In Klick nimmt Regisseur Frank Coraci des Mannes liebstes Spielzeug genauer unter die Lupe. Eine Fernbedienung verhilft Adam Sandler dazu, sein Leben zwischen Arbeit und Familie wieder ins rechte Licht zu rücken. Doch die Tücken, die sich hinter dem technischen Wundergerät verbergen, werden ihm erst im Laufe der Zeit bewusst. Coraci präsentiert eine spritzige, abwechslungsreiche Komödie mit kleinen Hängern, die aber bestens unterhält und den Wert des Lebens deutlich macht.
Adam Sandler, zuletzt in Spiel ohne Regeln oder Spanglish zu sehen, ist der Hauptprotagonist von Klick. Als Juniorarchitekt Michael hat er es in der Firma nicht leicht, versucht sich mit viel Arbeit eine bessere Position zu erkämpfen. Zuhause warten Ehefrau Donna (Kate Beckinsale) und zwei Kinder, die Michaels prallem Arbeitsalltag nur Unverständnis entgegenbringen können. Da verhilft ihm eine Fernbedienung, überreicht von dem exzentrischen Tüftler Morty, zu überraschenden Wendungen. Per Knopfdruck kann er sein Leben und das seines Umfeldes verändern, kann vor und zurückspulen, in Kapiteln blättern, den Ton abstellen oder auf Pause drücken. Die anfängliche Euphorie über das Spielzeug, welches viele Konflikte umgehen lässt und das Leben ungemein erleichtert, wechselt im Laufe der Zeit allerdings in eine große Aversion. Denn Michael bekommt viele Dinge einfach nicht mehr mit, erlebt nicht, wie seine Kinder erwachsen werden oder wie sein Vater stirbt. Schnell wünscht er sich sein altes Leben zurück, doch das ist nicht so einfach.
Frank Coracis Komödie lebt eindeutig von und mit Adam Sandler, der Film ist ihm quasi wie auf den Leib geschnitten. So kann Sandler sein komödiantisches Talent bestens ausleben und agiert gewohnt unterhaltsam. Als nettes, wenn auch unterfordertes Beiwerk ist ihm Kate Beckinsale als Ehefrau an die Seite gestellt worden. Sie hat leider nicht viel mehr zu tun, als sich um die Kinder zu kümmern, zu kochen und ab und an mit Michael zu streiten. Keine große Herausforderung. Wirklich nett daher kommen dagegen Christopher Walken als zerzauster Tüftler Morty und David Hasselhoff als Michaels durchgeknallter Chef. Walken und Hasselhoff können einige Lacher für sich verbuchen.
Neben den unterhaltsamen Momenten weist Coracis Komödie einige wirklich gut gemachte Special Effects auf. Hervorzuheben sind die Einstellungen, in denen sich Michael und Morty quasi im Menü eines Fernsehers bewegen oder Michael sein Leben hin- und herspult.
Klick lebt allerdings nicht nur durch seine lustigen Szenen und schönen Ideen, sondern vermittelt unterschwellig auch eine Botschaft: Das Leben ist so zu nehmen wie es ist, mit all seinen Höhen und Tiefen. Probleme gehören dazu und können gemeinsam gelöst werden und die Familie steht immer an erster Stelle. Wem das zu moralisch oder klischeehaft ist, sollte Klick nicht anschauen, allen anderen ist ein unterhaltsamer Film garantiert.