Die Verfilmung von Dan Browns Bestseller "Sakrileg" hält das, was das eingespielte Team hinter der Kamera und die namhafte Besetzung versprechen. Der Film präsentiert sich als routinierter Thriller ohne Längen und mit konstanter Spannung sowie guten Darstellerleistungen. Die Komplexität der Vorlage wurde verständlich auf die Leinwand übertragen, so dass gute Unterhaltung garantiert ist.
Mit seinem Roman "Sakrileg" sorgte Dan Brown weltweit für Aufsehen und löste wilde Spekulationen über den Wahrheitsgehalt seiner Thesen aus. Denn sollten diese der Wahrheit entsprechen, so würden sie die Grundfesten des religiösen Glaubens erschüttern. Der Roman avancierte auf Grund seines brisanten Inhalts und der cleveren Erzählstruktur zum Bestseller, der selbstverständlich auch in Hollywood auf reges Interesse stieß. Letztendlich waren es Produzent Brian Grazer und Regisseur Ron Howard, die zuvor unter anderem Das Comeback sowie den Oscar-Gewinner A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn gemeinsam realisiert hatten, die die Verfilmung in Angriff nahmen. Des Weiteren wurde Akiva Goldsman, der bereits die Vorlage für A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn lieferte, für die Adaption des Romans verpflichtete.
Neben dem renommierten und erfahrenen Team hinter der Kamera bietet The Da Vinci Code - Sakrileg eine beeindruckende Besetzungsliste. Diese wird von Tom Hanks angeführt, der in die Rolle von Dan Browns Titelfigur Dr. Robert Langdon schlüpft. In weiteren Rollen sind Audrey Tautou (Die fabelhafte Welt der Amélie) als Polizei-Kryptographin Sophie Neveu, Ian McKellen (X-Men) als Geschichtsexperte Sir Leigh Teabing und Paul Bettany (Firewall) als Killer-Mönch Silas zu sehen.
Für all jene, die wie ich den Roman nicht vor dem Kinofilm gelesen haben, sei an dieser Stelle der Anfang der Geschichte kurz rekapituliert: Der renommierte Harvard-Symbologe Dr. Robert Langdon wird mitten in der Nacht ins Louvre bestellt, wo der Museumsdirektor Jacques Saunière ermordet wurde und einige Rätsel und Symbole hinterließ. Langdon wird von Kommissar Bezu Fache (Jean Reno) als Hauptverdächtiger betrachtet und kann sich nur mit Hilfe der Polizei-Kryptographin Sophie Neveu aus dessen Fängen befreien. Zusammen versuchen die Beiden Saunières Rätsel zu lösen und kommen dabei einem seit Jahrhunderten behütetem Geheimnis Stück für Stück näher.
Die filmische Umsetzung von Dan Browns Bestseller lässt sich wohl am besten als routiniert beschreiben. Man erkennt ganz klar die Handschrift und die Stilmittel von Regisseur Ron Howard, der den Stoff schnörkellos auf die Leinwand bringt. Der Film hat trotz seiner ca. 150 Minuten keine Längen und hält die Spannung auf konstantem Level. Die Darstellung der komplexen Zusammenhänge und der verschiedenen Interessengruppen gelingt dem Film weitestgehend gut. Lediglich an machen Stellen verliert man kurz den Faden. Die historischen Fakten, auf die Autor Dan Brown seine Thesen aufbaut, werden im Film nicht nur erzählt, sondern auch mit Bildern unterlegt. Dennoch ist für Zuschauer, die mit der Thematik nicht vertraut sind, eine schnelle Auffassungsgabe von Nöten, um die vorgetragenen Dinge zu verarbeiten und die Zusammenhänge zu verstehen.
Die Leistung des Darstellerensembles ist durchweg überzeugend, wobei sich keiner der Akteure in den Vordergrund drängt. Herausgehoben seien an dieser Stelle Hauptdarsteller Tom Hanks, der als integerer Gelehrter überzeugt, an der kniffligen aber gleichzeitig gefährlichen Schnitzjagd Gefallen findet und Audrey Tautou, die als Langdons Partnerin und als starke Frau gefällt. Auch die musikalische Untermalung des Films ist dank der guten Leistung von Hans Zimmer stimmig, so dass man The Da Vinci Code - Sakrileg als rundum gelungenen und unterhaltsamen Film bezeichnen kann.