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Brothers Grimm(The Brothers Grimm, 2005)
| Dt.Start: |
06. Oktober 2005
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Premiere: |
26. August 2005 (USA) |
| FSK: |
ab 12
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Genre: |
Abenteuer, Fantasy |
| Länge: |
119 min
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Land: |
UK, USA, Tschechien |
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Darsteller:
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Matt Damon (Wilhelm Grimm), Heath Ledger (Jacob Grimm), Monica Bellucci (Spiegel-Königin), Peter Stormare (Cavaldi), Lena Headey (Angelika), Jonathan Pryce (Delatombe), Richard Ridings (Bunst), Barbora Lukesova (Mutter Grimm), Anna Rust (Schwester Grimm), Radim Kalvoda (Gendarme), Martin Hofmann (Gendarme), Harry Gilliam (Stallbursche), Miroslav Taborsky (Alter Müller), Roger Ashton-Griffiths (Bürgermeister), Marika Sarah Prochazkova (Müllerstochter), Mackenzie Crook (Hidlick), Rudolf Pellar (Wachmann), Hanus Bor (Vater der Zwillinge), Ota Filip (Besitzer der Taverne), Audrey Hamm (Reisende), Annika Murjahn (Reisende), Lukas Bech (Barmann), Julian Bleach (Letorc), Bruce McEwan (Dax), Martin Kavan (Delatombes Diener), Denisa Vokurkova (Greta), Jan Unger (Gregor), Laura Greenwood (Sasha), Jakub Zindulka (Minister), Drahomira Fialkova (Großmutter), Jana Radojcicova (Wütende Frau), Tomas Hanak (Woodsman), Josef Vajnar (Bischof) |
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Regie:
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Terry Gilliam |
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Drehbuch:
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Ehren Kruger, Terry Gilliam |
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Inhalt
Die Gebrüder Grimm reisen von Dorf zu Dorf, um verängstigten Dorfbewohnern viel Geld für das Austreiben von Geistern und Dämonen aus der Tasche ziehen. Der Clou ist jedoch, dass die beiden den Zauber zuvor mit findigen Tricks selbst inszeniert haben. Als die französischen Besatzer Wind von ihrem Treiben bekommt, werden die Gebrüder zur Strafe in die Stadt Marbaden geschickt, wo sie das mysteriöse Verschwinden von zehn Mädchen untersuchen müssen. |  |
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Das fantastische Abenteuer von Terry Gilliam ist ein schaurig amüsanter Kreuzzug durch die Grimmsche Märchenwelt, in dem die Brüder als Hochstapler dargestellt werden. Obwohl die beiden Hauptdarsteller Matt Damon und Heath Ledger blass bleiben, kann der Film durch seine virtuose Optik und seine skurrilen Ideen durchaus überzeugen.
Denkt man an Filme wie 12 Monkeys oder Fear and Loathing in Las Vegas zurück, lässt sich schon erahnen, was der virtuose Filmemacher Terry Gilliam, der als einziges amerikanisches Mitglied von "Monty Python's Flying Circus" bekannt wurde, mit unseren guten Gebrüder Grimm gemacht hat. Zwei Hochstapler nämlich, die den einfältigen Dorfbewohnern mit ihrem inszenierten Spuk das Geld aus der Tasche ziehen. Tatkräfte Unterstützung erhielt er dabei von Drehbuchschreiber Ehren Kruger (Ring), der alle Märchen der Gebrüder in einen Topf warf und kräftig umrührte. Für die Hauptrollen wurden Matt Damon und Heath Ledger verpflichtet, die dem zauberhaften Unterfangen noch etwas Starpower verleihen.
Der Film spielt Anfang des 19. Jahrhunderts in Deutschland, wo die Brüder Jake (Heath Ledger) und Will (Matt Damon) fröhlich durch die Lande ziehen und verängstigten Dorfbewohnern viel Geld für das Austreiben von Geistern und Dämonen aus der Tasche ziehen. Der Clou ist jedoch, dass die beiden den Zauber zuvor mit findigen Tricks selbst inszeniert haben. Als die französischen Besatzer Wind von ihrem Treiben bekommt, werden die Gebrüder kurzerhand eingebuchtet. Als jedoch in der Stadt Marbaden zehn Mädchen spurlos verschwinden, werden die Beiden von General Delatombe (Jonathan Pryce) dorthin entsandt, um die Sache aufzuklären. Zusammen mit ihrem Aufpasser Cavaldi (Peter Stormare) müssen sie jedoch feststellen, dass es sich in Marbaden um einen echten Fluch handelt.
Regisseur Terry Gilliam verpasste dem Film einen düsteren bis farblosen Look und unterstützte damit die schaurig-schrullige Atmosphäre. Die Märchen der echten Gebrüder Grimm wurden dabei in die Story integriert und so stolpert man im Laufe des Films beispielsweise über Rotkäppchen, Hänsel und Gretel oder Rapunzel. Der Hauptteil des Films spielt in dem trostlosen Städtchen Marbaden und dem angrenzenden verzauberten Wald, der durch lebendige Bäume, angsteinflössende Raben und einen bösen Wolf einiges ein an Gruselei zu bieten hat. Der Film ist dabei keineswegs auf Schockeffekte aus, sondern setzt auf eine konstant schaurige Grundstimmung.
Hauptdarsteller Matt Damon verkörpert einen extrovertierten Jake Grimm, der sich selbst gekonnt inszenieren kann und damit auch bei der ein oder anderen Frau landet. Heath Ledgers Rolle als Will Grimm ist hingegen deutlich introvertierter ausgelegt. Anders als sein Bruder glaubt er wirklich an Spuk und Zauberei, weshalb er von Jake nicht für voll genommen wird. Die Brüder wirken aber im Vergleich zur Optik und Ausstattung eher blass. Schauspielerischer Höhepunkt setzt hingegen Peter Stormare, der als durchgeknallter italienischer Foltermeister Cavaldi nicht nur den Vogel, sondern definitiv einen ganzen Vogelschwarm abschießt. Die italienische Schönheit Monica Bellucci, von der man sich optische Ganzpunkte erwartet hatte, darf übrigens so gut wie gar nicht die Leinwand zieren.
Überzeugen kann Brothers Grimm hauptsächlich durch die typisch verspulte Gilliam Optik sowie dessen skurrile Figuren und Ideen. Wer sich also eine authentische Biographie der Gebrüder Grimm erwartet, dem sei an dieser Stelle noch mal in aller Deutlichkeit gesagt: Nicht bei Terry Gilliam! Die Geschichte präsentiert sich als Kreuzzug durch die Grimm'sche Märchenwelt und ist schließlich selbst wieder so etwas wie ein Märchen. Dass die beiden Hauptdarsteller eher blass bleiben, ist angesichts eines vortrefflichen Peter Stormare eher zu vernachlässigen. Unterm Strich bietet Brothers Grimm amüsant schauriges Kino, das Gilliam Fans sicher gefallen und Interessierte nicht verprellen wird. |  | | von Thomas Straßer |

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