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Die Legende von Bagger Vance ist ein etwas anderer Sportfilm, denn er handelt im Gegensatz zu den vielen anderen Filmchen dieses Genres nicht von American Football oder Baseball, sondern von Golf. Man kann nun nicht unbedingt behaupten, daß Golf zu den mitreißesten Sportarten unserer Kultur gehört und so ist dieser Film zwar recht hübsch anzuschauen, aber er ist leider auch ein wenig langweilig. Robert Redford hat in seiner neusten Regierarbeit wieder einmal mehr Wert auf schöne und romantische Bilder, als auf eine fesselnde Geschichte oder dreidimensionale Charaktere gelegt.
So lernt der Zuschauer zu Beginn, daß Rannulph Junuh (Matt Damon) in Folge der grausamen Erfahrungen, die er während des Krieges erleiden mußte, seine große Liebe und seine Kariere aufgab und vom beliebten Golfprofi zum deprimierten Dauertrinker mutierte. Gestützt wird dies durch eine einzige kurze Rückblende am Anfang des Films und egal ob nachvollziehbar oder nicht, der Zuschauer schluckt das erst einmal. Eines Nachts taucht jedoch plötzlich ein geheimnisvoller Mann, namens Bagger Vance (Will Smith) auf, dem es mit Hilfe von ein paar philosophischen Sprüchen in nur fünf Minuten gelingt, Junuhs Vertrauen zu gewinnen und ihn auf den rechten Weg zu bringen.
Der Rest der Story geht in etwa so: Junnuh spielt unglaublich schlecht, da er wie er es selbst so schön formuliert "seinen Schwung verloren hat". Daraufhin läßt Bagger einen nachdenklichen Spruch los und schon spielt sein Schützling wie ein junger Gott. Doch es dauert nicht lange und Junuh verliert den Glauben an sein Talent erneut und schlägt den Ball überall hin nur nicht ins Loch. Ist Junuh weit genug zurück gefallen, um die Situation dramatsich aussehen zu lassen, tritt unser Bagger wieder an seine Seite und gibt irgend etwas kluges von sich, worauf sich Junuh sogleich in einen Tiger Woods verwandelt und zu seinen Gegnern aufschließt. Das spannende Tunier endet dann in einem nervenzerfetzenden Showdown bei Sonnenuntergang und wer den Pokal schließlich vom Platz trägt dürfte eigentlich keine Frage sein. Zwischendurch unterhält sich Junuh noch kurz mit seiner Ex (Charlize Theron), die nach jahrelanger Funkstille natürlich sofort in die Arme ihres Geliebten zurückkehrt. Sieg auf der ganzen Linie also.
Doch obwohl die Geschichte wirklich schwach ist, rechtfertigen die schönen Bilder trotzdem einen Kinobesuch. Golf ist nun mal ein sehr stylischer Sport und das kommt in diesem Streifen eigentlich recht gut rüber. Mir persönlich gefielen vor allem die Kamerafahrten in denen wir das Spiel aus der Sicht des Golfballs zu sehen bekommen. Wer in der Stimmung für einen ruhigen und relaxten Film ist, trifft mit Die Legende von Bagger Vance sicherlich eine gute Wahl. |