. Es kann zwar an Ihrer Rolle liegen, doch wenn Sie dann am Ende auch noch Ihren damaligen Hit "Hie U Jetzt" zum Besten geben muss, verlässt auch der zufriedenste Zuschauer fluchtartig das Kino! Offenbar verliess man sich bei dieser aus Gute Zeiten, Schlechte Zeiten bekannten Sängerin auf Ihren Namen, doch hätte man lieber auf jemanden zurückgegriffen der vielleicht etwas weniger bekannt ist und dafür aber keinen übermässigen Geltungsdrang besitzt.
Bei der Musik hat man auf gängige Rocksongs gesetzt, wie es in diesem Genre zur Gewohnheit geworden ist. Leider gibt es keinerlei Score, weshalb einzelne Szenen etwas emotionslos daherkommen. Die Regiearbeit weißt auch einzelne Schwächen auf, was sich vor allem im finalen Kampf zwischen Füsilieren und Grenadieren bemerkbar macht. Auch fehlte hier und da wohl etwas das Budget, um actionreiche Sequenzen richtig in Szene setzen zu können.
Wer sich hier auf eine locker-seichte romantische Komödie einstellt, wird durchaus unterhalten werden. Auch hat der Film mehrere gute Lacher zu bieten und man bekommt hin und wieder auch mal etwas Neues geboten. Doch wenn man eine bissige Satire mit Mut zur Provokation erwartet, kann man fast nur noch enttäuscht werden. Ein Kinobesuch lohnt sich also nur, wenn man seine Erwartungen nicht allzu hoch schraubt und sich einfach einen unterhaltsamen, jedoch sehr belanglosen Film aus der Schweiz ansehen möchte.  Weitere interessante Filme
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