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Kiss, Kiss, Bang, Bang

(Kiss, Kiss, Bang, Bang, 2005)

Dt.Start: 20. Oktober 2005
DVD: 20. April 2006
Premiere: 14. Mai 2005 (Cannes Film Festival, Frankreich)
FSK: ab 12 Genre: Komödie, Thriller
Länge: 102 min Land: USA
Darsteller: Deanna Dozier (Kristin), Val Kilmer (Gay Perry), Robert Downey Jr. (Harry Lockhart), Michelle Monaghan (Harmony Faith Lane), Corbin Bernsen (Harlan Dexter), Dash Mihok (Mr. Frying Pan), Larry Miller (Dabey Shaw), Rockmond Dunbar (Mr. Fire), Shannyn Sossamon (Pink Hair Girl), Angela Lindvall (Flicka), Joel Michaely, Judie Aronson, David Newsom, Ali Hillis, Kathy Lamkin, Vincent Laresca
Regie: Shane Black
Drehbuch: Shane Black


Inhalt

Der Kleinkriminelle Harry landet zufällig in einem Vorsprechen in Hollywood und soll ausgerechnet einen Schnüffler spielen. Als Coach für diese schwierige Aufgabe tritt der schwule Privatdetektiv Gay Perry ein. Alles scheint perfekt zu laufen, vor allem als Harry auch noch durch Zufall auf seine High School Liebe Harmony trifft. Doch plötzlich wird er unglücklich in einen Mordfall verwickelt und die Ereignisse nehmen eine unliebsame Wende.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Kiss, Kiss, Bang, Bang hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 76%
Kurzkritik
von Thomas Brendel
Wertung von 78 für Kiss, Kiss, Bang, Bang

Nach über sechs Jahren Leinwandabstinenz bringt Shane Black, Drehbuchautor von Anti-Helden-Filmen wie Last Boy Scout und Tödliche Weihnachten, sowie Schöpfer der Lethal Weapon-Reihe einen neuen Film in die Kinos. Diesmal hat er sich sogar dazu entschlossen, selbst auf dem Regiestuhl Platz zu nehmen. Kiss Kiss Bang Bang ist eine extrem unterhaltsame, moderne Version des klassischen Film Noir, die neben einer Vielzahl von dramaturgischen Kniffen vor allem durch ihren makaberen Humor und ihre zahlreichen Seitenhiebe auf das Filmbusiness glänzt. Das fängt mit der Wahl der Hauptdarsteller an und setzt sich in einem amüsanten Spiel mit gängigen Hollywood-Klischees weiter fort. Hinzu kommen starke Darstellerleistungen, insbesondere von Robert Downey. Jr. und Val Kilmer, sowie Dutzende brillante Dialoge, die dazu einladen, auf der nächsten Party im passenden Moment rezitiert zu werden.

Kurzkritik
von Albert Imroth
Wertung von 86 für Kiss, Kiss, Bang, Bang

Eine kleine schwarze Gangsterkomödie, die schon Kultstatus hat, ist Regisseur Shane Black hier gelungen. Robert Downey Jr. als liebenswerter Loser und Val Kilmer als schwuler Privatdetektiv geben ein aberwitziges Gespann ab, das nicht nur von beiden famos gespielt wird, sondern denen auch noch ein Fest an zitierfähigen Sprüchen in den Mund gelegt wurde. Und auch die eine oder andere Spitze auf das fiese Filmbusiness. Dazu gibt es noch die süße Michelle Monaghan (Mission: Impossible III) als Love Interest und Corbin Bernsen (The Dentist 2) als zwielichtiger Schauspieler. Besonders angenehm ist, dass alle Figuren weit weg sind von überzeichneten Stereotypen in der 100. Variante. Hier erlebt man glaubhaft geschriebene und ganz sicher nicht fehlerfreie Menschen in wunderbar skurrilen Situationen. Hinzu kommt, dass der Film trotz allen Humors auch eine clever ausgedachte Detektivgeschichte erzählt und somit nicht nur eine lustige Nummernrevue darstellt.

Kritik

von Johann Janzen
Kiss, Kiss, Bang, Bang hat eine Wertung von 64%
Trotz neuer Position greift Shane Black in seinem Regiedebüt auf bewährte Mittel zurück und stellt in Kiss, Kiss, Bang, Bang wieder ein Tag-Team in den Mittelpunkt der Geschichte. Dabei greift er viele Elemente des Buddymovies auf, ergänzt durch einen Sarkasmus und Zynismus, wie er sich in den 90er Jahren breit gemacht hat. Leider trübt die zu sehr konstruiert wirkende Geschichte allerdings den Filmspaß.

Bild aus Kiss, Kiss, Bang, Bang Als Regisseur ist Shane Black zwar ein Neuling, für viele Actionfans aber ansonsten kein Unbekannter. In den 80er und 90er Jahren machte er sich als Drehbuchautor einen Namen und lieferte mit Filmen wie Lethal Weapon oder Last Boy Scout die Scripts zu erfolgreichen Kassenschlagern. Nachdem es eine Weile ruhig um ihn geworden war, meldete er sich nun zurück, aber diesmal auf dem Regiestuhl.

Durch Zufall landet der Kleinkriminelle Harry in einer Schauspielrolle in Hollywood. Ausgerechnet einen Schnüffler soll er spielen und dazu vom schwulen Privatdetektiv Gay Perry gecoacht werden. Wie es der Zufall will, trifft er dort auch seine High School Liebe Harmony wieder und landet unglücklich in einem Mordfall, wobei er mit Hollywoods unbequemer Scheinwelt konfrontiert wird.

Kiss, Kiss, Bang, Bang ist eigenwillig strukturiert, ist in Kapitel aufgeteilt, Robert Downey Jr. kommentiert die Geschichte immer wieder aus dem Off und der Zuschauer darf sich auf Zeitsprünge einstellen. Die Atmosphäre ist an den Film Noir angelehnt. Das kann zwar nicht als wirklich schlecht wahrgenommen werden, wirkt aber trotzdem ein bisschen zu bemüht. Als hätte sich Shane Black krampfhaft Gedanken gemacht, wie er mehr Pfiff in seine Geschichte bekommt. Die gesamte Geschichte beinhaltet dabei etwas zu viel schicksalhafte Fügungen und dass der glücklose Kleinganove am Ende zum Shootouthelden avanciert, erscheint dann auch etwas übertrieben.

An der schauspielerischen Darbietung lässt sich dagegen nichts kritisieren. Robert Downey Jr. und Val Kilmer fahren hier eine ganz hohe Leistung. Der erste setzt seine Verliererrolle mühelos und gekonnt um, der zweite liefert als schwuler, aber harter Privatdetektiv eine brillante Präsentation ab. Beide harmonieren sehr gut miteinander. Mit diesen Eindrücken rettet sich Kiss, Kiss, Bang, Bang noch über die Runden ohne zu langweilen, kann aber mit seinem bemühten Sarkasmus und zynischem Witz nicht wirklich anstecken und der gute Eindruck wird vor allem wegen der konstruiert wirkenden Geschichte getrübt.



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