Computeranimierte Filme sind nichts Neues und die gute alte Schauspielkunst ist immer noch üblich. Richard Linklaters Film geht dennoch neue Wege, denn zuerst mit Schauspielern zu drehen und dann einen animierten Film daraus zu zaubern ist innovativ. Leider trägt dieser Style noch lange keinen kompletten Film und wirkt nach einer halben Stunde sogar ein wenig nervend.
Eine verworrene Geschichte, ein innovativer Style und gute Darsteller - so sollte wohl das Erfolgsrezept von A Scanner Darkly lauten. Es funktioniert auch ganz gut, doch nach einer gewissen Zeit wünscht man sich als Zuschauer ein wenig mehr Geschwindigkeit und Zug im Film. Und so lahmt und plätschert der Streifen vor sich hin ohne den Zuschauer wirklich mitzureißen.
Die grafische Animation ist wohl das Herausragende an A Scanner Darkly, doch gerade dieser "überzeichnete" Effekt ist nach einer halben Stunde eher nervig als wirklich cool und lenkt zu sehr vom eigentlichen Film ab. Oftmals wünscht man sich dadurch die Schauspieler wirklich spielen zu sehen, denn deren Leistungen sind durchaus überzeugend und werden durch die Animation eher versteckt als hervorgehoben. Aber auch sonst sind die hohen Erwartungen nicht gerechtfertigt, denn der Film erzählt zu viel ohne wirklich etwas zu sagen.
Richard Linklater enttäuscht nicht nur die schon lange wartenden Fans, sondern auch die unvoreingenommenen Zuschauer. Zuviel wurde vorab über die "neue Kunst" von A Scanner Darkly diskutiert und damit die Messlatte einfach zu hoch gelegt. Man hätte sich bei diesem Film liebe eine bessere Story und eine klarere Erzählweise aneignen sollen, als mit CGI in die Effekthascherei abzudriften.