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Die Hollywood-Verschwörung

(Hollywoodland, 2006)

Dt.Start: 15. Februar 2007
DVD: 26. Juli 2007
Premiere: 08. September 2006 (USA)
FSK: ab 12 Genre: Drama
Länge: 126 min Land: USA
Darsteller: Adrien Brody (Louis Moglio), Ben Affleck (George Reeves), Diane Lane (Toni Mannix), Kathleen Robertson (Carol Van Ronkel), Robin Tunney (Leonore Lemmon), Steve Adams (Robert Maxwell), Jordan Barker (Wag), Larry Cedar (Chester Sinclair), Brad Henke (Russell), Bob Hoskins (Eddie Mannix), Michael Janik (Polizist), David J. MacNeil (Officer Korby), Lois Smith (Helen Bessolo), Joe Spano (Howard Strickling), Jeff Teravainen (Lester Koenig)
Regie: Allen Coulter
Drehbuch: Paul Bernbaum, Howard Korder


Inhalt

Ende der 50er Jahre wird der Schauspieler George Reeves, der durch die TV-Serie "The Adventures of Superman" berühmt wurde, tot in seinem Haus aufgefunden. Obwohl die Polizei an einen Selbstmord glaubt und den Fall abschließt, engagiert seine Mutter den Privatdetektiv Louis Moglio. Dieser findet heraus, dass Reeves eine Affäre mit der Frau des Studiobosses Eddie Mannix hatte und gerät nun selbst in die Schusslinie.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Die Hollywood-Verschwörung hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 72%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Julia Stache
Die Hollywood-Verschwörung hat eine Wertung von 72%
Die Hollywood-Verschwörung ist die fiktive Darstellung des mysteriösen Todes von TV-Superman-Darsteller George Reeve. Der Thriller ist zwar etwas schleppend erzählt, kann aber dafür mit seinen schauspielerischen Qualitäten und der interessanten Story kräftig punkten. Auch wenn man es nicht glauben mag, so zeigt Ben Affleck in der Hauptrolle ungeahntes Können. Dafür wurde er dann auch auf den Filmfestspielen in Venedig 2006 als bester Schauspieler ausgezeichnet.

Bild aus Die Hollywood-Verschwörung 1959 erschütterte der Tod des TV-Darstellers George Reeve Amerika. Superman war tot, mit einem Kopfschuss tot in seinem Schlafzimmer aufgefunden. Die Umstände seines Todes sind ungeklärt: War es Selbstmord, wie Reeves Verlobte Leonore Lemmon behauptet? Oder vielleicht doch ein Auftragsmord? Reeves Mutter Helen Bessolo (Lois Smith) glaubt jedenfalls nicht an die Selbstmord-Version. Sie beauftragt Privatdetektiv Louis Simo (Adrien Brody), den wahren Grund für das Ableben ihres Sohnes herauszufinden. Dabei riskiert Simo einen Blick hinter die glitzernde Glamour-Fassade von Hollywood und lernt dabei nicht nur die Schattenseiten der Filmstadt kennen, sondern auch etwas über die dunklen Seiten seiner eigenen Seele.

Die enorme Popularität, die Reeves sich in den 50er Jahren als der heroische "Mann aus Stahl" bei Groß und Klein erarbeitet hatte, strahlte zum Zeitpunkt seines Todes heller denn je. Amerika hatte einen Helden. Regisseur Allen Coulter nahm sich die Tragödie zur Vorlage, um daraus ein spannendes, wenngleich auch recht schleppend erzähltes Drama im Film-Noir-Stil zu machen. Erst gegen Ende zieht die Spannung und Dramaturgie kräftig an, so dass man über vorherige Schwächen gerne hinwegsehen kann. Coulter konzentriert sich in seiner Geschichte aber nicht nur auf George Reeves alleine. Vielmehr wagt er einen Blick hinter die glamourösen Kulissen von Hollywood und scheut dabei auch nicht vor seelischen Abgründen zurück. Dabei geht der Film nicht nur der Frage nach, ob Ruhm und Reichtum die Persönlichkeit beschädigen können. Sorgfältig zeichnet Coulter auch die Stimmungen einzelner Protagonisten nach.

Durchweg überraschend ist Ben Afflecks schauspielerische Darstellung des George Reeve. Ihm gelingt es, das wahre Ich des hoch gefeierten Supermans deutlich zu machen, indem er die ganze Trostlosigkeit seiner Figur mit kleiner Mimik und Gestik zu veranschaulichen weiß.

Wenn man über die ein oder andere schleppende Passage hinwegsieht, so eröffnet sich einem ein in punkto Darstellung und Dramaturgie bestens aufgebauter Thriller im Stil des Film-Noir. Zudem kann man sich vom wahren Potenzial eines Ben Affleck überzeugen.



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